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46er für Bayern – Nürnberg wieder stark in Auswahlteams vertreten

Nürnberg (md) Der TSV 1846 ist nicht nur Bayerischer Meister, sondern stellt auch immer mehr Talente für die Bayerischen Auswahlmannschaften zur Verfügung. Egal ob Deutsche Landesverbandsmeisterschaft der Herren im olympischen 7er oder im Jugendbereich, überall sind 46er erste Wahl für die Landestrainer. 

Will und Gabedava für Bayern in Hamburg

Wer die beiden Spielmacher der 46er beim Meisterschaftsfinale vermisst hat sei unbesorgt. Beide waren für die Bayerische 7er Auswahl bei den Deutschen Meisterschaften der Landesverbände. Unter den wachsamen Augen von 7er-Bundestrainer Vuyo Zangqa und dessen Co-Tainer Clemens von Grumbkow konnten die Bajuwaren einen herrvoragenden 4. Platz belegen. Insgesamt 12 Landesverbände waren angetreten, am Ende sicherte sich Baden-Würtemberg verdient den Titel in der olympischen 7er-Variante.

Die bayerische 7er-Auswahl mit Olaf Will (vorne, 3. v.r.) und Kote Gabedava (4 v.r, stehend). Foto: RVBy

U18-Damen bei Abschlussturnier in Unterföhring – Vorbereitung auf Meisterschaft

Neben den 46er-Ladies  waren auch einige unserer U18 Mädels  als Teil des Bayern U18W Kaders am 16.06.18 beim Turnier in Unterföhring am Start.
Pia Aumüller und Rosa Ehlert haben für Bayern die Hakler und Flügel Positionen besetzt, leider konnte bei diesem Turnier Pauline Koch nicht mitspielen (Fingerverletzung). Trotzdem hat sie selbstlos die Mädels durchgehend mit Wasser versorgt und die Linienrichter-Verpflichtungen übernommen, um den spielenden Mädels etwas Kraft zu sparen.
Ehlert überzeugte vor allem durch effektive und blitz-schnelle Angriffsaktionen, während Pia Aumüller eine sehr dominante Verteidigungsleistung brachte.
Beide haben einiges für die Auswahl geleistet und das Spiel gegen ihren eigenen Klub hat natürlich besonders viel Spaß gemacht! Ein sehr gelungener Tag mit viel Rugbyfreude!

Die 46er-Ladies mit dem Nachwuchs der Bayerischen Auswahl. Foto: Hull

Für die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände wurden für den U18 Kader der Damen Rosa Ehlert, Pauline Koch und Lucie Wittenberg von Landestrainer Peter Hull nominiert. Pia Aumüller ist aufgrund einer schulischen Veranstaltung leider verhindert.

7er Landesverbandsmeisterschaft U16 und U18 in Regensburg

Auch bei den jungen Herren der Schöpfung gibt es wieder erfreuliches zu berichten. Für die Landesverbandsmeisterschaft der Herren U16 am 30.6. in Regensburg wurde wieder Carl Heydenreich von Landestrainer Ian Dawson nominiert und Nontari Tsakalidis hält sich als Ersatz bereit.

Für die U18 Herren vertreten Levi Schuler und Markus Pesker die 46er und Nils Gröschner steht als Ersatz zur Verfügung.

Wir gratulieren allen nominierten Spielerinnen und Spielern, wünschen den Teams viel Erfolg und vor allem viel Vergnügen.

Nürnberg ist #heissaufRUGBY

 

TSV 1846 ist Bayerischer Meister – 2. Bundesliga wir kommen

Nürnberg (md) – Mit einem 102 : 10 Erdrutschsieg über Studentenstadt Rugby München schließen die 46er eine außergewöhnliche Saison als Bayrischer Meister ab und sind einziger Aufstiegskandidat in die 2. Rugby Bundesliga! Knapp 200 Fans feierten einen tollen Finaltag.

Viel geboten für die Zuschauer, viel zu tun für die Spieler. So muss Rugby. Foto: Fat Robot

Der vollgepackte letzte Spieltag in Erlenstegen sollte nochmal ein ganz besonderer werden. Wie üblich mit kulinarischen Rahmenprogramm vom RibWich über kühles Fassbier vom ThirstyBaker und sportlichen Highlights. Denn bevor die erste Herrenmannschaft das idyllischste Stadion der Stadt betrat wollte „die Zweite“ ihren ersten Sieg in der Verbandsliga gegen den FC Eintracht Bamberg einfahren. Doch trotz dem ersten Verusch des Spiels konnte die Reserve der 46er den Vorsprung nicht ausbauen und bis zum Ende halten. Die sehr konzentriert und agil spielenden Bamberger schafften es immer wieder die Verteidigung ins schwimmen zu bringen und gewannen die Partie mit 24:13. Für die zweite Mannschaft gilt es nun nach der Auftaktsaison zu analysieren wie man das sicherlich vorhandene Potential effektiver auf den Platz bekommt und in der nächsten Runde auch Siege einfährt. Dafür soll nun neben Teammanager Sandro Egerer ein verantwortlicher Trainer das Team betreuen und das Training von der ersten Mannschaft punktuell abgekoppelt werden. Trotzdem soll weiterhin auch gemeinsam trainiert werden um das gemeinsame Spielsystem aufzubauen und einen Wissenstransfer zu ermöglichen .

