Nürnberg kann den Titel klar machen – Besonderes Rahmenprogramm zum Abschluss

Am Samstag, den 03.06.2017 empfängt der TSV 1846 Nürnberg den München StuSta

Das letzte Heimspiel der Saison ist immer etwas Besonderes. Allein schon deshalb laufen in Erlenstegen die Vorbereitungen für das große Finale auf Hochtouren. Mit OpenAirPub und Foodtruck wird den Gästen wieder der Besuch zum Erlebnis gemacht. Und wenn es dann klappt, mit dem Heimsieg gegen Studentenstadt Rugby München II, dann können die 46er die tolle Saison mit dem bayerischen Meistertitel krönen.

Der grüne Tisch macht es spannend – doch Nürnberg hat es selbst in der Hand

Die Rückrunde beinhaltete dann doch ein paar Nackenschläge für die 46er. Die knappen Niederlagen gegen den RFC München und den RC Unterföhring und die vor dem letzten Spieltag am Grünen Tisch aufgrund der Streichung der Rose Tower Titans aus der Wertung eingebüßten 10 Tabellenpunkte schmerzten die Franken nicht nur, sondern warfen sie auch auf Platz zwei mit vier Punkten Rückstand hinter den RCU. Dahin ist sie, die makellose Bilanz aus der Vorrunde. Doch zu keinem Zeitpunkt büßten die bunten Rugger aus Nürnberg ihr größtes Kapital ein: tolles Angriffsrugby und erstklassige Unterstützung von den Rängen. Und deshalb ist noch alles drin!

Kantersieg gegen Augsburg als Basis – Die „Phantome“ testen gegen SG Bamberg/Coburg

Der 39:12 Bonuspunktsieg gegen Augsburg am vorletzten Spieltag ermöglicht die Meisterschaft mit einem einfachen Sieg gegen München, da für den RCU die Saison schon am letzten Spieltag endete. „Alles auf ein Karte“, freut sich Trainer Arne Zielinski, „so haben wir es selbst in Hand und können am Ende mit dem Ergebnis leben. Wäre blöd gewesen, wenn die Meisterschaft am Grünen Tisch entschieden worden wäre. Wir wollen am Samstag ein ‚Best of 46er‘ zeigen, indem wir unser Spiel durchziehen und auch noch die letzten Fehler abstellen.“ Vor dem Kickoff darf wieder das, noch nicht offizielle, Nürnberger Perspektivteam antreten, diesmal gegen die Würzburger „Zweite“ (Kickoff 12.30). Von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr öffnen dann ThirstyBaker und der RibWich Foodtruck ihre Dependancen am Waldsportplatz.

Pack mer´s! Wir sind 46er! Wir sind #heissaufRUGBY!

Ausgerechnet Unterföhring – Nürnberg verliert Spitzenspiel

Die 46er verlieren gegen den Verfolger RC Unterföhring im Thriller denkbar knapp mit 9:10

(Tabellenführer + letzter Verfolger) + (herrliches Wetter x klasse Fans) + (nahendes Saisonende – Unsportlichkeit) = Spitzenrugby in Nürnberg. Man konnte sich ausrechnen dass in diesem Spiel einiges geboten sein würde und keine der beiden Mannschaften mehr Geschenke verteilen wollte als freundliche Worte. Die Gleichung ging auf, wenn auch am Ende mit einem anderen Ergebnis als in Franken erhofft. Denn im Gegensatz zur Mathematik kommt es im wahren Leben immer anders als man denkt. Wer jetzt mit dem Autor dieser Zeilen darüber grübelt, warum man dann zu Schulzeiten auch in Mathe nur 5er hatte, wird sich bei den Auswirkungen des Spieles 1846 gegen RCU auf die Meisterschaftsfrage sicherlich eher auf das Bauchgefühl verlassen müssen, als auf die nackten Zahlen. Die 170 Zuschauer auf dem Waldsportplatz fühlten sich dennoch prächtig unterhalten.

Voller Einsatz für die Meisterschaft – am Ende verrechnet?

