Aktuelles aus der Abteilung – Wege gehen heißt auch mal stolpern

Trotz der letzten Hiobsbotschaften und schweren Entscheidungen geht die Rugby-Abteilung ihren Weg

Viel Aufsehen haben sie erregt, die letzten Tage bei den 46ern. Trainer-Rücktritt und Relegations-Rücktritt haben dem Verein nicht unbedingt viel positives Feedback eingebracht. Dennoch wollen wir nicht alles schwarz sehen, denn jedem der schon mal einen Weg wie diesen gegangen ist weiß dass ein Stolpern nicht gleich ein Fallen bedeutet. So hat sich das Organisations-Team, quasi die erweiterte Abteilungsleitung bestehende aus den beiden Abteilungsleitern, dem Passwart, den Teammanagern Damen und Herren, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Jugendleiter, in seiner letzten turnusgemäßen Sitzung verschiedene Themen behandelt und  möchte hier einige Punkte darstellen.

2. Mannschaft als Perspektivteam in der Verbandsliga

Die Aufstellung und Meldung einer 2. Mannschaft zum Spielbetrieb in der Verbandsliga, wie schon die ganze Saison in Planung, mag auf den ersten Blick in der aktuellen Situation überraschend wirken. Aber damit sollen wichtige Schritte in der Entwicklung der Abteilung gegangen werden.

  • Angebot einer passenden Einstiegsmöglichkeit in den Sport
  • Besserer Transfer der Jugendspieler in den Herrenspielbetrieb
  • Sportliches Angebot für „Old Boys“
  • Förderung und Aufbau von Talenten für die 1. Herrenmannschaft
  • Reserve in Spielpraxis für die 1. Herrenmannschaft

Durch das zunächst gemeinsame Training aller Spieler wird der organisatorische Aufwand für dieses Team auf den Spielbetrieb beschränkt und die Durchlässigkeit zur „Ersten“ aufrecht erhalten.

Für die Organisation der 2. Mannschaft hat das Orga-Team Sandro Egerer zum Kapitän/Spielertrainer der 2. Herrenmannschaft berufen. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei dieser Aufgabe und bitten alle Teile der #NbgRugbyFamily ihn bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Jugendtraining

Das Jugendtraining U14 bis U18 wird ab September auf den Donnerstag von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr verlegt, um auch hier eine bessere Verzahnung mit dem Herrenbereich zu erreichen und den zeitlichen Aufwand für die Trainer gering zu halten.

Aiden Gogarty betreut momentan viele Kids in der Altersgruppe U8 bis U12 und bräuchte dringend personelle Unterstützung. Auch ein terminlicher Wechsel dieses Angebots ist angedacht. Im Gespräch ist Donnerstag 17.00 – 18.30 Uhr.

Saisonvorbereitung Herren und Trainersituation

Der Sommerfahrplan für die Herren sieht wie folgt aus:

Juni 7er-Traning (Di/Do)
25. Juni Qualifikation bayerische 7er Meisterschft
1. Juli Finale Bayerische 7er Meisterschaft
Juli kein Training (Das Gelände steht für freiwillige Einheiten zur Verfügung)
1. August offizieller Trainingsstart Saison 17/18

Pete Hull wird einen Vorbereitungsplan erstellen und gemeinsam mit dem Trainerpool das Training leiten. Basti Wölfel wird sich um das Training der 7er-Mannschaft und deren Orga kümmern. Wir Danken den beiden für ihre Bereitschaft und bitten auch hier um die Unterstützung aus der #NbgRugbyFamily für die beiden.

Tryout 2017

Auch für dieses Jahr ist wieder der beliebte Tryout geplant. Am 22. August werden wieder Interessierte eingeladen und Talente für die beiden Teams gesichtet.

Entwicklung Gelände Waldsportplatz

In der letzten Jahreshauptversammlung des TSV 1846 wurde umfassend über notwendige Sanierungsfälle am Gelände in Erlenstegen berichtet. Eine erste Schätzung des ausstehenden Investitonsvolumens geht weit über eine Millionen Euro hinaus. Davon direkt betroffen ist die Rugbyabteilung. Die Sanierung der Duschen, die Wiederherstellung der Stromversorgung am A-Platz, die Herstellung einer Trinkwasserversorgung am A-Platz und die Pflege des A-Platzes durch einen geeigneten Platzwart werden im Orgateam als Überlebenswichtig für die Abteilung gesehen. Deshalb wollen wir uns aktiv an der Umsetzung dieser Maßnahmen beteiligen und hoffen auf Verwirklichung binnen Jahresfrist. Wir hoffen aber natürlich an dieser Stelle auf den Hauptverein, die angekündigten Maßnahmen schnell in Angriff zu nehmen. Leider wird durch diese finanziellen Bürden die geplante Errichtung einer Verkaufshütte am A-Platz wohl erst mal nicht möglich werden bzw. zu einem schwer kalkulierbaren Risiko für die Abteilung.

Wir hoffen auf breite Unterstützung aus der #NbgRugbyFamily bei allen diesen Maßnahmen und werden weiter an der Entwicklung des Rugbysportes in Nürnberg arbeiten.

Pack mer`s! #WirSind46er! Wir sind #heissaufRUGBY!