Beide Teams im Einsatz – so geht ein Rugbyfest. Foto: Fat Robot Photography

Serie der 46er sollte halten – Ziel sportlich unbesiegt sein

Doch das Hauptspiel des Tages sollte die Nürnberger Rugbyseele wieder heilen, alle Vorzeichen dafür standen gut. Sportlich bisher unbesiegt, Niederlagen nur gegen die eigene Nachlässsigkeit und ein Team das seinen Aufstiegsanspruch auch im letzten Spiel mit einer Spitzenleistung unterstreichen wollte.  Dementsprechend motiviert ging der von Deon Myburgh gründlich vorbereitete 22 Mann Kader an die Sache ran. Das Spiel gestaltete sich als furioses Spektakel mit vielen sehenswerten Einzelaktionen und weitgehend ausnahmsloser Spielkontrolle. Vor allem das exzellente Off-Load Spiel begeisterte die Zuschauer. München schaffte es lediglich bis zur Mitte der ersten Halbzeit Wiederstand zu leisten und konnte mit dem einem verwandelten Penalty (9.) und einem schön herausgespielten Versuch inklusive Erhöhung auf 21: 10 herankommen.

Sean Porta war nur selten wirklich zu stoppen Foto: Fat Robot

Doch ab da spielten nur noch die Harlekine aus der Noris und zogen bis zum Halbzeitpfiff auf 40 : 10 davon.  In Durchgang Nummer zwei ging es mit dem kaum zu beschreibenden Spektakel weiter. Sehenswert, wieder ein mal, vor allem ein in der eigenen Hälfte von Onisimo Tukututunavatu abgefangener Knock-on der Münchner, vom Fiji-Export mit gefühlten 46 Millionen Steps bis ins Münchner Malfeld getragener Versuch zum 74 : 10. Auch Mike Kachmer, Sean Porta und Firmin Dinga konnten sich mehrfach auf der Punktetafel verewigen. Der Endstand von 102: 10 wurde da schon zur Herausforderung für die nur auf zweistellige Ergebnisse ausgelegte Punktetafel.

Die Meistermannschaft von 2018 mit 2. TSV-Vorstand Peter Bittner.

Dominanz in der Regionalliga keine Garantie für Erfolg in Liga 2

Auch wenn das Ergebnis vom Samstag eines der denkwürdigsten in der Geschichte dieser Saison ist, so ist er doch sicherlich kein passender Gradmesser für die Chancen der Nürnberger Rugger in der 2. Rugby Bundesliga. Denn klar ist, dass die bundesligaerfahrenen Teams derartige Off-Loads und Einzelaktionen sicher nicht dulden werden. „Die Jungs dürfen jetzt nicht überheblich werden, denn nur weil unsere Gegner in diesem Jahr nicht mithalten konnten, heißt das noch lange nicht das wir auch nur auf einem der Ergebniss ausruhen können. Die Arbeit fängt genau jetzt wieder von Vorne an“, mahnt Deon Myburgh, der sich ansonsten schon auf die neuen Herausforderungen freut.

Jonathan Stief konnte ebenfalls Punkten. Foto: Fat Robot

Doch der sportliche Erfolg der ersten Mannschaft muss nun auch die anderen Bereiche der Abteilung mitziehen, will man nachhaltig Erfolgreich sein. Rico Kahden, Meisterspieler und stellvertretender Abteilungsleiter sagt: „Wir wollen weiterhin versuchen mehr unserer Spielerinnen und Spieler als Trainer und Schiedsrichter weiter zu qualifizieren um auch dem Kinder- und Jugendbereich neue Impulse geben zu können“.  Das die 46er auf einem guten Weg sind bestätigt auch das Feedback der Sponsoren und PArtner. So überreichte Stephan Dirlewanger eine Spende in Höhe von 500 Euro als Meisterschafts- und Aufstiegsprämie. „Dieser unglaubliche Erfolg und die viele Arbeit aller beteiligten wollen wir nochmal extra würdigen“, erklärt der Geschäftsführer von Druckluft Könitzer aus Lauf, dessen Unternehmen auch im nächsten Jahr den offiziellen Spielball präsentiert.

Stephan Dirlewanger übergibt die Feierprämie an Pressepsrecher Martin Deinzer Foto: Fat Robot

Keine Konkurrenz um Aufstieg – Lizenz wohl kein Problem

Nach einer kleinen Trainingspause bis 24. Juli geht es dann auch wieder direkt in die Vorbereitung auf die neue Saison. „Da der Deutsche Rugby Verband bereits eine Rechnung über die Teilnahmegebühr an der 2. Bundesliga gestellt hat, gehen wir davon aus das es auch bei der Lizenzvergabe keine weiteren Probleme geben wird“, freut sich Abteilungsleiter Patrick Sohr. Dann warten neben den Clubs aus dem Rugbymekka Heidelberg (Heidelberger TV, SC Neuenheim), Rottweil, Karlsruhe und Stuttgart auch die drei Clubs aus der Landeshauptstadt München. Mit den ersten Mannschaften des Münchner RFC, der StuSta Rugby München und dem RC Unterföhring wird es also wieder tolle, bayerische Derbys geben. Dann allerdings mit Sicherheit nicht mit Ergebnissen wie in der Regionalliga.

Nürnberg und die #NbgRugbyFamily können sich also auf die neue Saison freuen.

Freude pur!

#heissaufRUGBY #ZweiteLiga #NürnbergIstDabei

 

Diesmal mit Pokal – 46er feiern vorläufigen Saisonhöhepunkt

Nürnberg. Am Samstag den 16. Juni um 15.00 Uhr empfängt der TSV 1846 Nürnberg die StuSta Rugby München II nicht nur zum Saisonfinale der Rugby Regionalliga Bayern, sondern feiert nach Abpfiff die zweite Bayrische Meisterschaft in Folge. Die Nürnberger Herren hatten sich bereits einen Spieltag vor Schluss den Titel gesichert. So findet eine überragende Saison ihren Höhepunkt. Das wird natürlich gebührend gefeiert, diesmal sogar mit dem Pokal.

