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Nürnberg überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften

(AG) Am Wochenende 15./16. Juni fand in Karlsruhe die Deutsche Meisterschaft im 7er Rugby der Frauen statt, zum ersten Mal seit drei Jahren wieder mit Nürnberger Beteiligung.

Die 46er mussten im Vorlauf auf das wichtigste Turnier der Saison gleich mehrere personelle Ausfälle verkraften: Franziska Mühlbauer, Lena Jarosch, Lea Mayer und Anke Gülpers fehlten verletzt, die drei u18-Auswahl-Spielerinnen Rosa Ehlert, Pia Aumüller und Pauline Koch standen auch nicht zur Verfügung. Trotzdem konnte der TSV einen starken Kader ins Rennen schicken, zwei der nominierten Spielerinnen – Nicole Price und Lisa Wirth – gaben sogar ihr Debüt für das Nürnberger Team.

An guter Laune mangelt es den 46ern nie – Das Team, die Betreuer und der zahlreiche Support.

Im ersten Gruppenspiel mussten die Nürnbergerinnen gegen den Heidelberger RK ran, der nicht nur als einer der heißen Titelfavoriten galt, sondern das mit der Vize-Meisterschaft später auch bestätigen konnte. Die 46er legten engagiert los, mussten aber leider relativ früh nach einem kleinen Abstimmungsfehler in der Defensive das 0:5 hinnehmen. Wer nun erwartet hatte, dass Heidelberg leichtes Spiel hätte, sah sich getäuscht: Bis zur Pause wurde Nürnberg immer stärker und konnte durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) sogar 7:5 in Führung gehen.
Und selbst als die Favoritinnen in der zweiten Hälfte auf 7:17 davon zogen, gab sich beim TSV keine Spielerin geschlagen und Patrizia Brucklachner (Erhöhung von Emma Gaillot) brachte die spielerische Gleichwertigkeit kurz vor Schluss auch noch aufs Scoreboard. Die denkbar knappe 14:17 Niederlage war zwar ärgerlich, gab den Spielerinnen aber einiges Selbstvertrauen mit auf den Weg.

Maike Chucholowius mit der Spieleröffnung. (Foto: RVBy)

Der Gegner des zweiten Gruppenspiels war der RK 03 Berlin, den die Nürnbergerinnen aus dem Qualifikationsturnier gut kannten – dies hatte Berlin nämlich gewinnen können. Beflügelt von der beeindruckenden Leistung aus dem ersten Spiel ließen die 46er dem vermeintlich stärkeren Gegener Berlin auf dem Platz jedoch keine Chance und fuhren durch Versuche von Emma Gaillot, Maike Chucholowius und Nicole Price einen ungefährdeten, souveränen 15:0-Sieg ein.

Nicole Price war kaum zu stoppen. (Foto: RVBy)

Für das dritte Gruppenspiel gegen den Gastgeber Karlsruher SV rotierte das Trainer-Team die Aufstellung durch, um die Kräfte für den zweiten Tag ein bisschen schonen zu können. Leider zeigte sich diese Veränderung in der Startaufstellung durch fehlende Abstimmung und in der ersten Hälfte ging für den TSV nicht viel zusammen, zur Pause lag man 0:10 hinten. In der zweiten Hälfte jedoch besannen sich die Nürnbergerinnen auf ihre Stärken, verkürzten durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) erst auf 7:10 und nach einem weiteren Versuch des Gastgeber durch Pia Zeitler noch einmal auf 12:15. Die zweite knappe, ärgerliche Niederlage des Tages gegen ein Team, dem man eigentlich auf Augenhöhe begegnet war.

Mit vollem Einsatz gegen Potsdam – die Nürnbergerin Patrizia Brucklachner gibt alles. (Foto: RVBy)

So standen die 46er nach der Vorrunde zwar nur mit einem einzigen Sieg da, waren aber wegen der beiden nur hauchdünnen Niederlagen trotzdem für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert. Dort ging es gegen den USV Potsdam, gegen den man im Qualifikationsturnier vor vier Wochen das Halbfinale verloren hatte. Und auch diesmal zeigte sich Potsdam als die stärkere Mannschaft, Nürnberg fand nie richtig ins Spiel und so war die 0:33-Niederlage am Ende auch in der Höhe verdient.

