Der längste Rugby-Tag des Jahres

1846 Nürnberg empfängt München RFC II – WM Finale in London

Egal ob seit Jahren dabei oder erst seit wenigen Wochen an Rugby interessiert, dieser Samstag bietet dem Fan Unterhaltung satt. Denn neben dem großen Finale dieses fantastischen Rugby World Cup (Live auf Eurosport, 17.00 Uhr) gibt es wieder live Rugby in Erlenstegen. Damit beide Ereignisse verfolgt werden können, wird das Spiel gegen den aktuell Tabellenzweiten aus der Landeshauptstadt schon um 12.30 Uhr angekickt.

Selbstvertrauen bildet Basis – solide Technik soll Sieg bringen
„Das Team ist im Augenblick mental voll da“, beschreibt Coach Arne Zielinski sein Team vor dem Clash. „Dass wir gegen Augsburg bis zur allerletzten Minute voll da waren und dann auch noch mit dem Sieg belohnt wurden zeigt, dass wir aus den Fehlern der ersten Spiele gelernt haben“. Hatten die 46er Herren in den ersten Spielen noch Probleme ihre Konzentration, entweder von Anfang an oder über das gesamte Spiel hinweg, auf „Fight“ zu stellen, so zeigte sich bei, 17:15 Sieg am letzten Samstag eine andere Truppe in Erlenstegen. Eine, die das Spiel vom Kickoff an kontrollierte und Augsburg in der eigenen Hälfte regelrecht festnagelte. Zwar eroberten die Fuggerstädter in diesem packenden Spiel zwischenzeitlich die Führung, doch die 46er ließen mit ihrem Druck bis in die Nachspielzeit nicht nach und zwangen die Augsburger so zu den finalen Fehlern, welche die bunten Harlekine durch drei aufeinander folgende, schnell ausgeführte Strafkicks in Tordistanz und schließlich mit dem Schlusspfiff in Führung brachten.

Das Ruck als Schlüssel – Heimsieg hält Nürnberg im Rennen
Das Ruck wird sich dann am Samstag als Schlüsselsituation erweisen. Durch breite Gates wurde dem Gegner im Breakdown immer wieder die Möglichkeit gegeben, den Ball zu erobern. Das soll abgestellt werden. „Wir haben diese Woche hart an den Standards, vor allem am Breakdown gearbeitet, um München noch besser kontrollieren zu können. Noch so ein Herzschlagfinale wie gegen Augsburg hält ja keiner aus“, beschreibt Kapitän Sascha Roth die Bemühungen der 46er. Ein Sieg muss her, so halten die fränkischen Harlekine ihren Knotakt zur Tabellenspitze.

Überwältigende Resonanz auf Rugby-WM – auch in Nürnberg
Am Samstag finden dann die Rugby-Festwochen ihren lang ersehnten Höhepunkt mit dem Finale der Rugby-WM in England. Wenn am Samstag Titelverteidiger Neuseeland auf den Erzrivalen aus Australien trifft, werden viele Millionen Menschen rund um den Globus live dabei sein. Und ob des großen Zuschauerinteresses an den Liveübertragungen in Deutschland und den immer mehr Zuschauern bei Spielen der 46er, kann man auf eine positive Entwicklung auch hierzulande hoffen. Dieser vielfältige Sport ist es wert. Der TSV 1846 Nürnberg will es am Wochenende wieder unter Beweis stellen.

Wir sind bereit. Wir sind 1846 Nürnberg. Wir sind #HeissaufRugby

Heimspiel Regionalliga Bayern 2015/2016: TSV 1846 Nürnberg vs. München RFC II
31. Oktober 2015, 12.30 Uhr,
Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30, 90491 Nürnberg

Es ist angerichtet: Heimauftakt und Neuer Coach!