Das Thirsty Baker wird die Gäste mit kühlen Getränken versorgen

Im letzten Jahr hing der Meisterpokal zum Saisonfinale noch irgendwo in München fest, dieses Jahr ist der Weg der Trophäe aus dem Nürnberger Thirsty Baker nicht mehr ganz so weit nach Erlenstegen. Wer hätte nach dem sportlich gelungenen Auftakt und dem folgenschweren doppelten Punktverlust am „Grünen Tisch“ gedacht, dass die 46er Rugger in dieser Saison alles an die Wand spielen und am Ende sogar einen Spieltag vor Schluss als Meister feststehen. Jetzt noch einen Sieg vor heimischem Publikum gegen die zweite Garde der Bundesligisten aus der Landeshauptstadt und die Traumsaison findet einen würdigen Abschluss. Das Open Air Pub des Thirsty Baker und der RibWich-Foodtruck werden allen Fans und Spielern die Party versüßen und den Waldsportplatz in Nürnbergs idyllischste Partyzone verwandeln.

Auch diesmal wieder dabei: RibWich – Food. Einfach. Lecker

Doch bevor es soweit ist, muss noch einmal alles gegeben werden. „Wir müssen auch im letzten Spiel alles geben, das ist unser Anspruch“, erklärt Deon Myburgh. „Es warten zwei harte Play-offs um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, da darf die Konzentration jetzt nicht nachlassen. Immer auf Sieg, immer mit allem was wir haben“ lautet die Parole. Trotz dem Fehlen einiger Leistungsträger, die parallel mit der Bayerischen Auswahl auf Landesverbandsmeisterschaften in Hamburg unterwegs sind, wird ein hungriges Team bereit sein auch im letzten Spiel siegreich zu sein. Vor dem Finale wird auch Nürnbergs „Zweite“ nochmal angreifen. Das Verbandsligaspiel gegen den FC Bamberg Rugby wird um 12.30 Uhr angekickt. Ein vollgepackter Rugbytag den sich kein Fan des Sportes entgehen lassen sollte.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

Die Ladies übernehmen – Heimturnier der 46er-Damenmannschaft

Presseinformation vom Mittwoch, 18. April 2018

Deutsche 7er Liga Süd der Damen macht am Samstag Station in Nürnberg

Nürnberg. Am Samstag um 10.00 Uhr ist endlich Kick-off zum lange erwarteten Heimturnier der Damenmannschaft der 46er in der Deutschen 7er Liga Süd. Insgesamt kämpfen zehn Teams aus ganz Bayern um wichtige Tabellenpunkte in der olympischen Rugby-Variante.  Die 46er-Ladies um Kapitänin Rebekka Jamal möchten die Qualität ihres jungen Kaders vor heimischer Kulisse von Anfang an demonstrieren und spielen auf Turniersieg.

„Die Qualität ist da, wir müssen sie nur endlich vom ersten Spiel an abrufen“, meint Anke Gülpers und benennt Minimum das Halbfinale als Ziel. Der Blick der Mannschaft, die augenblicklich auf dem fünften Tabellenplatz rangiert, richtet sich demnach auch nach oben. „Wir wollen mit dem Support unserer Nürnberg Rugby Family in Erlenstegen ordentlich nach vorne gehen und alles gewinnen was es zu holen gibt“ sagt Rebekka Jamal, „wir wollen agieren, nicht reagieren.“

Um 17.00 Uhr, wenn das Finale auf dem Waldsportplatz angepfiffen wird, zeigt sich ob die Damen in bunt den Heimvorteil nutzen konnten. Sicherlich werden die Tabellenführer aus der Münchner Studentenstadt und das Überraschungsteam des Würzburger RK dort sicher Einwände haben. Spannende Partien auf hohem Niveau erwarten die Zuschauer.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

14.10.17 10:00 bis ca. 17:30 Uhr Heimturnier Deutsche 7er Liga Süd der Damen

Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

Nürnberg und das verflixte erste Spiel – Rückblick Damenspieltag

Von Anke Gülpers

Derzeit geht es für die Rugby-Damen des TSV im Zwei-Wochen Takt zur Sache. So stand am Samstag, den 7. April der vierte Liga- Spieltag in Augsburg auf dem Programm. Sah es zu Beginn der Woche noch so aus, als könnte das Trainergespann Michl/Holhos/Beazley erstmals in dieser Saison aus mehr als zwölf spielbereiten TSVlerinnen auswählen, mussten verletzungsbedingt kurzfristig noch Anpassungen am Kader vorgenommen werden. Dennoch gingen die 46er zuversichtlich ins Turnier und hatten fest vor, es endlich einmal wieder ins Halbfinale zu schaffen.

Die Absprache war klar: Endlich wieder oben angreifen!

Das war ihnen zuletzt am ersten Spieltag geglückt. Im ersten Spiel wartete mit dem TuS Rugby Fürstenfeldbruck die Überraschungsmannschaft der aktuellen Saison, die seit Wochen konstant um die oberen Plätze kämpft. Die Zuschauer sahen in diesen 14 Minuten eine der engsten und spannendsten Begegnungen des ganzen Tages. Die frühe Nürnberger Führung durch Pia Zeitler (Erhöhungskick von Anke Gülpers) konnten die Fürstenfeldbrucker nicht nur ausgleichen, sondern ihrerseits in eine knappe Führung drehen. Doch die 46er gaben nicht auf, blieben in der mehr von Kampf als von schönen Spielzügen geprägten Partie
engagiert und schafften den erneuten Ausgleich durch Sengül Ramadanow. In der packenden Schlussphase, in der für beide Mannschaften noch alles möglich schien, mussten die Nürnbergerinnen zwei Minuten in Unterzahl auskommen, da die
Schiedsrichterin ein vermeintliches High Tackle mit der gelben Karte bestraft hatte. Lange hielten die 46er auch zu sechst erfolgreich dagegen, den entscheidenden Fürstenfeldbrucker Versuch kurz vor Ablauf der Zeitstrafe, konnten die TSV-Damen dann aber leider doch nicht verhindern. So standen sie durch diese 12:17 Niederlage ein weiteres Mal nach dem ersten Spiel mit
leeren Händen da und musste das Ziel, endlich wieder die oberen Plätze der Tabelle zu erklimmen erneut früh aufgeben. „Ich weiß nicht, was es ist, dass wir uns in diesem ersten Spiel immer so schwer tun,“ fasst Holhos die Nürnberger Enttäuschung zusammen: „Da
müssen wir noch an uns arbeiten, dass wir von der ersten Minute an voll konzentriert sind.“