Chefcoach Arne Zielinski zurückgetreten – 46er treten nicht in der Relegation an

Die Rugbyabteilung des TSV 1846 Nürnberg e.V. muss mit großem Bedauern bekannt geben, dass Chefcoach Arne Zielinski sein Traineramt sowie seine Mitgliedschaft bei den 46ern völlig überraschend mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Es bleibt uns an dieser Stelle lediglich Arne Zielinski für seine herausragende Arbeit mit der ersten Herrenmannschaft und sein Engagement für die Entwicklung der 46er zu danken, sowie ihm alles Gute für seine sportliche Zukunft zu wünschen. Arne Zielinski betreute die erste Herrenmannschaft seit 2015 nach dem Abstieg aus der 2. Rugby Bundesliga und führte sie in der aktuellen Saison zum bayerischen Meistertitel. Sein fundiertes Fachwissen, seine professionelle Trainingsgestaltung und seine Präsenz brachten die Mannschaft weiter und waren das Fundament der sportlichen Erfolge der letzten beiden Jahre. Die Abteilungsleitung bedauert diesen Schritt sehr und sieht sich nun vor der Herkulesaufgabe den Trainingsbetrieb auf dem hohen Niveau weiter zu führen.

Chefcoach Arne Zielinski ist zurückgetreten – Archivbild

Herrenteam tritt nicht in der Relegation zur 2. Rugby Bundesliga an

Arne Zielinski gab seine Entscheidung letzten Dienstag bei einer turnusgemäßen Mannschaftssitzung bekannt. In dieser Sitzung entschloss sich die Mannschaft mit einer zweidrittel Mehrheit den Bayerischen Rugby Verband um die Entbindung von der Teilnahme an der Relegation zur 2. Bundesliga zu bitten. Dieser Bitte kam der RVBy nach und nominierte Vizemeister RC Unterföhring den Platz der 46er einzunehmen. Als Gründe führte „die Erste“ an, dass z.B. die Lizenzauflagen im Hinblick auf Schiedsrichter und Jugendarbeit momentan nicht erfüllbar sind und einen Punktabzug von Vornerein bedeuten würden. Ebenso sahen Spieler und Trainer den erreichbaren Etat als zu niedrig an. Man befürchtete einen ähnlichen Schaden für Mannschaft und Organisation wie beim letzten Abenteuer in der 2. Rugby Bundesliga Süd und West.

Die Weiterentwicklung wird fortgeführt – Perspektivteam soll in der Verbandsliga antreten

Die Abteilungsleitung steht hinter der Entscheidung der Aktiven und bittet Fans, Partner und Verband um Verständnis für diese Entscheidung. Die 46er wollen ihrer treuen „NbgRugbyFamily“ weiterhin unterhaltsames Rugby auf hohem Niveau bieten und werden alles dafür tun um die familiäre Atmosphäre, das sportliche Angebot und die Rahmenbedingungen für Rugby in Nürnberg weiter nachhaltig zu verbessern. Z.B. wird der Aufbau eines Perspektivteams mit der Meldung einer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga Nord weiter vorangetrieben, um

Jugendspieler und Neulinge gemeinsam mit erfahrenen Kräften an den Leistungsbereich heranzuführen. Die Entscheidungen diesbezüglich fallen in den nächsten Tagen. Ebenso wird es Ende August wieder den bewährten Tryout geben um Interessierte und Talente nach Erlenstegen zu locken.

In den nächsten Wochen wird 7er-Coach Basti Wölfel die Mannschaft auf die bayerische 7er-Meisterschaft vorbereiten und somit kommissarisch das Amt des Cheftrainers übernehmen. Die Saisonvorbereitung wird ein Trainerpool unter der Leitung von Co-Trainer Pete Hull mit wechselnden Schwerpunkten gestalten. Für die neue Saison suchen wir nun einen neuen Chefcoach der die gute Arbeit seines Vorgängers fortführt und den Verein sportlich weiter Voran bringt.

Vieles ist in Bewegung doch die Erfolge der letzten Jahre motivieren uns den Weg weiter zu gehen!

Wir sind #heissaufRUGBY! Wir sind #Die46er!

Der vielen mühen Lohn, ist der bayerische Rugby Thron – Nürnberg ist Meister

Mit einem 38:3 Sieg über Studentenstadt Rugby München krönen die 46er die Saison

Spannend sah sie ja aus, die Tabelle der Regionalliga Bayern im Vorfeld des letzten Saisonspiels. Nach 11 Spieltagen in Führung am Sonnenplatz plötzlich in der Verfolgerrolle zum letzten Spiel anzutreten ist wahrlich nicht einfach. Doch nach vorne gepeitscht von 250 Rugbyliebhabern, die zeitweisen Regenfällen trotzten, zeigten die 46er tatsächlich ihr Best-of 2017 und spielten über die meiste Zeit der 80 Minuten in der Hälfte der Münchner und ließen den Landeshauptstädtern keine Chance.

Konzentrierte Arbeit zahlt sich aus – Die 46er spielten meisterlich auf

Nürnberg spielte hoch konzentriert und effektiv, ließ den Münchnern kaum Raum zum agieren und fand nach wenigen Minuten immer besser ins Spiel. Zwar dauerte es bis zur 20. Spielminute bis Gabedava, die Georgische Wildkatze, ins Münchner Malfeld eintauchte. Es folgten Versuche von Dixon, Gmehling und Scherf zum Halbzeitstand von 24:00. In Durchgang zwei kam dann München per Penalty in der 50. Minute zu den einzigen drei Punkten in diesem Spiel. Nürnberg spielte weiter, immer wieder kraftvoll nach vorne gebracht von Hakler Thiemo Gmehling. Die weiteren Punkte besorgten Armfield und Scherf zum zweiten Mal an diesem Tage.