[Pressmitteilung TSV 1846 Nürnberg e.V. Rugby vom 6.10.2015]

Während in Twickenham und Co. die Profis auch unter den interessierten Augen des deutschen Publikums ihren Weltmeister ausspielen, läuft in Bayern die Regionalligasaison auf vollen Touren. Die 46er hatten allerdings nach ihrem erfolgreichen Auftakt gegen Allgäu Rugby in Kempten eine 4-wöchige Spielpause. Die wurde aber genutzt um ein brennendes Problem zu lösen. Trainersuche: Mission accomplished!

Arne Zielinski übernimmt Traineramt – Will bleibt Assistent

Nach über einem Jahr ohne Trainer übernimmt nun Arne Zielinski die Herrenmannschaft des TSV 1846. Unterstützt wird er weiterhin von Olaf Will, der sich nun jedoch wieder stärker auf seine Rolle als Spielmacher konzentrieren möchte. Zielinski ist seit dem Frühjahr teil der Nürnberg Rugby Family und übernahm seit Sommer probeweise das Training. Die positiven Erfahrungen aus dem gemeinsamen Trainingseinheiten führten schnell zu der Überzeugung, „das passt!“. Der dreiunddreißigjährige Geschäftsführer eines Bildungsträgers in der Region Nürnberg spielte lange Jahre in Hannover und Braunschweig Bundesliga-Rugby und fühlt sich nun in Franken heimisch.
Patrick Sohr, Abteilungsleiter Rugby beim TSV, freut sich über das Engagement von Ex-Budesligaspielers. „Das ist ein Glücksgriff. Arne kommt ‚von Außen‘, besitzt eine natürliche Autorität und gibt dem Training eine klare und zielführende Struktur. Die Spiele zeigen sich dadurch schon jetzt voll motiviert und nehmen alle Neuerungen im Trainingsbetrieb mit Eifer auf. Das bringt die dringend benötigte Ruhe rein.“
Kapitän Sascha Roth hofft, dass ein Gegenüber zur Mannschaft dieser Halt und Stabilität gibt um sich weiter zu entwickeln. „Es ist schön sich wieder einfach aufs Trainieren uns Spielen konzentrieren zu können. Wir wollen das unbedingt in Tabellenpunkte umsetzten.“

Botschafter für begeisternden Sport – Angriffsrugby als Weg zur Spitze

Zielinski selbst gibt derweil im Training ruhig aber merklich den Ton an. Er hat Ziele und weiß mit welchen Methoden er sie erreichen will.
„In sportlicher Hinsicht wollen wir vor allem positives Angriffsrugby spielen. Dies in erster Linie natürlich, weil die Mannschaft die Voraussetzungen dafür mitbringt. Gleichzeitig wollen wir damit Botschafter einer begeisternden Sportart sein, die sich durch Dynamik und Teamgeist auszeichnet.“
Um dieses Ziel zu erreichen muss aber auch an den Basics gearbeitet werden. Spielverständnis und technische Fähigkeiten sind für ihn der Schlüssel. „Ein Spieler, der die Situation richtig deutet und über entsprechenden Fähigkeiten verfügt, wird im Spiel immer die richtige Entscheidung treffen. Und das brauchen wir für unser angestrebtes Angriffsrugby.“

München StuSta II als unsichere Herausforderung

In wie weit die 46er dieses Konzept schon verinnerlicht haben, wird sich am Samstag im ersten Heimspiel der Saison auf dem Waldsportplatz in Erlenstegen zeigen. Mit der zweiten Garde der StuSta Rugby München kommt ein völlig unberechenbarer Gegner in die Frankenmetropole. An einem Spieltag, kaum in Mannschaftsstärke angereist, selbst von vermeintlich kleinen Gegner zerlegt, können am anderen Wochenende viele erfahrene Kräfte die Münchner zum Sieg peitschen. So geschehen am letzten Wochenende in Würzburg (32:14). Welche Mannschaft an diesem Wochenende anreist wissen wir nicht. Nur dass wache 46er in der Lage sind jeden Gegner in der Liga zu schlagen. Ein engagierte Trainer wird dabei sicherlich nicht schaden. Im Gegenteil

Wir sind gespannt. Wir sind #HeissaufRugby