Voller Einsatz – doch leider wieder nur Trostrunde

Also blieb erneut nur die Trostrunde und der damit verbundene bestmögliche fünfte Platz als Tagesziel. In der ersten Trostrundenpartie gegen den Gastgeber Rugby Football Club
Augsburg zeigten die 46er die schon bekannte Leistungssteigerung nach einem unbefriedigenden Auftaktspiel. Die im Vergleich zum Fürstenfeldbruck-Spiel leicht umgestellte Nürnberger  Hintermannschaft um Kapitänin Rebeka Jammal erwies sich dabei
als Schlüssel zum Erfolg. Zweimal Maike Chuchulowius, zweimal Ida Koller und einmal Pia Zeitler (drei Erhöhungskicks von Anke Gülpers) sorgten für einen ungefährdeten und klaren 31:5 Sieg.
Im zweiten Trostrundenspiel gegen die zweite Mannschaft der Studentenstadt konnten die Nürnbergerinnen ihren Spielfluss weiter verbessern und zeigten eine überragende Mannschaftsleistung. „Sobald wir anfangen den ‚Nürnberger Style‘ aufs Feld zu bringen und den Ball schnell zu passen, sind wir nur schwer zu stoppen,“ begründet Kapitänin Jammal den mit 40:0 deutlich ausgefallenen Sieg. Die Versuche kamen von Anke Gülpers
(2x), Veronika Horn, Anna-Chiara Thum, Ida Koller und Maike Chuchulowius, fünf erfolgreiche Erhöhungskicks von Anke Gülpers.
Im letzten Spiel des Tages ging es dann für den TSV hauptsächlich darum, sich für das nächste Turnier die bestmögliche Ausgangssituation zu erarbeiten.

Nie ohne Support – Anke Gülpers beim Druchbruch

Und auch gegen den Rugby Club Regensburg zeigten die 46er, warum sie – wenn sie einmal warmgelaufen sind – zweifellos in die obere Tabellenhälfte gehören. Wie aus dem Lehrbuch mutete das Passspiel an, das ein ums andere Mal von den schnellen Nürnberger Center- und Flügelspielerinnen in Zählbares umgewandelt wurde. So war auch dieser 41:0 Sieg durch Versuche von Ida Koller(3x), Maike Westhues, Rebeka Jammal, Maike Chuchulowius und Pia Zeitler (drei Erhöhungskicks von Anke Gülpers) zu keinem Zeitpunkt gefährdet und der fünfte Platz am Ende mehr als verdient. Wenn in zwei Wochen am 21. April das Heimturnier beim TSV 1846 Nürnberg ansteht, haben die Rugby-Damen erneut die Chance, den Fluch des ersten Spiels zu besiegen und um einen der ersten vier Plätze zu spielen. Dazu müssen die 46er es aber endlich einmal schaffen, ihre Fähigkeiten auch unter Druck gegen einen starken Gegner abzurufen.

„Die Auserwählten“ – Bitte nicht in Sith-Ladies verwandeln. Danke.

Dass die nötige Qualität in der Nürnberger Mannschaft grundsätzlich existiert, lässt sich schon daran ablesen, dass mit Pia Zeitler, Ida Koller, Maike Chuchulowius und Anke Gülpers – die samstags gemeinsam für 99 der 124 Nürnberger Punkte gesorgt hatten – erneut vier Nürnbergerinnen am Bayerischen Auswahltraining am Folgetag teilnehmen durften. Auswahltrainer Martin Schlemmer hatte für den vorläufigen 7er-Kader zwei praktische und zwei theoretische Einheiten mit Video-Schulung vorbereitet und konnte
erneut mit einer gut gelaunten und hochmotivierten Gruppe arbeiten.
Unter dem Strich also ein durchaus erfolgreiches Wochenende für die Rugby-Ladies des TSV, die die zwei Wochen bis zum nächsten Turnier hoffentlich dazu nutzen können, dann auch beim ersten Spiel schon hellwach zu sein.

Anstrengendes Wochenende für die Nürnbergerinnen: Liga-Turnier und Auswahl-Training

Von Anke Gülpers

Nachdem Anfang März ein Spieltag aufgrund des frostigen Wetters abgesagt werden musste, war es am 24. endlich so weit und die 7er Deutschlandliga Süd der Frauen konnte den diesjährigen Spielbetrieb eröffnen. Allerdings ging auch das nicht ganz reibungslos vonstatten, denn der Austragungsort des Turniers musste spontan von Regensburg nach München verlegt werden. Die Stadt Regensburg ließ alle verfügbaren Plätze witterungsbedingt sperren .