Gelungene Saison, toller Abschluss auch ohne Pokal für den Meister

Nach dem Schlusspfiff war die Freude groß. Vor allem die Tatsache, dass Nürnberg in diesem Jahr seinen äußerst anstrengenden Neuaufbauprozess nun auch in einem Meistertitel krönen konnte freute alle Beteiligten. „Die Rugbyabteilung hat sich in den letzten Jahren unheimlich gut entwickelt. Was hier auf den Waldsportplatz gezaubert wird, auf und neben dem Platz, verdient unseren Respekt und unsre Anerkennung“, gratulierte der Gesamtvorstand des TSV 1846 Nürnberg, Dr. Jürgen Franzke. Zwar konnten die Nürnberger keinen Pokal stemmen, dieser war vom Verband nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden, doch spricht die sportliche Leistung für sich. Im Laufe der nächsten Woche werden die Gespräche mit den Verantwortlichen, den Spielern und Verbänden zur Organisation der Relegation laufen. Dann wissen wir mehr, ob, wann und wie die 46er um höhere Ziele kämpfen. Die 2. Rugby Bundesliga wäre sicherlich um eine Attraktion reicher.

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Nürnberg kann den Titel klar machen – Besonderes Rahmenprogramm zum Abschluss

Am Samstag, den 03.06.2017 empfängt der TSV 1846 Nürnberg den München StuSta

Das letzte Heimspiel der Saison ist immer etwas Besonderes. Allein schon deshalb laufen in Erlenstegen die Vorbereitungen für das große Finale auf Hochtouren. Mit OpenAirPub und Foodtruck wird den Gästen wieder der Besuch zum Erlebnis gemacht. Und wenn es dann klappt, mit dem Heimsieg gegen Studentenstadt Rugby München II, dann können die 46er die tolle Saison mit dem bayerischen Meistertitel krönen.

Der grüne Tisch macht es spannend – doch Nürnberg hat es selbst in der Hand

Die Rückrunde beinhaltete dann doch ein paar Nackenschläge für die 46er. Die knappen Niederlagen gegen den RFC München und den RC Unterföhring und die vor dem letzten Spieltag am Grünen Tisch aufgrund der Streichung der Rose Tower Titans aus der Wertung eingebüßten 10 Tabellenpunkte schmerzten die Franken nicht nur, sondern warfen sie auch auf Platz zwei mit vier Punkten Rückstand hinter den RCU. Dahin ist sie, die makellose Bilanz aus der Vorrunde. Doch zu keinem Zeitpunkt büßten die bunten Rugger aus Nürnberg ihr größtes Kapital ein: tolles Angriffsrugby und erstklassige Unterstützung von den Rängen. Und deshalb ist noch alles drin!

Kantersieg gegen Augsburg als Basis – Die „Phantome“ testen gegen SG Bamberg/Coburg

Der 39:12 Bonuspunktsieg gegen Augsburg am vorletzten Spieltag ermöglicht die Meisterschaft mit einem einfachen Sieg gegen München, da für den RCU die Saison schon am letzten Spieltag endete. „Alles auf ein Karte“, freut sich Trainer Arne Zielinski, „so haben wir es selbst in Hand und können am Ende mit dem Ergebnis leben. Wäre blöd gewesen, wenn die Meisterschaft am Grünen Tisch entschieden worden wäre. Wir wollen am Samstag ein ‚Best of 46er‘ zeigen, indem wir unser Spiel durchziehen und auch noch die letzten Fehler abstellen.“ Vor dem Kickoff darf wieder das, noch nicht offizielle, Nürnberger Perspektivteam antreten, diesmal gegen die Würzburger „Zweite“ (Kickoff 12.30). Von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr öffnen dann ThirstyBaker und der RibWich Foodtruck ihre Dependancen am Waldsportplatz.

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Ausgerechnet Unterföhring – Nürnberg verliert Spitzenspiel

Die 46er verlieren gegen den Verfolger RC Unterföhring im Thriller denkbar knapp mit 9:10

(Tabellenführer + letzter Verfolger) + (herrliches Wetter x klasse Fans) + (nahendes Saisonende – Unsportlichkeit) = Spitzenrugby in Nürnberg. Man konnte sich ausrechnen dass in diesem Spiel einiges geboten sein würde und keine der beiden Mannschaften mehr Geschenke verteilen wollte als freundliche Worte. Die Gleichung ging auf, wenn auch am Ende mit einem anderen Ergebnis als in Franken erhofft. Denn im Gegensatz zur Mathematik kommt es im wahren Leben immer anders als man denkt. Wer jetzt mit dem Autor dieser Zeilen darüber grübelt, warum man dann zu Schulzeiten auch in Mathe nur 5er hatte, wird sich bei den Auswirkungen des Spieles 1846 gegen RCU auf die Meisterschaftsfrage sicherlich eher auf das Bauchgefühl verlassen müssen, als auf die nackten Zahlen. Die 170 Zuschauer auf dem Waldsportplatz fühlten sich dennoch prächtig unterhalten.

Voller Einsatz für die Meisterschaft – am Ende verrechnet?