Gemeinsam kann Gastgeber Karlsruhe bezwungen werden. (Foto: RVBy)

Im folgenden ersten Platzierungsspiel ging es erneut gegen den Gastgeber Karlsruhe, bei dem sich die Nürnbergerinnen für die unglückliche Niederlage vom Vortag revanchieren wollten. Und das gelang überzeugend: Mit druckvoller Defensive und intelligenter Offensive zogen die 46er bis zur Halbzeitpause auf 19:0 davon. Die Versuche kamen von Maike Chucholowius (Erhöhung von Nicole Price) und Pia Zeitler, die einmal ihre unwiderstehliche Geschwindigkeit ausspielen konnte (Erhöhung von Nicole Price) und einmal dem Gegner kurz vor dessen Malfeld den Ball klauen und unbedrängt punkten konnte.
In der zweiten Hälfte spielte der TSV den klaren Vorsprung souverän über die Zeit, auch der Karlsruher Versuch zum 19:7 konnte keine Nervosität mehr auslösen.

Ida Koller mit dem Try-saving-Tackle gegen Germania List. (Foto: RVBy)

Im Spiel um Platz fünf stand Nürnberg dann zum Turnierabschluss dem SC Germania List gegenüber. Inzwischen war der Kader der 46er auf zehn einsatzbereite Spielerinnen geschrumpft und auch von diesen Zehnen waren einige angeschlagen, unter anderem auch Kapitänin Rebeka Jammal. Das Team lieferte der Germania ein spannendes, hartes Spiel und kann trotz der 0:19-Niederlage – die klarer klingt, als sie auf dem Feld anzusehen war – extrem stolz auf den Einsatz und die kämpferische Leistung nicht nur in diesem letzten Spiel, sondern dem ganzen Wochenende sein.

Nach zwei Tagen starker Leistung war die Freude über Platz sechs groß. (Foto: RVBy)

Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass die Rugby-Damen des TSV innerhalb des letzten Jahres gleich mehrere Leistungs-Schritte nach vorne gemacht haben und sich ganz zu Recht bestes Bayerisches Team und sechstbestes Team in ganz Deutschland nennen können. Und wenn das Team in der nächsten Saison so zusammen bleiben sollte und von den Verletzungssorgen dieser Saison verschont bleibt, dann wird auch die nächste Deutsche Meisterschaft nicht ohne die 46er entschieden werden.

Dazu Trainer Eduard Holhos: „Es ist irre, wie sich diese Mannschaft in den letzten zwei Jahren, aber insbesondere seit diesem Winter entwickelt hat! Die harte Arbeit hat sich nun ausgezahlt.“

Kapitänin Rebeka Jammal ergänzt lachend: „Und auch das war noch lange nicht unser Maximum. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aus und das obwohl wir viele Mädels dabei haben, die seit nicht mal zwei Jahren Rugby spielen. Mit uns wird auch nächste Saison wieder zu rechnen sein!“

Endstand der Deutschen Meisterschaft:
1. RSV Köln
2. Heiderberger RK
3. USV Potsdam
4. SC Neuenheim
5. SC Germania List
6. TSV 1846 Nürnberg
7. StuSta Rugby
8. Karlsruher SV
9. Flying Wombats Mainz
10. RFC Dortmund
11. RK 03 Berlin
12. Würzburger RK

Kader:
Patrizia Brucklachner
Maike Chucholowius (VC)
Emma Gaillot
Veronika Horn
Mia Huibens
Rebeka Jammal (C)
Ida Koller
Nicole Price
Sengül Ramadanov
Ina Rasch
Lisa Wirth
Pia Zeitler

Trainer-Team:
Eduard Holhos
Ian Dawson

Physio-Team:
Nils Wulff
Linda Mirschberger

Erster Turniersieg der Saison

Damen bauen ihre Tabellenführung aus

(AG) Am Samstag, den 10. November stand für die Damen des TSV 1846 Nürnberg in Würzburg das letzte Liga-Turnier des Jahres an. Erstmals diese Saison konnte die Mannschaft dabei keinen vollständigen Kader von 12 Spielerinnen anmelden. Das lag zum einen an mehreren kurzfristigen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, zum anderen daran, dass die junge Flügelspielerin Rosa Ehlert mit der u18-Nationalmannschaft in Holland war.
Doch auch diese Tatsache änderte nichts am Nürnberger Hunger auf den ersten Turniersieg in der neuen Liga und der Überzeugung dieses Ziel an diesem Tag erreichen zu können.