Mit Style der Kälte trotzen – Der Spieltag wurde nach München verlegt

Zum Glück konnte die Studentenstadt München kurzfristig reagieren und die Austragung des Spieltags übernehmen, sonst wäre der Zeitplan für die Nachholspiele noch enger geworden.
Aufgrund des sechsten Platzes im letzten Turnier wurde Nürnberg im Vorrundenspiel gleich gegen einen der stärksten Gegner in der Liga gesetzt: den Würzburger Rugby Klub.
Die Würzburgerinnen zeigten von Beginn an, warum sie den zweiten Platz, den sie am Ende erreichten, absolut verdient hatten. Nürnberg hingegen agierte nervös und hektisch und konnte dem hohen Würzburger Druck nur wenig entgegensetzen. Lag man zur
Halbzeitpause nur knapp mit einem Versuch hinten, wurde es im zweiten Durchgang deutlich und die 46er verloren verdient mit 0:22. Nach dem Spiel war die Analyse von Trainer Andrew Beazley so einfach wie ernüchternd: „Wir haben kein Rugby gespielt. In diesem Sport muss man den Ball passen um zu gewinnen und das haben wir nicht gemacht.“

Gegen Würzburg war trotz Einsatz nix zu holen

Das leidenschaftliche Plädoyer des Trainers für besseres Passspiel verfehlte seine Wirkung bei der Mannschaft nicht: Schon im ersten Trostrunden-Spiel gegen die Spielgemeinschaft Unterföhring/Reichenhall agierten die TSV-Frauen deutlich aktiver und besonnener und waren insgesamt präsenter auf dem Platz. Auch wenn der Spielfluss noch nicht durchgängig aufrechterhalten werden konnte, war der 24:0 Sieg am Ende ungefährdet und verdient. Drei Versuche konnte Maike Chuchulowius beisteuern, den vierten Versuch legte Pia Zeitler. Zwei verwandelte Erhöhungskicks von Anke Gülpers komplettierten das klare Ergebnis.

Maike Chucholowius schaltet gegen Reichenhall/Unterföhring den Turbo ein

Im nächsten Trostrunden-Spiel gegen die zweite Mannschaft der Studentenstadt zeigte sich Nürnberg weiter verbessert und trat mit gestärktem  Selbstbewusstsein auf. Die 46er ließen den Ball immer öfter schnell durch die Hände gehen, warteten geduldig auf Lücken in der gegnerischen Verteidigung und schlugen dann konsequent zu. StuSta wehrte sich tapfer, aber die Nürnberger Mädels ließen nicht nach, sondern blieben weiter hungrig und zielstrebig; das Resultat war ein 43:0 Sieg. Am Ende hatten sieben verschiedene 46er gepunktet, was die mannschaftliche Geschlossenheit eindrücklich dokumentiert. Die Versuche kamen von Ida Koller, Sengül Ramadanov, Anke Gülpers, Julia Lehner, Pia Zeitler und Anna-Chiara Thum, die verwandelten Erhöhungskicks von Anke Gülpers und Veronika Horn. Das letzte Spiel für die TSV-Ladies war dann das um den fünften Platz gegen den University of Bamberg Rugby Club. Im Vergleich zum ersten Spiel des Tages erlebten die Zuschauer eine wie ausgetauschte Nürnberger Mannschaft. Kampf, Taktik, Passspiel, Zusammenhalt, Offensive und Defensive, alles griff perfekt ineinander. Und obwohl die Nürnbergerinnen nicht jede sich bietende Chance nutzen konnten, entstand zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, dass der Sieg gefährdet sein könnte. Das Spiel endete mit 19:0 und war trotz des relativ knapp klingenden Ergebnisses das Beste, was die 46er an diesem Tag gezeigt haben. Zwei der drei Versuche steuerte Maike Chuchulowius bei, einen Anke Gülpers, die auch zwei Erhöhungskicks traf.

Her damit! Kapitänin Rebeka Jamal greift ein

„Rugby kann so einfach sein – wenn man es richtig macht“

Kapitätin Rebeka Jammal war am Ende zufrieden: „Wir haben heute drei Spiele gewonnen und nur eins verloren, das ist doch eine tolle Leistung! Ich bin stolz auf die Mädels, die sich über den Tag so positiv entwickelt haben.“ Und in der Tat hätte das Team nach der Auftaktniederlage gegen Würzburg nicht erfolgreicher sein können. Denn nachdem das erste Spiel verloren war, war der fünfte Platz das beste Ergebnis, das durch den komplizierten Spielplan noch erreicht werden konnte. Diesen Platz dann mit einem kombinierten Punktestand von 86:0 zu erspielen, zeigt einmal mehr, das mit dieser Nürnberger Mannschaft zu rechen ist, wenn sie es schafft, ihr Potenzial abzurufen. Das bestätigt auch Beazley in seinem Fazit: „Die letzten Spiele waren toll anzusehen. Rugby kann so einfach sein, wenn man es richtig macht. Wenn wir das vom ersten Spiel
an zeigen, können wir um die vorderen Plätze mitkämpfen.“

Nach dem Turnier ist vor dem Auswahltraining – 4 Nürnbergerinnen an Bord

Viel Zeit für Trainingsarbeit bleibt allerdings nicht, denn schon am 07. April steht der nächste Spieltag in Augsburg auf dem Plan. Dort ist das Ziel ganz klar das erste Spiel des Tages zu gewinnen um sich die Chance auf die vorderen Plätze nicht gleich zu Beginn zu verbauen. Während die meisten Spielerinnen nach dem  anstrengenden Turniertag in die Regenerationsphase übergehen konnten, ging es für vier Nürnbergerinnen intensiv weiter:
Martin Schlemmer, der Trainer der Bayerischen 7er-Auswahl, hatte Ida Koller, Maike Chuchulowius, Pia Zeitler und Anke Gülpers zusammen mit einigen weiteren bayerischen Spielerinnen zum ersten Kader-Training des Jahres 2018 nominiert, das am Tag nach dem Turnier am gleichen Ort abgehalten wurde. Bei strahlendem Sonnenschein wurden zwei theoretische und zwei praktische Einheiten absolviert, die den vom Vortag noch belasteten Spielerinnen viel abverlangten. Auf hohem Niveau wurden Fitness, Technik und Taktik trainiert, um den Grundstein für die Landesverbandsmeisterschaft am 30. Juni zu legen. Und obwohl bis dahin noch knapp die Hälfte der derzeit mehr als 20 nominierten Spielerinnen den Kader verlassen müssen, war der Trainingstag von freundschaftlicher Stimmung, gegenseitiger Unterstützung und vereinsübergreifendem Gemeinschaftsgefühl geprägt – eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten. Das nächste Kader-Training wird am 08.04., also gleich einen Tag nach dem Turnier in Augsburg stattfinden. Nach jetzigem Stand ist es wahrscheinlich, dass alle vier
Nürnbergerinnen erneut eingeladen werden.