Unterföhring rackert, Nürnberg ackert, keiner erntet wirklich

Gleich von Beginn an wurde den Kiebitzen klar, das heute wird kein Punktefestival wie die letzten Spiele auf dem Waldsportplatz. Tackling folgte auf Tackling, Ruck auf Ruck und leider auch Fehler auf Fehler. Zwar nutzte Schluss Rico Kahden den ersten Penalty in der 10. Minute, um 3 Punkte auf die Tafel zu bringen, allerdings schaffte man es immer wieder in Rucksituationen den Ball leichtfertig an die druckvoll agierenden Gäste zu verlieren. Diese konnten zwar immer wieder ansehnliche Läufe liefern, glänzten aber nicht gerade mit präzisem Passspiel. Einzig die energischen und effektiven Tacklings der 46er fielen ins Auge. Die RCU versuchte mit Härte zu kontern, Eberl schoss aber über das Ziel hinaus und wurde mit Gelb für 10 Minuten zum abkühlen geschickt. Kurz zuvor konnte mit Rangelow der RC-Flügel ins Malfeld der Hausherren eintauchen, allerdings wurde mit vollem Einsatz zweier Franken der Ball hochgehalten. Die Oberbayern glänzten ebenfalls mit energischer wie erfolgreicher Verteidigung und provozierten ein ums andere Mal die Nürnberger zu Fehlern und Fouls. Harris konnte zwar nur einen Penalty zum 3:3 in der 26. Minute verwandeln, dennoch gerieten die Nürnberger spürbar unter Druck. Dieser hielt die 46er meist in der Verteidigung und ließ kaum Luft für das so bewährte Angriffsrugby. In Minute 31. konnte man allerdings bis zur Linie der Gäste durchbrechen, wurde aber noch auf selbiger gestoppt.

Unterföhring machte ordentlich Dampf! Foto: Beazley

Wenig Punkte aber viel Action – Beide Mannschaften mit viel Engagement

Durchgang zwei startete ähnlich wie die ersten 40 Minuten, nämlich mit einem erfolgreichen Penalty für Kahden in der 41. Minute zum 6:3. Weiterhin verteidigten beide Mannschaften aufopferungsvoll und effektiv, die 46er gingen immer wieder, von „Man of the Match“ Benedikt Aumann geführt, zum Angriff über. Dennoch konnte die RCU Abwehr selten entscheidend überlaufen werden. Immer wieder störten Penaltys den Spielfluss und gelegentlich schlichen sich auch klare Fehlentscheidungen des Referees in das Spiel ein. So wurde Hakler Flo Mende in der 74. Minute 8 Meter vor dem Malfeld vom letzten Verteidiger mit einem regelwidrigen Hightackle zu Fall gebracht. Dieser wurde zwar geahndet, jedoch nicht mit einem Strafversuch sondern „nur“ mit einem Penalty. Diesen verwandelte Kahden gewohnt souverän zum 9:3. Nun entwickelte sich eine Endphase mit der so niemand gerechnet hatte. Gekämpft wurde nun mit offenem Visier, kein Team ließ in seinen Bemühungen um einen Versuch nach. Unterföhring gab sich in dieser Situation energischer und mit mehr Drang nach vorn, was dann auch in der 80. Minute mit einem Durchbruch und Versuch von Eberl nahe der Außenlinie zum 9:8 belohnt wurde. Aufgrund der durchwachsenen Kickquote des Unterföhringer Harris im bisherigen Spielverlauf rechneten sich wohl viele Nürnberger einen äußerst knappen Sieg aus, musste er doch die Pille vom äußersten Punkt des Spielfeldes zwischen die Stangen befördern. Doch hier wollte wohl eher die Chaos-Theorie, denn das Gesetz der Serie ihren Einfluss geltend machen und so zimmerte Eberl den Ball quasi mit dem Schlusspfiff zum 9:10 über die Querlatte. Selten erlebte man den Waldsportplatz stiller, selbst die Gäste benötigten eine kurze Schrecksekunde, um den ersten Sieg eines Gastes auf der nun gestürmten Festung Waldsportplatz zu realisieren.

Bene Aumann als „Man of the Match“ mit Ball immer voran! Foto: 201-photograpy.de

Ungewohnter Druck ließ nur Raum zum reagieren – Neuzugänge gut integriert

Relativ durchwachsen fiel dann auch die Matchanalyse des Trainers aus. „Wir haben uns viel zu viel in die Defensive drängen lassen und haben es nicht geschafft das Heft in die Hand zu nehmen. Da hätte das Gamemanagement deutlicher sein müssen“ meint Arne Zielinski nach dem Spiel. „Allerdings waren unsere Standardsituationen gut aufgesetzt und wir haben unsere beiden Neuzugänge Alexander Watt und Jonathan Stief gut integrieren können. Dass die Jungs nie ihre Motivation und Konzentration verloren haben, stimmt mich versöhnlich.“ Kapitän Olaf Will fand auch dann die Performance an sich nicht wirklich schlecht: „Ja, der Drang nach vorn, der effektive Pass hat deutlich gefehlt. Allerdings waren wir immer voll da und haben zu keinem Zeitpunkt die Flinte ins Korn geworfen. Unterföhring war am Ende einfach einen Tick cleverer und hat sich die Punkte verdient. Ich bin dennoch stolz auf unsere Leistung und glaube fest an den Titel.“ Der ist auch immer noch aus eigener Kraft zu holen, es braucht nur zwei Bonuspunktsiege in Augsburg und gegen München am letzten Spieltag zuhause. Dann würde zu ersten Mal seit 2010 der Meisterpokal wieder in Nürnberg gestemmt. Die 46er werden, darauf können die Fans zählen, nochmal alles daran setzen, dass die Saisonabschlussparty (mit OpenAirPub und RibWich Foodtruck) somit ihre Krönung zur Meisterfeier erhält.