Unterföhring rackert, Nürnberg ackert, keiner erntet wirklich

Gleich von Beginn an wurde den Kiebitzen klar, das heute wird kein Punktefestival wie die letzten Spiele auf dem Waldsportplatz. Tackling folgte auf Tackling, Ruck auf Ruck und leider auch Fehler auf Fehler. Zwar nutzte Schluss Rico Kahden den ersten Penalty in der 10. Minute, um 3 Punkte auf die Tafel zu bringen, allerdings schaffte man es immer wieder in Rucksituationen den Ball leichtfertig an die druckvoll agierenden Gäste zu verlieren. Diese konnten zwar immer wieder ansehnliche Läufe liefern, glänzten aber nicht gerade mit präzisem Passspiel. Einzig die energischen und effektiven Tacklings der 46er fielen ins Auge. Die RCU versuchte mit Härte zu kontern, Eberl schoss aber über das Ziel hinaus und wurde mit Gelb für 10 Minuten zum abkühlen geschickt. Kurz zuvor konnte mit Rangelow der RC-Flügel ins Malfeld der Hausherren eintauchen, allerdings wurde mit vollem Einsatz zweier Franken der Ball hochgehalten. Die Oberbayern glänzten ebenfalls mit energischer wie erfolgreicher Verteidigung und provozierten ein ums andere Mal die Nürnberger zu Fehlern und Fouls. Harris konnte zwar nur einen Penalty zum 3:3 in der 26. Minute verwandeln, dennoch gerieten die Nürnberger spürbar unter Druck. Dieser hielt die 46er meist in der Verteidigung und ließ kaum Luft für das so bewährte Angriffsrugby. In Minute 31. konnte man allerdings bis zur Linie der Gäste durchbrechen, wurde aber noch auf selbiger gestoppt.

Unterföhring machte ordentlich Dampf! Foto: Beazley

Wenig Punkte aber viel Action – Beide Mannschaften mit viel Engagement

Durchgang zwei startete ähnlich wie die ersten 40 Minuten, nämlich mit einem erfolgreichen Penalty für Kahden in der 41. Minute zum 6:3. Weiterhin verteidigten beide Mannschaften aufopferungsvoll und effektiv, die 46er gingen immer wieder, von „Man of the Match“ Benedikt Aumann geführt, zum Angriff über. Dennoch konnte die RCU Abwehr selten entscheidend überlaufen werden. Immer wieder störten Penaltys den Spielfluss und gelegentlich schlichen sich auch klare Fehlentscheidungen des Referees in das Spiel ein. So wurde Hakler Flo Mende in der 74. Minute 8 Meter vor dem Malfeld vom letzten Verteidiger mit einem regelwidrigen Hightackle zu Fall gebracht. Dieser wurde zwar geahndet, jedoch nicht mit einem Strafversuch sondern „nur“ mit einem Penalty. Diesen verwandelte Kahden gewohnt souverän zum 9:3. Nun entwickelte sich eine Endphase mit der so niemand gerechnet hatte. Gekämpft wurde nun mit offenem Visier, kein Team ließ in seinen Bemühungen um einen Versuch nach. Unterföhring gab sich in dieser Situation energischer und mit mehr Drang nach vorn, was dann auch in der 80. Minute mit einem Durchbruch und Versuch von Eberl nahe der Außenlinie zum 9:8 belohnt wurde. Aufgrund der durchwachsenen Kickquote des Unterföhringer Harris im bisherigen Spielverlauf rechneten sich wohl viele Nürnberger einen äußerst knappen Sieg aus, musste er doch die Pille vom äußersten Punkt des Spielfeldes zwischen die Stangen befördern. Doch hier wollte wohl eher die Chaos-Theorie, denn das Gesetz der Serie ihren Einfluss geltend machen und so zimmerte Eberl den Ball quasi mit dem Schlusspfiff zum 9:10 über die Querlatte. Selten erlebte man den Waldsportplatz stiller, selbst die Gäste benötigten eine kurze Schrecksekunde, um den ersten Sieg eines Gastes auf der nun gestürmten Festung Waldsportplatz zu realisieren.