Im ersten Spiel geht es nur mit vereinten Kräften.

Die Vorrunde begann für die 46er gegen den FC Eintracht Bamberg etwas holprig. Die engagiert kämpfenden Bambergerinnnen standen defensiv gut und setzten immer wieder offensive Nadelstiche gegen die TSV-Mädels, die einige Minuten brauchten um sich auf dem Platz zu finden. Dann brach Sengül Ramadanov mit ihrem Versuch den Bann und Ida Koller und Lea Mayer (Erhöhungskick von Anke Gülpers) vervollständigten das 19:7 Endergebnis. Das für die Nürnbergerinnen fast traditionell schwere erste Spiel war damit geschafft.

Gegen Erfurt/Halle/Leipzig kommt die Offensive in Fahrt.

Nach nur zwanzig Minuten Verschnaufpause richtete sich der Blick dann schon auf das nächste Spiel gegen die Spielgemeinschaft Erfurt/Halle/Leipzig. Viel Zeit das erste Spiel aufzuarbeiten hatte das Team nicht gehabt, dennoch zeigten es sich deutlich verbessert. Die Offensive kombinierte gefällig und die Nürnberger Spielmacherin Maike Chuchulowius konnte viele schöne Spielzüge einleiten – zwei davon krönte sie selbst mit Versuchen. Die anderen beiden Versuche steuerten Pia Zeitler und Neuzugang Emma Gaillot (Erhöhungskick von Anke Gülpers) bei. Einzig die Defensive war noch nicht so solide wie gewünscht und so fiel das 22:15 Endergebnis für die Nürnbergerinnen unerfreulich knapp aus.

Lea Mayer lässt der Jenaerin keine Chance.

Der Gegner im Halbfinale war der USV Jena, der an diesem Tag stark aufgespielt und in der Vorrunde den Gastgeber Würzburger RK an den Rande einer Niederlage gebracht hatte. Der TSV war also gewarnt und ging gut vorbereitet in diese Partie. Die Defensive stand wie ein Mauer und ließ die Jenaerinnen im gesamten Spiel nur ein einziges mal in die eigene Hälfte vordringen. Der 20:0 Sieg durch Versuche von Emma Gaillot (2x), Pia Zeitler und Lea Mayer war genau so souverän und ungefährdet, wie das Ergebnis es vermuten lässt.

Der Dauerbrenner im Finale – Nürnberg gegen Würzburg

Also standen sich im Finale wieder einmal der TSV 1846 und der Würzburger RK gegenüber – es hat in dieser Saison noch keine andere Final-Paarung gegeben. In der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften gute Aktionen und die Spielanteile waren relativ gleichmäßig verteilt, jedoch konnte nur Würzburg das auch in Zählbares umsetzten. Der 0:12 Rückstand aus Nürnberger Sicht zur Pause spiegelte daher das Spielgeschehen nicht ganz zutreffend wieder.

„Im letzten Finale lagen wir gegen Würzburg zur Pause vorne und haben am Ende unglücklich verloren. Wir waren fest davon überzeugt, dass uns solch ein Comeback heute auch gelingen kannwird Coach Eduard Holhos nach dem Sieg sagen.

Nürnberg dreht das Spiel gegen Würzburg.