Respekt für den Sieger! Foto: Deinzer

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Entscheidung am Waldsportplatz? – Nürnberg empfängt den letzten Verfolger

Am Samstag, den 06.05.2017 empfängt der TSV 1846 Nürnberg den RC Unterföhring – Presseinformation vom Donnerstag, 04. Mai 2017

Wenn am Samstag, den 6.5.2017 mit dem RC Unterföhring der letzte ernsthafte Verfolger versucht den ersten Sieg auf dem Waldsportplatz eines Gastes in diesem Jahr zu erringen, so wird sich für die 46er zeigen, was ihre äußerst dominante Saison bisher wert war. Bei einem deutlichen Sieg ist die Meisterschaft so gut wie in der Tasche, bei einer Niederlage wird es auf ein Fotofinish am letzten Spieltag hinauslaufen. Das wichtigste Spiel des Jahres steht an.

Der Lohn für viele Mühen winkt – die bayerische Meisterschaft!

„Von Spiel zu Spiel“ möchte Coach Arne Zielinski mit der Mannschaft denken und arbeiten. „Denn wer gegen die starken Unterföhringer nicht von Anfang an mit 110% Konzentration auf dem Platz steht braucht eigentlich gar nicht mehr spielen. Den werden sie überrennen.“ Dennoch sieht so gut wie jeder Nürnberg in der Favoritenrolle, konnte man doch die letzten Spiele alle deutlichst für sich entscheiden. Kapitän Florian Mende, erst letzte Woche nach geschäftlicher Absenz wieder in den Kader zurückgekehrt, machte eine gewisse gespannte Vorfreude aus. „Die Jungs sind unglaublich heiß es allen zu beweisen, dass sie es bis zum Ende durchziehen können. Wir wollen den Sieg und wir wollen ihn deutlich.“ Damit am Ende auch endlich wieder der Titel am Ende der Saison den Weg nach Nürnberg findet. Lohn für 3 Jahre Neuaufbau.

Rechenschieber zwischen Frankenmetropole und Mediendörfchen laufen heiß

Nach momentanen Stand wird die Meisterschaft zwar nicht am Samstag entschieden, doch ein Bonuspunktsieg der 46er würde das Polster fast uneinholbar ausbauen. Allerdings droht die Streichung aller Spiele gegen die Rose Tower Titans in dieser Saison, da diese bei einer weiteren Spielabsage wohl aus der Wertung genommen werden. Nürnberg würde dies 10 Punkte kosten, Unterföhring nur 4 da sie keinen Bonuspunkt gegen die Titans errangen und noch ein Spiel ausstünde. Somit wird die Meisterschaft am Ende auch von Entscheidungen am Grünen Tisch beeinflusst. Noch ein Grund mehr am Samstag keine Zweifel aufkommen zu lassen, welche Mannschaft in Bayern die neue Messlatte ist, nämlich mit einem deutlichen Sieg über die Oberbayern das Heft selbst in der Hand zu behalten und Rechenschieber überflüssig zu machen.

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Mädels an die Macht! 46er Ladies zum Schluss auf Rang drei der Deutschen 7er Liga Süd

Vergangenen Samstag waren die 46er Ladies zu Gast bei den Damen des München RFC zum letzten Spieltag der 7er Regionalliga Süd. So spannend wie die vorherigen Spieltage war es allerdings für die Nürnbergerinnen nicht mehr. Denn nach dem vorletzten Spieltag in Nürnberg stand – auch, wenn man das eigentlich nicht sagen soll – schon fest, dass der TSV 1846 Nürnberg sich nicht mehr auf den zweiten Platz hoch kämpfen und sich somit nicht mehr für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren kann. Dafür hätten man zusammen mit den Teams aus der unteren Hälfte der Liga sowohl die Spitzenreiterinnen der Studentenstadt als auch die Gastgeberinnen auf die letzten Plätze befördern müssen.
Amy Foster gab alles für einen guten Abschluss
Natürlich wollten unsere motivierten Damen das Bestmögliche herausholen und sind mit voller Besetzung – trotz verletzungs- und arbeitsbedingten Ausfällen – an die Isar gefahren. An diesem Samstag nahm neben den regulären Teams der Liga außerdem noch eine Piratenmannschaft teil und so spielten die neun Mannschaften in der ersten Phase verteilt auf drei Gruppen. Die Damen des TSV konnten sich in den ersten beiden Spielen gegen die SG Bamberg-Bayreuth (24:0) und die Mädels aus Fürstenfeldbruck (12:7) durchsetzen, auch, wenn die Gegner Ihnen – und manchmal sie selbst sich auch – das Leben schwer gemacht haben. Denn hier und da wurden die schnellen Beine und der weite Platz nicht gut und sinnvoll genug genutzt und viel zu gerne unnötigerweise der Kontakt zu den Gegnern gesucht. In den darauffolgenden Partien kämpfte man als Gruppensieger der Gruppe B gegen die Stusta (Sieger Gruppe A) und die MRFC (Sieger Gruppe C) Ladies um Platz 1-3 des Turniers. Die Message des vertretenden Trainers Peter Hull kam an und unsere Spielerinnen lieferten bei beiden Spielen eine starke Performance ab. Ein Sieg war diesmal aber leider nicht mehr drin und somit belegen 46er Ladies den dritten Platz an diesem Tag und abschließend auch in Tabelle der Liga Süd.
Die 46er-Ladies bleiben trotzdem weiter auf Erfolgskurs!
Der Spaß durfte nicht zu kurz kommen!
Nach der Siegerehrung gab es dann noch ein gemeinsames Abendessen mit leckerer Pizza, wo Amy Foster und Claire Martin für ihren besonders starken, unermüdlichen und mitreißenden Einsatz an diesem Spieltag geehrt wurden. Als amtierender Bayrischer Meister und als Fünfter der deutschen Meisterschaft 2016 hatte man sich natürlich höhere Ziele gesteckt. Allerdings kein Grund für unsere Damen, den Kopf hängen zu lassen. Denn wir blicken auf eine spannende und erfolgreiche Saison zurück. Zwei mal standen wir immerhin im Finale und uns den zweiten Platz verdient. Insgesamt kamen in der Saison 2016/2017 23 Spielerinnen zum Einsatz, wovon fünf erst im Laufe der Saison ihre Liebe zum Rugby entdeckt haben. Darauf können wir stolz sein. Und auch über einen hart umkämpften Dritten Platz. Denn das Niveau in Bayern steigt und die Konkurrenz schläft nicht, was man ordentlich zu spüren bekommen hat. Vor der Sommerpause heißt es noch mal Vollgas beim Ligapokal Süd und der anstehenden Bayrischen Meisterschaft, wo wir unseren Titel verteidigen werden. Also, ihr hört wieder von uns!
Zum Beispiel am Samstag am Waldsportplatz in Erlenstegen, wenn wir unsere Jungs beim Spitzenspiel gegen den Verfolger des RC Unterföhring anfeuern. Bis dahin bleiben wir wie immer
#HeissAufRugby Bratwurst & Weggla
Verdientes Gelage nach einer Anstrengenden Ligasaison! Doch die „bayerische“ wartet…