Läuft! Bis zum nächsten Turnier, Freude!

Jährl. Abteilungsversammlung bei den #46ern

Bei der gestrigen Abteilungsversammlung der #46er erstattete das Orga-Team um Abteilungleiter Patrick Sohr den interessierten Mitliedern Bericht über das vergangene Jahr. Über 60 Mitglieder fanden den Weg ins The Thirsty Baker, lauschten und diskutierten engagiert für 2 1/2 Stunden.
Das Orgateam blickte auf das erste Jahr der neuen Leitungsstruktur zurück und die Anwesenden wählten die bereits kommisarisch tätigen Sandra Beslic (Jugendleiterin), Hannah Schmidt (Teammanagerin Damen) und Sandro Egerer (Teammanager Herren II) offiziell in ihre Ämter.
Für großen Applaus sorgte die Arbeit von Kassenführer Sven Franke, der der Versammlung eine haushalterische Punktlandung für 2017 präsentierte. Selbst ohne noch ausstehende Forderungen und trotz vielfältiger Investitionen wurde das Geschäftsjahr mit lediglich rund 200 Euro Defizit gegenüber dem Haushaltsplan abgeschlossen.
Die Teammanger und Jugendleiter berichteten über die sportlichen Erfolge und die Öffentlichkeitsarbeit aus ihrer Arbeit.
Dennoch gibt es noch einige Herausforderungen, wie z.B. die Vitalisierung der Jugendarbeit, die Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern sowie die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur. Um die nächsten Schritte anzugehen wurden drei Maßnahmen vorgestellt:
– Stefan Zeitz wird sich im nächsten Jahr kommissarisch als Lehrwart um die Entwicklung und Koordinierung der Trainer- und Schiedsrichterausbildung sowie die Konzeption eines Ausbildungsfonds kümmern
– Es wird wieder eine regelmäßige Trainer-Konferenz geben
– Möglichst noch im März soll es eine Zukunftswerkstatt geben um mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen festzulegen

Lediglich angerissen werden konnte der aktuelle Stand der Sanierungsplanungen im Gesamtverein für den Waldsportplatz. In einem ersten Schritt sollen nun die Duschen und Umkleiden renoviert werden.

Alles in allem befindet sich die Abteilung nach den umfassenden Neustrukturierungen auf einem sehr guten Weg. In den letzten 2 Jahren wurden die notwendigen Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Abteilung gelegt und ein Plan für die Weiterarbeit entwickelt.
Die 46er dürfen mit Stolz sagen: „Weiter so!“
Im Anschluss an diese Sitzung wurden natürlich noch die NatWest 6 Nations verfolgt.

Stellungnahme der Abteilungsleitung vom Montag, 13. November 2017

Urteil des Schiedsgerichtes wird zur Kenntnis genommen – Abteilungsleitung sieht Vorstand des RVBY in der Pflicht für Klarheit zu sorgen

Nürnberg. Die Abteilungsleitung des TSV 1846 Nürnberg e.V. Rugby nimmt das Urteil des Schiedsgerichtes des Rugbyverbands Bayern e.V. vom 11.10.2017 zur Kenntnis. Das Urteil wurde akzeptiert, da eine weitere, aus unserer Sicht erfolgversprechende, Revision beim Sportgericht des Deutschen Rugby Verbandes die ehrenamtlich Tätigen in unserem Verein über Gebühr zeitlich belasten würde. Dennoch möchten wir den Bayerischen Rugby Verband und die ihm angeschlossenen Vereine auf grobe Unstimmigkeiten in der aktuellen Anwendung der Spielordnung hinweisen.

Das Schiedsgericht hat in seinem Urteil aufgrund unseres Einspruches vom Oktober 2017 entschieden, dass die Entscheidung der Spielleitenden Stelle bestand hat, obwohl die Spielordnung des RVBY eindeutig ein anderes Verfahren festlegt. Auf Rückfrage begründete das Gericht, dass es die Spielleitende Stelle vor der aktuellen Saison vom Schiedsgericht „autorisiert, Entscheidungen […] selbstständig zu treffen“. Dies solle den Vorgang „bei eindeutigen Situationen […] an sich [zu] beschleunigen“.
Die Abteilungsleitung des TSV 1846 Nürnberg e.V. Rugby stellt fest, dass diese „Autorisierung“ jeglicher formalen Grundlage, in der Spielordnung und der Satzung des RVBY, entbehrt und somit in unseren Augen eine eklatante Eigenmächtigkeit der Organe des RVBY offensichtlich werden lässt. Des Weiteren wurde diese „Autorisierung“ in keiner Weise den Vereinen im Vorfeld der Saison zugänglich gemacht. Somit ergibt sich in unseren Augen für die im Spielbetrieb des RVBY e.V. befindlichen Vereine eine nicht hinnehmbare Intransparenz und Planungsunsicherheit. Gerade für unseren Sport, der seine Gesetze so hoch hält, sollte auch die Verbands- uns Vereinsorganisation sich an die festgeschriebenen Spielregeln halten. Der RVBY e.V. hat angekündigt die Vereine strenger zu prüfen, das ist legitim. Doch sollte sich der RVBY e.V. dann ebenfalls einer strengeren Prüfung stellen.
Wir haben ein starkes Interesse daran, gemeinsam mit allen Beteiligten die Standards unserer Arbeit weiter zu erhöhen und ersuchen daher alle Vereine und den RVBY e.V. diese Lücken im Regularium zielführend zu schließen. Wir fordern den Vorstand des RVBY e.V. in diesem Sinne auf, für alle Beteiligten Klarheit zu schaffen, und die derzeitig angewandte Praxis zeitnah, rechtsverbindlich und öffentlich zu erläutern, um für den Rest der Saison Planungssicherheit zu haben. Des Weiteren stellen wir den Antrag an den Bayerischen Rugby Tag die entsprechenden Regelungen in der Spielordnung zu aktualisieren oder zu bestätigen.
Wir hoffen auf eine produktive Diskussion, die zu einer Verfahrensoptimierung und Rechtssicherheit für alle Beteiligten führt, und damit Rugby in Bayern insgesamt voran bringt.
Mit sportlichen Grüßen
Patrick Sohr und Vertreter