Und dieses Selbstvertrauen war den Nürnbergerinnen anzumerken: Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nur Sekunden, ehe ein einfacher Spielzug den Ball zu Ida Koller beförderte, die unaufhaltsam bis ins gegnerische Malfeld vordringen konnte (Erhöhung von Anke Gülpers). Und auch als ein weiterer Würzburger Versuch den Abstand von fünf wieder auf zwölf Punkte vergrößerte, ließen sich die 46er nicht verunsichern. Nur kurze Zeit später war es Pia Zeitler, die auf dem Flügel allen Gegnerinnen enteilen und erneut für Nürnberg punkten konnte. Als dann gegen Ende der Begegnung die Nürnberger Kapitänin Anke Gülpers wenige Meter vor dem Malfeld bei der schnellen Ausführung eines Strafkicks behindert wurde und der Schiedsrichter auf gelbe Karte und Strafversuch entschied, war das Spiel nun auch auf dem Papier absolut ausgeglichen, es stand 19:19. Unmittelbar nach dem folgenden Ankick war die reguläre Spielzeit abgelaufen und der Schiedsrichter sagte die letzte Aktion an. Nürnberg – zu diesem Zeitpunkt in Ballbesitz – wartete geduldig und schließlich tat sich der Unterzahl geschuldet in der Würzburger Defensive eine Lücke auf, die Anke Gülpers ausnutzen konnte um mit dem Schlusspfiff den Versuch zu legen, der den 26:19 Finalsieg für Nürnberg perfekt machte. Wie viel den 46ern dieser Erfolg bedeutet, dem sie diese Saison schon so oft so nah waren, ließ sich an den ausgelassenen Jubel-Szenen nach dem Spiel ablesen.

So sehen Sieger aus! Die #NbgRugbyFamily

Mit diesem Erfolgserlebnis verabschiedet sich die Mannschaft nun in die wohlverdiente Winterpause. Erst am 23. März nächsten Jahres wird die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen um in den letzten beiden Turnieren die Teilnahme am Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft auszuspielen.

Endergebnis:
1. TSV 1846 Nürnberg
2. Würzburger RK
3. USV Jena
4. FC Eintracht Bamberg
5. RC Dresden
6. SG Erfurt/Halle-Leipzig
7. BTS 1861 Bayreuth

Kader:
Maike Chucholowius, Emma Gaillot, Anke Gülpers (C), Veronika Horn, Mia Huibens, Ida Koller, Lea Mayer, Franziska Mühlbauer, Sengül Ramadanov, Pia Zeitler

46er verteidigen ihre Tabellenführung

Erneuter zweiter Platz in der 7er-Liga Süd/Ost

(AG) Am Samstag, den 13. Oktober reisten die Damen des TSV 1846 zu den Erfurt Oaks um dort den zweiten Spieltag der 7er Deutschlandliga Süd/Ost zu absolvieren. Obwohl unter der Woche etliche Spielerinnen angeschlagen oder verletzt ausgefallen waren, konnte das Trainerteam einen starken Kader aufstellen, der sich den Finaleinzug als Ziel gesetzt hatte.

Gegen Dresden muss es der Wille richten – Pia Aumüller ist auf und davon.

Im ersten Spiel gegen Dresden schien den 46ern die Anreise noch ein bisschen in den Knochen zu stecken, denn sie taten sich lange schwer ein flüssiges Zusammenspiel zu entwickeln. Hektik und viele Ballverluste gestalteten das Spiel unnötig schwer. Dann jedoch zeigte sich die offensive Klasse der Nürnbergerinnen und der 26:5 Sieg durch Versuche von Maike Chuchulowius (2x), Pia Aumüller und Pia Zeitler, sowie drei Erhöhungskicks von Anke Gülpers, war letztlich ungefährdet und verdient.

Zufrieden waren die Trainer mit der gezeigten Leistung trotzdem nicht. „Natürlich ist es das Wichtigste das Spiel überhaupt erst einmal zu gewinnen, von daher war das ein erfolgreicher Start,“ ließen sie die Mannschaft wissen: „aber wir müssen unser spielerisches Potenzial noch viel besser auf den Platz bringen.

Pia Zeitler erzielt gegen Bamberg/Bayreuth die ersten Punkte .

Die Rugby-Damen ließen sich das nicht zweimal sagen und zeigten im zweiten Spiel gegen die SG Bamberg/Bayreuth, was die Trainer von ihnen gefordert hatten: Nach einer minutenlangen ununterbrochenen Ballbesitzphase gelang Pia Zeitler der erste Versuch für die Nürnberger ehe die SG kurz vor der Halbzeitpause ausgleichen konnte. Nach Wiederanpfiff war dann deutlich zu sehen, dass die Nürnbergerinnen in der ersten Halbzeit viel weniger Kraft investieren mussten als die Gegnerinnen und in der zweiten Halbzeit noch einen Gang hochschalten konnten. Vor allem Maike Chuchulowius war nicht zu stoppen und steuerte innerhalb weniger Minuten drei Versuche bei, ehe Ida Koller den 29:7 Endstand (zwei Erhöhungskicks von Anke Gülpers) herstellte.

Anke Gülpers sichert mit ihren Erhöhungskicks den Einzug ins Halbfinale.

Dann wurde es kurz noch einmal spannend, da Nürnberg nach den beiden Vorrundenspielen punktgleich mit dem USV Jena war und die Spielpunkt-Differenz zur Ermittelung des Gruppensiegers bemüht werden musste. Hauchdünn – mit lediglich zwei Erhöhungskicks mehr – gewann Nürnberg dieses Rechenspiel und wurde mit der vermeintlich leichteren Halbfinalpartie belohnt.

„Big Push“ gegen den Gastgeber aus Erfurt – Sengül Ramadanov steuert das Gedränge.

Im Halbfinale gegen den Gastgeber SG Erfurt/Halle zeigte sich die Mannschaft dann noch einmal verbessert und ließ von Anfang an keine Zweifel an der spielerischen und taktischen Überlegenheit aufkommen. Zwei Stürmer-Versuche von Sengül Ramadanow und Pia Aumüller und drei Versuche aus der Hintermannschaft von Maike Chuchulowius (2x) und Ida Koller zum 33:10 Endstand sind Zeugnis jener mannschaftlichen Geschlossenheit, die es so schwer macht die 46er vom Punkten abzuhalten. Die vier Erhöhungskicks kamen von Anke Gülpers.

Würzburg kann die quirligen Nürnbergerinnen erst in der zweiten Halbzeit stoppen.

Das Finale war dann eine Wiederauflage des Finals vom ersten Turnier – es ging erneut gegen den Würzbuger RK, der bislang in dieser Saison die einzige Mannschaft ist, die die Nürnbergerinnen besiegen konnte. Die TSVlerinnen gingen hochkonzentriert ins Spiel und konnten die Unterfränkinnen in den ersten Minuten mit ihrem Schwung überraschen. Aus einer stabilen Defensive heraus gelangen Pia Zeitler zwei Versuche, die mit einem verwandelten Erhöhungskick von Anke Gülpers die zwischenzeitliche 12:0 Führung für Nürnberg bedeuteten. Dann jedoch ließen bei den 46ern die Kräfte nach und die Defensive bekam die individuell starken Würzburgerinnen nicht mehr in den Griff. Bei Abpfiff der Partie stand es 12:26 gegen den TSV und Würzburg sicherte sich verdient den Turniersieg.

Da wächst ein Team zusammen, das viel vorhat.

Ein Trostpflaster für die Nürnbergerinnen ist, dass sie in der Tabelle trotzdem noch mit sechs Punkten Vorsprung auf Platz Eins stehen. Die wiederholt starken Leistungen gegen den Favoriten aus Würzburg sind zudem ein Fingerzeig, dass ein Turniersieg diese Saison nicht außerhalb der Möglichkeiten liegt. Die nächste Chance dazu bietet sich am 10. November, wenn der nächste Spieltag beim Würzburger RK ausgetragen wird.

Endergebnis:
1. Würzburger RK
2. TSV 1846 Nürnberg
3. USV Jena
4. SG Erfurt/Halle
5. RC Leipzig
6. SG Bamberg/Bayreuth
7. RC Dresden

Kader:
Pia Aumüller, Celina Celik, Maike Chuchulowius, Marie Dalmasso, Rosa Ehlert, Rachel Grovenor, Anke Gülpers (C), Mia Huibens, Pauline Koch, Ida Koller, Sengül Ramadanov, Pia Zeitler