Das 46er Schlachtross pflügt weiter – Besondere Ehre für Cheftrainer

Der TSV 1846 Nürnberg räumt den Würzburger RK aus dem Weg – Zielinski zum bayrischen Auswahlcoach berufen

Rugby macht gute Laune und gutes Wetter. Zum wiederholten Male will die Abteilung „Wetter“ den irdischen und himmlischen Rugbyfans die Stimmung nicht verhageln und stellt mit Anpfiff zum Regionalliga den Nieselregen weitgehend ein. Trotzdem wurden die VIP-Zelte von den 120 Zuschauern gerne in Anspruch genommen. Etwas kühl war es trotzdem, weswegen sich beide Teams auch ordentlich ins Zeug legten, um einander einzuheizen.

Originalbild unter: http://201-photography.fotograf.de/photo/58fc7d0e-0d80-479f-85e1-5d530a7eac6d

Nürnberg punktet wieder früh – aber Würzburg kämpft hart

Etwas übermotiviert gingen die Würzburger nach dem Antritt zur Sache, ein zu hohes Tackling führte schon in der ersten Minute zu einem Straftritt für die 46er aus optimaler Position. Olaf Will fackelte nicht lange und trat das Ding zum 3:0 zwischen die Torstangen. Doch der WRK fing sich schnell und stellte sich auf das Spiel der Hausherren ein. Kaum ein Übergewicht für eines der beiden in den Rucks sehr engagierten Teams ließ sich ausmachen, mal abgesehen von der momentan häufiger zutage tretenden Schwäche des Nürnberger Gedränges. Selbst eine Unterzahlsituation aufgrund einer gelben Karte konnten die Unterfranken gut kompensieren. Allerdings verpasste Schubert einen Straftritt für die Würzburger, welche damit die Gelegenheit zum Ausgleich nicht nutzen konnten. Auch Nürnberg brachte sich mit einer gelben Karte für Dixon ab Minute `33 in Unterzahl, schaffte allerdings trotzdem den Weg auf die Punktetafel. Ollie Bunn legte den Ball mit einem artistischen „Offload-Grubber-Kick“ passgenau für Harry Miles ins Malfeld zum 8:0 Pausenstand vor.

Originalbild unter: http://201-photography.fotograf.de/photo/58fc7dde-82b8-4c26-9ab0-0abf0a09065c

Nürnberg reichen auch 13 Spieler – Würzburg tapfer

Nach der Pause musste man dann doch arg um die technischen Fähigkeiten der 46er bangen, denn Referee van der Zwan schickte in Minute `51 Pierre Manivit und in Minute `57 Maximilian Reinhardt wegen Hightackling mit Gelb in die Sinbin. Doch wiederum schienen die Lücken in den eigenen Reihen die Nürnberger aufzuwecken, denn der Ball durchlief nahezu alle Hände, machte Meter und Valentin Merk tauchte dann konsequent in Position gespielt unter den Stangen ins Malfeld. Rico Kahden erhöhte den Versuch per Tritt zum 15:00. Würzburg stellte das Spielen daraufhin zwar nicht ein, fand aber keine wirksamen Mittel mehr gegen die erprobte Taktik der 46er, die ihren Stiefel nun bis zum Ende runterspielten. Osimo Tukututunavatu, später zum Man of the Match ernannt, steuerte in Minute `78 5 Punkte zum 20:00 bei und Olaf Will wollte nach einer kurzen Blutauswechslung mit Versuch und Erhöhung in der 80. Minute noch zeigen, dass sich der Blutverlust in Grenzen hielt.