Die Schlacht im Schlamm – Nürnberg II unterliegt Coburg

Zweites Spiel. Zweite Niederlage. Zweite mal Defensiv-Bonuspunkt. Zweite mal die zweite Halbzeit gewonnen. Zweite Mannschaft eben.
21 Spieler machten sich am Samstag, mit der Zweitvertretung bei nass-kaltem Wetter auf zu ihrem ersten Auswärtsspiel beim TV 1848 Coburg. Darunter 6 Spieler mit ihrem ersten Punktspiel für die 46er, 2 davon aus der Jugend.

Das es kalt sein und immer wieder mal regnen werden würde, wussten die 46er. Darauf hat man sich schon eingestellt. Womit man erst mal nicht gerechnet hat, war der tiefe, rutschige Rasen in Coburg. Weil der gefühlt auch noch breiter als lang erschien, war auch klar, dass jeder Penalty vermieden werden muss, sonst verteidigt man ganz schnell auf der Mallinie.

Für die Mannen um Sven Franke war in der Vestestadt nix zu holen Foto: M. Köhler, brandpirate.de

 

Aber genau so kam es dann. Die eingespielten Gastgeber kamen schon nach ein paar Minuten zu ihren ersten Punkten und führten 10 Minuten vor Ende der ersten Hälfte auch verdient mit 17:0. Hauptgrund für die Gegenpunkte auf Nürnberger Seite waren vor allem viele Abseitsverstöße am Ruck und allgemein in der Verteidigung. 10m zurück auf so einem kurzen Platz werden dann eben doppelt bestraft. Bis zu diesem Zeitpunkt fand das Nürnberger Spiel auch fast nicht statt, man agierte zu passiv, von Stürmer-Pods oder Passspiel der Hintermannschaft war nicht viel zu sehen.

Hoch hinaus in Frankens Norden – Foto: M. Köhler, brandpirate.de

Lediglich bei eigenen Penalties, die meist zum Einwurf ins Aus gekickt wurden konnte man sich etwas Luft verschaffen und Raum gewinnen. Die Option wurde auch gewählt weil man schnell merkte, die eigenen Line-Outs kommen gut an. Hooker Andy Holfelder hatte in seinem erst zweiten Spiel deutlich mehr Selbstvertrauen in seine Einwürfe, dabei trainiert er die erst seit ein paar Trainingseinheiten.
Die ersten Chancen kamen dann am Ende der ersten Halbzeit. Die 46er haben sich endlich auf ihr Spiel besonnen und plötzlich läuft es. Ein paar Stürmer-Pods und schnelle Hände und Fly-Half Cristin taucht ins gegnerische Malfeld ab – was leider vom Schiedsrichter nicht so gesehen wurde. Trotzdem machen die Nürnberger weiter Druck, stehen mehrere Phasen vor dem Malfeld, spielen Vorteile weiter und wollen auch bei Aussichtsreichen Penalty-Positionen lieber den Versuch erzwingen. Am Ende aber geht es doch Punktlos in die Halbzeitpause.
Nach ein paar vorsorglichen Auswechslungen geht es weiter und Nürnberg macht da weiter wo man vor der Pause aufgehört hat. Es scheint das Team ist jetzt hellwach und eingespielt. Immer wieder wird die Mallinie der Coburger angegriffen, die sich meist nur mit Entlastungskicks Luft verschaffen können. Phase um Phase behaupten die Nürnberger nun die stark verteidigten Rucks für sich und machen Meter um Meter gut. Oft können die 46er dann auch nur mit hohen Tacklings gestoppt werden, doch man will den Versuch, kämpft sich weiter vor. Straftritte kann leider eh niemand mehr treten, der Kicker sitzt schon draußen und überlegt sich ob es bei dem Wetter wirklich Eis auf dem Knöchel braucht.