Bene Aumann als „Man of the Match“ mit Ball immer voran! Foto: 201-photograpy.de

Ungewohnter Druck ließ nur Raum zum reagieren – Neuzugänge gut integriert

Relativ durchwachsen fiel dann auch die Matchanalyse des Trainers aus. „Wir haben uns viel zu viel in die Defensive drängen lassen und haben es nicht geschafft das Heft in die Hand zu nehmen. Da hätte das Gamemanagement deutlicher sein müssen“ meint Arne Zielinski nach dem Spiel. „Allerdings waren unsere Standardsituationen gut aufgesetzt und wir haben unsere beiden Neuzugänge Alexander Watt und Jonathan Stief gut integrieren können. Dass die Jungs nie ihre Motivation und Konzentration verloren haben, stimmt mich versöhnlich.“ Kapitän Olaf Will fand auch dann die Performance an sich nicht wirklich schlecht: „Ja, der Drang nach vorn, der effektive Pass hat deutlich gefehlt. Allerdings waren wir immer voll da und haben zu keinem Zeitpunkt die Flinte ins Korn geworfen. Unterföhring war am Ende einfach einen Tick cleverer und hat sich die Punkte verdient. Ich bin dennoch stolz auf unsere Leistung und glaube fest an den Titel.“ Der ist auch immer noch aus eigener Kraft zu holen, es braucht nur zwei Bonuspunktsiege in Augsburg und gegen München am letzten Spieltag zuhause. Dann würde zu ersten Mal seit 2010 der Meisterpokal wieder in Nürnberg gestemmt. Die 46er werden, darauf können die Fans zählen, nochmal alles daran setzen, dass die Saisonabschlussparty (mit OpenAirPub und RibWich Foodtruck) somit ihre Krönung zur Meisterfeier erhält.

Respekt für den Sieger! Foto: Deinzer

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Entscheidung am Waldsportplatz? – Nürnberg empfängt den letzten Verfolger

Am Samstag, den 06.05.2017 empfängt der TSV 1846 Nürnberg den RC Unterföhring – Presseinformation vom Donnerstag, 04. Mai 2017

Wenn am Samstag, den 6.5.2017 mit dem RC Unterföhring der letzte ernsthafte Verfolger versucht den ersten Sieg auf dem Waldsportplatz eines Gastes in diesem Jahr zu erringen, so wird sich für die 46er zeigen, was ihre äußerst dominante Saison bisher wert war. Bei einem deutlichen Sieg ist die Meisterschaft so gut wie in der Tasche, bei einer Niederlage wird es auf ein Fotofinish am letzten Spieltag hinauslaufen. Das wichtigste Spiel des Jahres steht an.

Der Lohn für viele Mühen winkt – die bayerische Meisterschaft!

„Von Spiel zu Spiel“ möchte Coach Arne Zielinski mit der Mannschaft denken und arbeiten. „Denn wer gegen die starken Unterföhringer nicht von Anfang an mit 110% Konzentration auf dem Platz steht braucht eigentlich gar nicht mehr spielen. Den werden sie überrennen.“ Dennoch sieht so gut wie jeder Nürnberg in der Favoritenrolle, konnte man doch die letzten Spiele alle deutlichst für sich entscheiden. Kapitän Florian Mende, erst letzte Woche nach geschäftlicher Absenz wieder in den Kader zurückgekehrt, machte eine gewisse gespannte Vorfreude aus. „Die Jungs sind unglaublich heiß es allen zu beweisen, dass sie es bis zum Ende durchziehen können. Wir wollen den Sieg und wir wollen ihn deutlich.“ Damit am Ende auch endlich wieder der Titel am Ende der Saison den Weg nach Nürnberg findet. Lohn für 3 Jahre Neuaufbau.

Rechenschieber zwischen Frankenmetropole und Mediendörfchen laufen heiß

Nach momentanen Stand wird die Meisterschaft zwar nicht am Samstag entschieden, doch ein Bonuspunktsieg der 46er würde das Polster fast uneinholbar ausbauen. Allerdings droht die Streichung aller Spiele gegen die Rose Tower Titans in dieser Saison, da diese bei einer weiteren Spielabsage wohl aus der Wertung genommen werden. Nürnberg würde dies 10 Punkte kosten, Unterföhring nur 4 da sie keinen Bonuspunkt gegen die Titans errangen und noch ein Spiel ausstünde. Somit wird die Meisterschaft am Ende auch von Entscheidungen am Grünen Tisch beeinflusst. Noch ein Grund mehr am Samstag keine Zweifel aufkommen zu lassen, welche Mannschaft in Bayern die neue Messlatte ist, nämlich mit einem deutlichen Sieg über die Oberbayern das Heft selbst in der Hand zu behalten und Rechenschieber überflüssig zu machen.

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