Immer oben auf: Man of the Match Osimo Tukututunavatu! Foto: 201-photograhy.de

Nürnberger Souveränität zahlt sich für Coach aus – Berufung zur 7er-Auswahl

Im Anschluss konnte die neu geschaffene „Zweite“ der Nürnberger in einem ersten Test gegen den Verbandsligisten Bayreuth noch ein 34:0 beisteuern. Auch das ein Zeichen für die in den letzten drei Jahren durch harte Arbeit auf vielen Baustellen erreichte Tiefe und Souveränität des inzwischen auf rund 50 Spieler angewachsenen Kaders. Arne Zielinski sieht hier auch die Basis für weitere Erfolge. „Es gibt einem einfach mehr Möglichkeiten, wenn man unter der Woche aus 50 Mann die passende Mannschaft zusammenstellen kann und nicht zu viele Kompromisse machen muss.“ Heißt, man glaubt an eine Meisterschaft in diesem Jahr und räumt diesem Ziel oberste Priorität ein. Trainer Arne Zielinski wurde indes vom Bayerischen Rugby Verband zum Trainer der 7er-Landesauswahl berufen. Seitdem 7er-Rugby 2016 olympische Sportart ist, hat der deutsche Rugby-Verband beschlossen, eine jährliche Turnierserie seiner Landesverbände abzuhalten. Ziel ist es einen Spielbetrieb auf nationaler Spitzeneben zu etablieren, damit sich die besten deutschen Athleten auf dem höchsten nationalen Niveau miteinander messen können.

„Eine solche Bitte konnte ich nicht ablehnen. Es ist eine große Ehre, diese Auswahlmannschaft zu betreuen. Für mich persönlich ist es zudem der Beweis, dass unser Weg, den wir in Nürnberg seit nunmehr 2 Jahren gehen, mit Anerkennung zur Kenntnis genommen wird“ freut sich Zielinski. „Der Trainings- und Spielbetrieb der 7er-Auswahl findet im Juni und Juli statt und kollidiert somit nicht mit dem Betrieb des TSV 1846 Nürnberg. In mehreren Sichtungen und Lehrgangstagen werde ich einen schlagkräftigen Kader aus 18-20 Mann zusammenstellen, der die bayerischen Farben bei den Landesverbandsmeisterschaften vertritt.“

Die Nürnberger 7er Mannschaft wird indes wieder von Basti Wölfel übernommen und auf die bayerische Meisterschaft vorbereitet. Wie viele Nürnberger ihm dann zur Verfügung stehen und welche 46er sich für den Auswahlkader empfehlen, wird sich dann bei den Sichtungen zeigen.

Für die nächsten Wochen stehen aber noch die großen Herausforderungen für die Regionalliga an. Am nächsten Samstag geht es zu den heimstarken Bad Reichenhaller Raufbolden und am 6. Mai findet das absolute Spitzenspiel um die erste Vorentscheidung zur Meisterschaft gegen den RC Unterföhring auf der Festung Waldsportplatz statt. Gewonnen ist die Meisterschaft noch nicht, aber bisher setzt Nürnberg alles daran am Ende oben zu stehen.

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Es ist Derby-Zeit – Würzburger RK zu Gast auf dem Waldsportplatz

Am Samstag, den 22.04.2017 empfängt der TSV 1846 Nürnberg den Würzburger RK

Die kleinen, aber unendlich feinen Dinge sind es, die dem Franken am meisten liegen. Ob die Nürnberger Rostbratwürste oder die Würzburger Meefischli, das Kleine liebt der Franke. Und Derbys. Aber da die Nürnberger Westvorstadt, wie soll es auch sein, noch keine Mannschaft in der Königsklasse des Mannschaftssportes zusammengebracht hat, muss man aus Nürnberger Sicht den Blick hier erweitern. Das Frankenderby lautet im Rugby Metropole gegen die Residenzstadt, Mee gegen Bengatz, Scheurebe gegen Rotbier. Lions gegen 46er. Die fränkische Rugby-Spitzenklasse misst sich am Samstag. In der Vorrunde konnten die Würzburger den 46ern noch ein 12:12 Unentschieden abtrotzen. Die wollen aber die Festung Waldsportplatz verteidigen, die Punkte erobern und die Tabellenführung ausbauen. Ein fränkischer Rugbyleckerbissen erwartet uns.

Ein Sieg ist Pflicht, aber nicht garantiert

Die Tabellenfünften aus Unterfranken möchten natürlich nicht den Anschluss an den RFC Augsburg verlieren, spiegelt ihr momentaner Tabellenplatz nicht ihre Leitungsstärke wider. Allerdings war man in dieser Saison nicht konstant genug. Schlug man zum Auftakt die Münchner Studentenstadt, den RFC Augsburg und rang den 46ern deren erstes Unentschieden ab, verlor man im weiteren Verlauf gegen den Titelverteidiger München RFC und, wesentlich schmerzlicher, sogar gegen die Rose Tower Titans aus Grafenwöhr mit 7:27.

„Gegen Würzburg muss man immer wach sein. Bietet sich eine Lücke, wird sie genutzt“ weiß Routinier Olaf Will um die Stärken des Gegners. „Aber wir haben gegen Grafenwöhr gezeigt, wie man das Heft in der Hand behält und dass unser Angriffsrugby immer besser wird. Respekt ja, Angst nein.“ Das schnelle Spiel beherrschen aber auch die Mannen von Coach Brian Miller, wie sie ja in der Vorrunde schon bewiesen haben. Und auch bei ihrer Niederlage gegen Augsburg am letzten Spieltag waren die Würzburger oft schneller unterwegs als der Gastgeber, am Ende aber leider nicht mit ausreichender Puste. Ist dies das Rezept für die 46er? Die Löwen müde spielen, um in der Schlussphase den Sack zu zumachen? Sicher wird den Jungs in Bunt der richtige Einfall zur richtigen Zeit kommen. Es reicht eine kleine, aber feine Idee. Die lieben wir ja, wir Franken.

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Dominantes Comeback – Nürnberg schlägt Grafenwöhr mit 62:00

Eine Antwort auf zwei Fragen zu geben, dies gelang den 46ern an diesem Samstag mit einer an Gnadenlosigkeit grenzenden Sicherheit. Frage Nummer Eins: Wie verarbeiten die Nürnberger die erst Saisonniederlage vom letzten Wochenende in München? Frage Nummer Zwei: Lässt man sich auf das Spiel der Titans ein oder diktiert man den Verlauf. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und 170 Zuschauer bezeugten sie bei schönstem Sonnenschein.

Am Samstag unerreichbar hoch…das Niveau der 46er!

Nürnberg punktet früh – und macht einfach weiter

Sean Porta war sich sicher, dass nur eine möglichst frühe Antwort die einzig wahre Antwort ist. Und so tauchte er schon in der ersten Minute des Spiels in das Malfeld der Titans ein. Rico Kahden setzte mit dem Kick nochmal zwei Punkte drauf. So war nun die erste Marke gesetzt und Nürnberg erhöhte von Augenblick zu Augenblick den Druck und begann Grafenwöhr in deren eigener Hälfte festzunageln. Die Tacklings saßen diesmal von Anfang an und kaum war mal ein Titan am Ball, hatte er auch schon den ersten Franken an der Backe. Allerdings ging Osimo Tukutukunavatu dabei so eindrucksvoll zur Sache, dass der balltragende Gegner schon vom Erstkontakt blitzartig weit zurück katapultiert wurde und Tukutukunavatu den Tackle nicht komplett schließen konnte. Der Schiedsrichter gab zu recht Penalty und die Gelbe Karte wegen „incomplete tackle“ für den Nürnberger Lock. Über den freigeworden Raum schien sich aber vor allem wieder Sean Porta zu freuen, welcher den Unterzahlversuch für Nürnberg ins Malfeld trug.

Grafenwöhr bleibt cool – doch Nürnberg erteilt eine Lehrstunde

Connor Hill zieht auf und davon. Foto: Beazly

So ging es dann bis zur Halbzeit fröhlich weiter. Connor Hill in der 20. Minute und der für den verletzten Aumann erst in der 13. Minute eingewechselte Edouard Bucaille bauten die Führung weiter aus. Das effektive Spiel der Nürnberger zeigte lediglich, bis auf den Bucaille Versuch, Schwächen im Lineout und den Erhöhungskicks. Mit einem komfortablen 22:00 ging es dann in die Pause und man wurde sich dort wohl einig, dass in 40 Minuten noch wesentlich mehr Punkte passen. Alex Weiß kam für Frontrow-Routinier Demian Haupt ins Spiel, Anton Buller ersetzte Hendrik Lagarde. Der Wiederanpfiff war kaum verhallt meldete sich Hill wieder auf seine liebste Art und Weise, nämlich mit einem Versuch direkt unter den Stangen, welchen Kahden wiederum aus der besten aller Positionen um zwei Punkte erhöht. Grafenwöhr gab alles, bewahrte diesmal die Contenance und wehrte sich nach Kräften. Doch Freddie Dixon wollte auch mal punkten, durfte auch und legte in der 45. Minute sicher ab. Kahden mit dem Kick zum 36:00. Kann man so lassen, wäre schon geil gewesen, doch Nürnberg bekam immer mehr Appetit. 

Wer will, wer will, wer hat noch nicht? – Grafenwöhr findet kein Rezept

Kam der Titans-Zug mal ins Rollen wurde er schon nach wenigen Metern von Shane Crawford zum Entgleisen gebracht. Immer wieder warf sich der der Hüne in die Tacklings als gäbe es kein Morgen, riss einem Presslufthammer gleich Löcher in die wehrlose Defense der Oberpfälzer und fraß sich in Richtung Malfeld wie der Tunnelbohrer auf der Linie U3 nach Großreuth.

Shane Crawford bei der Arbeit, Ende des Weges für den Gegner. Foto: Beazly

In der 58. Minute bewies er dann, wiederum nach einer Attacke aus der Abteilung Kawumm, auch noch das richtige Auge für seine Mitspieler und ermöglichte Alexander Weiß mit einem platzierten Offload den Versuch zum 41:00. Für diese Leistung ist Crawford zurecht unser „Man of the Match“. Die Schlusspunkte setzten dann Kahden, Osorio und Will.

Dominanz neu definiert – Sommer, Sonne, Erdrutschsieg

„Wir haben heute gezeigt, dass wir unser Handwerk beherrschen“, gab Coach Zielinski zu Protokoll, „Grafenwöhr hat wirklich kein schlechtes Spiel gemacht, doch wir haben gesagt, wo es langgeht.“ 80. Minuten lang das Spiel zu kontrollieren ist ein Kunststück, das man auch gegen vermeintlich schwächere Gegner erst mal abliefern muss. Und die Titans sind alles andere als leichte Beute, das zeigte ihre knappe 27:29 Niederlage am letzten Samstag in Bad Reichenhall. Skipper Olaf Will: „Wir haben uns heute selbst bewiesen, dass wir das Zeug zum Spitzenreiter haben. Wir sind kein Überteam, aber uns muss man immer auf dem Zettel haben.“ Klare Ansage, der Würzburger RK wird sie gehört haben und vorbereitet zum Frankenderby am 22.04. nach Nürnberg reisen.

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