Volle Kraft voraus, dachten sich die Wolves Foto: M. Köhler, brandpirate.de

Dann geht es plötzlich auch ganz schnell und Nürnberg legt den ersten und zweiten Versuch, 20 Minuten vor Schluß dann der dritte Versuch für Nürnberg (alle ohne Erhöhung). Man liegt nur noch 15:17 zurück. In dieser starken Phase muss unser Scrum-Half leider 10 Minuten mit Gelb vom Platz. Die Gastgeber wachen langsam wieder auf. Wollen mit einem weiteren Versuch alles klar machen. Nürnberg wird wieder in die Verteidigung gedrückt. Zwei mal kann der Versuch durch Coburg verhindert werden. Einmal wird der Ball nach vorne verloren, das zweite Mal bleibt dem Schiedsrichter in dem Spielergewirr das vor ihm auf dem Boden liegt nur die Entscheidung „Ball hochgehalten“. Das ganze sehr zum Unmut des Coburger Ersatzkapitäns, der nach lautstarkem Protest mit Rot vom Platz gestellt wird. Nürnberg ist jetzt wieder vollzählig, will den fälligen Straftritt nutzen um mit einem Einwurf Boden gut zu machen, doch der Kick kommt zu kurz. Noch einmal setzen die Coburger zum Angriff an und sind nur durch ein Hohes Tackling zu stoppen. In der Konsequenz, Gelb für Nürnberg, Penalty für Coburg, Neuer Spielstand 20:15. Nürnberg will zumindest noch den Versuch um ein Unentschieden und den Bonuspunkt zu ergattern. Doch sobald der Ball verloren ist wird er von den Gastgebern ins Aus gekickt. Nürnberg verliert auch das zweite Spiel in der Verbandsliga und holt sich durch eine starke Mannschaftsleistung in der zweiten Hälfte den Verteidigungsbonuspunkt.

Ein schönes Gedränge macht alle Glücklich Foto: M. Köhler, brandpirate.de

Team-Manager und Spielertrainer Sandro Egerer ist stolz auf die Leistung des Teams. „Wir haben die erste Hälfte richtig verschlafen und sind nicht nur dafür bestraft worden. Das sich das Team davon aber nicht unterbringen hat lassen ist großartig. Ich bin mit der Leistung der Jungs mehr als zufrieden. Ein paar der Spieler hatten heute ihr erstes oder zweites Pflichtspiel, mussten vielleicht auch auf neuen Positionen ran. Ich finde dafür haben wir es mit diesem jungen Team gegen einen bereits eingespielten Gegner richtig gut gemacht. Wir wissen was wir falsch gemacht haben und woran wir jetzt arbeiten müssen.“

Am nächsten Samstag geht es für die zweite Mannschaft gegen den Tabellenführer University of Bamberg Rugby Club. Die Oberfranken sind nach einer knappen Play-Off Niederlage in der letzten Saison klarer Aufstiegsfavorit zur Regionalliga

Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss? – Nicht, wenn es die Nr. 46 trägt

Die 46er dominieren die Münchner Studentenstadt auch in Unterzahl – Auswärtssieg mit 62:05

Von Moritz Knorr

Nürnberg. Ein zu keiner Zeit gefährdeter Auswärtssieg in Erdrutschmanier über die zweite Garde der Münchner Studentenstadt bildet für die 46er den Schlussakt einer turbulenten Vorrunde. Selbst mit 13 Mann waren die Nürnberger mit nichts aufzuhalten und entführten mit dem 62:05 (27:0) fünf Punkte aus der Landeshauptstadt. Weiß, Hill, Miles, Crawford, Manivit und Nymobi mit Versuchen. Vorerst auf Platz 1 der Regionalliga.

Bei Nieselregen und Temperaturen von ungefähr 5 Grad legten die Nürnberger los wie die Feuerwehr und gingen bereits in der dritten Spielminute durch einen verwandelten Straftritt durch Will mit 3:0 in Führung. Keine drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Miles auf 8:0, die Erhöhung gelang nicht. In Spielminute 13 trug sich Connor Hill, sowie in Minute 21 Alex Weiß mit Versuchen auf dem Scoreboard ein. In beiden Fällen gelang die Erhöhung was eine Führung von 22:0 ergab. Nürnberg bestimmte die Partie nach Belieben und war in allen entscheidenden Faktoren einen Schritt wacher als die Münchner. Spielminute 32 brachte einen Dämpfer auf Seiten der Nürnberger, ein Schubser von Thibault Poettoz wurde vom Schiedsrichter als Tätlichkeit aufgefasst, weswegen er dem Nürnberger direkt die Rote Karte zeigte. Wer dachte diese Überzahl würde in die Karten der Münchner spielen sah sich getäuscht, denn Nürnberg legte nochmal einen Gang zu und erhöhte n

Man of the Match Nils Wulff freut sich – nicht nur über das Ergebnis

och vor der Halbzeit wiederum durch Miles auf 27:0.

Im zweiten Durchgang waren keine 3 Minuten gespielt da verließ auch schon Longley wegen einer etwas zu langen Diskussion mit dem Schiedsrichter den Platz mit Gelb für 10 Minuten. Aber auch die doppelte Unterzahl schien den 46ern nichts auszumachen, Crawford erhöhte prompt in seinem letzten Spiel für Nürnberg auf 34:0. In Minuten 51 musste der Münchner Cipriano wegen eines zu hohen Tackles für 10 Minuten auf die Strafbank. In dieser Zeit schafften es die Münchner auf 34:5 zu verkürzen.

Nürnberg stellte im weiteren Verlauf seine Klasse zur Schau und erhöhte durch Manivit, Crawford, Nyombi und Harry Miles auf ein Endergebnis von 62:5. Dieser Sieg war aufgrund der klaren Überlegenheit der Nürnberger auch in dieser Höhe verdient. Nürnberg zeigte ein starkes Angriffsrugby, in welchem es nahezu fehlerfrei agierte und die Fehler der Münchner gedankenschnell und eiskalt ausnutzte. Nun heißt es die Form über die lange Winterpause bringen um auch 2018 weiter aufzuholen. Denn eines muss an dieser Stelle gesagt sein: Dass die Nürnberger mit 10 Minuspunkten am Ende der Vorrunde wieder fast ganz oben stehen, hätten wohl nur die wenigsten gedacht. Die 46er zeigen den Willen und die richtige Leistung um am Ende ihren Titel zu Verteidigen. So kann es weitergehen.

Nächstes Heimspiel: München RFC, 7. April 2018, 15.00 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen