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Legionäre im Anmarsch – 46er brauen Zaubertrank

Presseinformation vom Donnerstag, 02. November 2017
Tabellenführer RFC Augsburg zu Gast in Erlenstegen

Nürnberg. Am Samstag um 15.00 Uhr gibt mit dem RFC Augsburg der aktuelle Tabellenführer sein Gastspiel in Erlenstegen. Es treffen dabei die einzigen, auf dem Platz ungeschlagenen Teams der aktuellen Saison aufeinander. Die Legionäre aus der Fuggerstadt können von den Franken am Samstag zwar nicht eingeholt werden, allerdings wollen die 46er ja deutlich unter Beweis stellen dass sie trotz Punktabzug weiterhin an die Titelverteidigung glauben.

„Wir haben in Regensburg deutlich gewonnen, allerdings auch mindestens 20 Punkte auf dem Feld liegen lassen“ versucht Coach Deon Myburgh den Sieg in der Domstadt realistisch einzuordnen. „Ich glaube, dass wir das noch wesentlich besser machen können und müssen, allein schon meinen Nerven zuliebe.“ Myburgh´s Zaubertrank heißt Fitness und Kontrolle. Und das haben die 46er in dieser Woche im Training zu spüren bekommen. „Der Titel des sog. ‚extended Warm-up‘ war z.B. die Untertreibung des Jahrhunderts“ reflektiert Teamchef und Spieler Mathias Dirleweanger die anstrengenden Trainingswochen. „Aber wir sehen viele Fortschritte in unserem Spiel, das wollen wir am Samstag zu 100% zeigen.“

Die Gäste zeigen sich bisher allerdings ebenso in Topform und wollen sicherlich den Titelverteidiger auf Distanz halten. Aus bisher vier Spielen gingen die Legionäre immer mit Bonuspunkt als Sieger hervor und stehen mit 20 Punkten ganz oben in der Regionalliga.

Ein absolutes Top-Spiel erwartet also alle Beteiligten, vom Spieler bis zum Fan, am Samstag in Erlenstegen. Und am Ende werden Franken wieder erheblichen Wiederstand geleistet haben. Bestimmt. Nicht um sonst hat man auch ein Paar Gallier im Team. Das reicht in der Regel um das römische Imperium zu schlagen. Allons-y, 46er!

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

BITTE GEÄNDERTE KICKOFF-ZEIT BEACHTEN!

TSV 1846 Nürnberg vs. RFC Augsburg

04.10.17, 15:00 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen,

Weißenseestr. 30

Favoriten ärgern sich auf hohem Niveau – 46er schlagen RC Regensburg mit 33:15

Alexander Weiß dreht weiter auf, Regensburg verzweifelt an fränkischer Verteidigung

von Martin Deinzer

Nürnberg. In einem Phasenweise ruppigen Spiel schaffen es die 46er Mitfavorit RC Regensburg im eigenen Wohnzimmer, dem Stadion am Weinweg, mit 33:15 (20:5) zu schlagen. In einem phasenweise ruppigen Spiel verzweifelten die Gastgeber ein ums andere Mal an einer effektiv Verteidigenden und topfitten Nürnberger Mannschaft. Und nicht zuletzt an zwei Versuchen von Alexander Weiß. Die Mitgereisten Fans wurde so Zeuge wie sich die 46er der Tabellenspitze nähern und den Konkurrenten immer näher auf die Pelle rückt.

Die 46er waren stets Herren der Lage – was Regensburg oft verzweifeln ließ

Auf dem bisher ungeschlagenen RC Regensburg lasten die Erwartungen an den Bundesligaabsteiger, auf Nürnberg der Malus des amtierenden Bayerischen Meisters, Aufstiegsverweigerers und des eigentlich bisher Ungeschlagenen aber auf dem Papier von ganz unten kommenden Verfolgers. Beide Teams hatten also einiges zu verlieren und wollten in diesem Spiel ihre Qualität und Dominanz beweisen. Schon vor Anpfiff wurde der ein oder andere böse Blick getauscht und es herrschte eine ungewohnt angespannte Atmosphäre. Doch Nürnberg ließ sich in keinster Weise vom Verbalgeplänkel der Gastgeber beeindrucken und startete wach und effektiv in die Partie. Schon in der 3. Minute zeigte Alexander Weiß nach einem Penalty von der Regensburger 5m Linie was man nicht darf wenn er den Ball in Händen hält, nämlich nur einen Verteidiger in seinem Laufweg postieren. Zack, Bumm, drüber, rein und ablegen. Um es kurz zu machen (5:0, Kahden 7:0). Doch Regensburg kontert, zeigt nun seine Klasse und spielt 8. Minute einen sehnlichen Angriff über die Mitte, bindet etliche Nürnberg und schafft es rechtzeitig den Flügel zu bedienen um Messmer zum 7:5 in Position zu bringen. In Minute 10 und 21 zieht Nürnberg mit erfolgreichen Penaltys auf 5:13 davon. Immer wieder merkte man den Gastgebern an, dass sie mit solch einer Nürnberger Dominanz nicht rechneten, sie bekamen kaum einen Fuß auf den Boden und kompensierten ein ums andere Mal mit Härte an der Grenze zur Legalität. Weiß sah sich in der 24 Minute genötigt der Regensburger Verteidigung durch einen Versuch (17:5, Kahden erh. Auf 20:5) Nachhilfe in Grundlinienverteidigung zu geben, in dem er wieder direkt unter den Stangen und wieder nur gegen einen Verteidiger ins Malfeld einbricht (Zack, Bumm, drüber, rein usw).

In Durchgang Zwei marschierte Nürnberg weiter davon, wenn auch nicht mit den so dringend benötigten Versuchen. Kahden mit einem Penalty zum 5:23 in der 45. Minute, Will mit einem Kick tief in die Regensburger Hälfte. Doch sein Marsch fand ein jähes Ende in einem den Laufweg blockierenden Regensburger, der Nürnberger Routinier weiß sich nur mit einem Schubser zu helfen und muss für 10 Minuten raus. Hätte man auch andersrum Pfeifen können. Regensburg nutzt den Penalty um auf 8:23 zu verkürzen. Die 46er bekommen prompt ebenfalls einen Penalty wegen Ballhaltens und Kahden nutzt die Chance in Minute 60 zum 8:26. Regenburg kommt nun besser in Spiel und bekommt den Ball öfter unter Kontrolle. Allerdings schlägt auch die Stunde des späteren „Man oft he Match“ Connor Hill, der mit seinen Blitztackles einen Angriff nach dem anderen ins Stocken bringt. Kleine Nadelstiche die Regenburg immer wieder zu Fehlern zwingen, sie zur Weißglut trieben.

Das Gelbfestival ging weiter, kaum war Nürnberg wieder komplett setzte sich wieder ein Gastgeber zum Abkühlen auf die Bank wegen eines Tacklings gegen Spieler ohne Ball. In der 70. Minute fanden die Nürnberger dann doch noch einmal den Weg ins Malfeld der Oberpfälzer und Nyombi brachte Versuch Nummer 3 auf die Tafel. Kahden erhöhte zum 8:33. Den Vierten, erhöhten, Versuch des Spiels legten allerdings in der 75. Minute die kämpfenden Gastgeber nach einem wunderbaren Spielzug via 4 Stationen über die rechte Seite. In der letzten Minute vereitelten sie gerade nochmal einen Überraschungsangriff durch Tackling ins Aus und beendeten so diese ruppige, aber unterhaltsame Partie mit Rugby auf angemessen hohem Niveau. Beide Teams haben ihre Ansprüche auf eine Führungsrolle unterstrichen, wobei Nürnberg die klar souveränere und taktisch ausgereiftere Performance zeigte. Für das kommende Heimspiel gegen Tabellenführer RFC Augsburg am 4. November auf dem Waldsportplatz verspricht somit ein absoluter Leckerbissen für Rugbyfreunde zu werden. Denn die Schwaben werden sicherlich Versuchen ihre Visitenkarte in der Noris zu hinterlassen.

Die hervorragende Linienverteidigung der 46er war kaum zu knacken… Foto: U. Geyer

Doch die wohl fitteste Nürnberger Mannschaft aller Zeiten wird ihre Serie wohl nicht so ohne weiteres reißen lassen. Wir sind gespannt.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

Vierter Platz am ersten Spieltag lässt Nürnberger Potenzial aufblitzen

Von Anke Gülpers

München. Nach einer langen und harten Vorbereitung war es am 21.10.2017 für die Rugby-Mädels des TSV 1846 Nürnberg endlich so weit: Die 7er Liga Süd hatte den ersten Spieltag dieses Jahres. Mit insgesamt zehn Mannschaften, die in München an den Start gingen, ist die Konkurrenz diese Saison so groß wie noch nie zuvor.

Auf und danvon in den ersten Spielen: Die 46er Ladies Foto: Beazley

Das erste Vorrundenspiel der „46er Ladies“ war gegen den University of Bamberg RC angesetzt. Vom Ankick an hatte Bamberg zwar minutenlang den Ball, die Nürnberger Defensive hielt ihren Druck aber ununterbrochen so hoch, dass die Bambergerinnen tief ans eigene Malfeld gedrängt wurden und aus ihrem Ballbesitz keinen Vorteil ziehen konnten. Die logische Konsequenz aus dieser Dominanz waren zwei Ballgewinne und daraus resultierend zwei Versuche, jeweils einer von Gülpers und Mühlbauer. Die von Gülpers verwandelten beiden Erhöhungskicks sollten sich am Ende des Spiels als entscheidend erweisen. Denn Nürnberg begann sich sicher zu fühlen, die Defensive nicht mehr ganz so energisch zu betreiben und den unermüdlich kämpfenden Bambergerinnen mehr und mehr Raum zu lassen. So kamen auch die am Ende des Spiels zu zwei Versuchen, Nürnberg blieb mit 14:10 jedoch trotzdem siegreich.

ANke Gülpers mit dem ersten Versuch des Tages Foto: Beazley

Im zweiten Spiel wartete mit dem München Rugby Football Club gleich einer der Favoriten auf die „46er Ladies“ und es war klar, dass dort eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Bamberg-Spiel nötig war um bestehen zu können. Und die Leistungssteigerung kam: Die TSVlerinnen spielten sich fast in einen Rausch, waren über die ganze Spielzeit defensiv hellwach und schalteten offensiv blitzschnell um. Und obwohl München immer gefährlich blieb, war der klare 22:0 Sieg durch Versuche von Ramadanov, Mühlbauer, Gülpers (Erhöhungskick von Gülpers) und Celik auch in der Höhe absolut verdient. Nach einer fast drei Stunden andauernden Pause wartete dann im Halbfinale mit dem Würzburger RC ein Gegner, der den Nürnbergerinnen aus Testspielen vor einigen Wochen schon gut bekannt war. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen packenden Kampf auf Augenhöhe und die 46er konnten in diesem Spiel beweisen, dass die starke Leistung gegen den MRFC keine Ausnahme war. Die beiden Versuche von Horn und Celik waren Resultate schöner Spielzüge, an denen jeweils fast alle Nürnbergerinnen aktiv beteiligt waren. Das Spiel blieb bis zum Schluss offen, ging immer wieder hin und her und am Ende war sich keiner so ganz sicher, wer denn gewonnen hatte. Dass das Ergebnis mit 17:10 dann relativ knapp für Würzburg ausfiel, ließ die Nürnbergerinnen nur ein bisschen enttäuscht zurück. Schnell überwog der Stolz auf die gezeigte Leistung gegeneine extrem starke Würzburger Mannschaft, von der man diese Saison sicher viel erwarten kann.

Hier erfährt Ex-46er Ulrike Borchert was es heißt nun gegen Nürnberg zu spielen… keine Gnade. Foto: Beazley

Das kleine Finale wurde dann gegen den MRFC ausgetragen, der sich in seinem Halbfinale den späteren Siegern Studentenstadt geschlagen geben musste. München war von der vorausgegangenen Niederlage gegen den TSV gewarnt und ging deutlich energischer in die Partie, als noch in der Vorrunde. Auf Nürnberger Seite konnte leider nicht an die Stärken der vorherigen Spiele angeknüpft werden und man verlor das Spiel vor allem aufgrund einer schwachen Defensivleistung verdient und klar mit 0:33. So blieb am Ende der undankbare vierte Platz für die Nürnbergerinnen. „Schade, dass es im letzten Spiel nicht mehr geklappt hat richtig dagegen zu halten. Das Turnier hätte einen anderen Abschluss verdient gehabt,“ fasst TSV-Coach Michl die kurze Enttäuschung über die letzte Niederlage zusammen: „Gerade was wir im zweiten und dritten Spiel gezeigt haben war hervorragend, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir erst am Anfang unserer Entwicklung stehen.“ Man muss den Nürnbergerinnen wohl noch etwas Zeit geben, bis Konzentration und Konsequenz auch über vier Spiele hochgehalten werden können. Die Stärken dieser Mannschaft waren aber auch in München schon zu erkennen. „Bei uns ist das Team der Star,“ gibt die Kapitänin Rebeka Jammal als entscheidenden Grund für den Erfolg der Nürnbergerinnen an. „Wir haben nur wenige wirklich erfahrende Spielerinnen, die ein enges Spiel auch mal allein entscheiden könnten. Da kann es nur über den Zusammenhalt gehen.“ Und ganz ohne Nürnberger Beteiligung ging das Finale, das Stusta gewinnen konnte, dann doch nicht über die Bühne: Isabel Mittelstädt, die mit Verena Fickenscher zusammen die TSV-Fahnen im Schiedsrichter-Team hochhielt, durfte die letzte Partie des Tages pfeifen. Nun heißt es in den nächsten Wochen im Training die Erkenntnisse aus dem ersten Turnier aufzuarbeiten um am nächsten Spieltag in Bad Reichenhall wieder um die Podestplätze mitkämpfen zu können.

Ihrer habhaft werden wollen sie alle, aber sie kämpft weiter für Nürnberg – Kapitänin Rebekka Jamal Foto: Beazley

Ergebnis des ersten Spieltags:

1.) Stusta Rugby I

2.) Würzburger Rugby Klub 2012 e.V.

3.) München Rugby Football Club

4.) TSV 1846 Nürnberg e.V. RUGBY

5.) TuS Rugby Fürstenfeldbruck

6.) University of Bamberg Rugby Club

7.) StuSta Rugby II

8.) Rugby Club Regensburg 2000

9.) Rugby Football Club Augsburg

10.) SG RC Unterföhring / Reichenhaller Rugby Ladies

Kader des TSV:

Celik, Gülpers, Horn, Jammal, Mayer, Mirschberger, Mühlbauer, Pfeiffer, Ramadanov, Thum

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Schwächstes Saisonspiel bringt höchsten Sieg – 46er Schlagen Reichenhall mit 57:7

Scherf mit drei Versuchen, Sirgant, Winderl und Manivit mit Premierenversuchen – Zielinski als Schiedsrichter

Nürnberg. Strahlendes Wetter, viele Zuschauer und ein motiviertes Team. Alles war pünktlich Angerichtet für den Kickoff zum zweiten Heimspiel der 46er in dieser Saison, doch ohne Schiedsrichter kein Spiel. Aufgrund einer Vollsperre der A9 musste schnellstmöglich ein Ersatz für den im Stau festhängenden Andrew Bridger aus Unterföhring gefunden werden. In Arne Zielinski fand man einen erfahrenen Sportsfreund als spontane Aushilfe und konnte mit einer Dreiviertelstunde Verspätung antreten. Nürnberg machte viele Fehler, wirkte zeitweise unkonzentriert und zu hektisch, schaffte es aber im richtigen Moment die Gelegenheiten zu nutzen. Der Spieler des Tages, Lorenz Scherf, brachte mit drei Versuchen in Folge die 46er fast im Alleingang auf die Siegerstraße. Am Ende stand dann mit dem 57:7 (24:7) dann doch noch der höchste Saisonsieg auf der Anzeigetafel.

Bad Reichenhall startete mit einem nur 16 Mann starken Kader unter denkbar schlechten Voraussetzungen in die Partie, schaffte es aber gleich die erste Unaufmerksamkeit der Franken zu nutzen und kam nach nur zwei Minuten mit einem Strafftritt und Lineout zu den ersten Punkten. Viele Handlingfehler auf beiden Seiten später konnte sich Gabedava als nächster in das Malfeld der Reichenhaller fallen lassen (7:5, Erh. Kahden 7:7). Kein drei Minuten weiter auf der Uhr begann Eigengewächs Lorenz Scherf mit einer unglaublich kraftvollen Spielphase die in zwei Versuchen vor der Pause mündete. Mit dem Schlusspfiff setzte Kahden noch einen Straftritt zum 24:7 Pausenstand zwischen die Stangen.
Im zweiten Durchgang konnte Nürnberg wieder sicherer Spielen, wurde auch besser in den Lineouts. Reichenhall versuchte nun mit Angriffsrugby den Waldsportplatz zu erobern, scheiterte aber an einer felsenfest stehenden Nürnberger Abwehr. In der 60. Minute vollendete Scherf seinen Hattrick mit seinem dritten Versuch (29:7). Sirgant kommt mit einem angetippten Straftritt und einer Menge verwirrter Raufbolde zu seinem ersten Versuch für Nürnberg und Winderl schafft den gleichen Meilenstein nur wenige Momente später in seinem ersten Spiel für Nürnberg zum 43:7. Von da an spielten nur noch die Jungs aus der Noris, welche zweitweise mit „Patience, Patience“ rufen von der Seitenline eingebremst werden mussten. Drei Versuche in Reihe von Scherf, da wollte Manivit den Premieren-Drilling vollmachen und tauchte zum 50:7 ein. In der 80. Minute war es dann Kahden der einen Pass der Oberbayern aus der Luft pflückte und zum 57:7 Endstand eintauchte und selbst erhöhte.
Viele Handlingfehler, ungeduldiges Spiel und kaum effektive Lineouts bestimmten das bisher schlechteste Spiel der 46er, dass dennoch dabei ein überragender Sieg herauskommt ist sowohl der Leistungsfähigkeit des Gegners, als auch der guten Kondition und dem Talent der aktuellen Nürnberger Mannschaft geschuldet.
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[Moritz Knorr]

Die Raufbolde kommen – 46er empfangen RFC Bad Reichenhall

Nürnberg. Nach dem überragenden Heimauftakt gegen den Würzburger RK (46:10) folgt gleich am Samstag das nächste Heimspiel auf dem altehrwürdigen Waldsportplatz zu Erlenstegen. Die 46er empfangen um 14.30 Uhr den RFC Bad Reichenhall und würden gerne ihren Fans mit einem weiteren Sieg das Wochenende versüßen. Und ganz nebenbei die Aufholjagd in der Regionalliga fortsetzten.
Der TSV hat einen Lauf und der soll auch noch ein paar Meilen so weitergehen, wenn es nach Matthias Dirlewanger geht. „Wir arbeiten hart am Limit und werden alles sein, außer Platt. Dafür trainieren wir hart und mit einem klaren Ziel vor Augen: dem Bonuspunkt.“ So will man auf dem Platz weiterhin ungeschlagen sein, wenn am Samstag der Schlusspfiff ertönt.

Alessandro Amella wird wohl auch wieder allen davon laufen – hoffentlich mit Ball.

Die Gäste starteten dagegen verhalten in die neue Saison und mussten sich schon zweimal geschlagen geben. Sicherlich kein Grund für die „Raufbolde“, die eigentlich keine sind, einfach die Verteidigung einzustellen und die Punkte als Gastgeschenk mal eben in der Noris zu lassen. An der notwendigen Qualität fehlt es den Oberbayern sicher nicht, doch mit den hungrigen Franken steht ihnen jemand im Weg der sicher keine Punkte mit auf die Fahrt schicken möchte. „Die Tradition dieses Spiels verspricht `ne Menge Rugbyspaß, aber unsere taktische Ausrichtung wird uns wieder helfen die Kontrolle zu behalten. Wir haben diese Woche noch an ein zwei Punkten gearbeitet, wir dürfen Reichenhall nicht unterschätzen“ führt Flügelspieler Dirlewanger weiter aus.

Der Weg nach Erlenstegen wird sich für alle Beteiligten sicher wieder lohnen und die Mannschaft weiß den überragenden Support von den Rängen sehr zu schätzen. Also Kind und Kegel eingepackt und auf zum Rugby.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

TSV 1846 Nürnberg vs. RFC Bad Reichenhall
14.10.17, 14.30 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

TSV 1846 Nürnberg legt Einspruch gegen Punktabzug ein

Presseinformation vom Montag, 08. Oktober 2017
TSV 1846 Nürnberg legt Einspruch gegen Punktabzug ein

Eigene Fehler werden eingeräumt – Formfehler des Verbandes ausschlaggebend für Einspruch

Nürnberg. Die Abteilungsleitung des TSV 1846 Nürnberg Rugby hat sich entschlossen gegen die Entscheidung der Spielleitenden Stelle, den 46ern aufgrund des Einsatzes von nicht spielberechtigten Spielern in den ersten zwei Saisonspielen alle Punkte abzuerkennen, Einspruch beim Schiedsgericht einzulegen. Dies geschieht aufgrund von gravierenden Formfehlern im Laufe des Verfahrens.

Der Verein räumt ohne Abstriche ein, mit dem Einsatz der Spieler unbeabsichtigte, wenn auch vermeidbare, Fehler gemacht zu haben und gegen sie Spielordnung des Bayerischen Rugbyverbandes verstoßen zu haben. Die Analyse ergab, dass die eigenhändige Durchführung des Passantrages durch die Spieler ohne genauere Prüfung durch eigene Stellen nicht sinnvoll war, zumal in der Vergangenheit immer wieder auch andere Vereine die Fehleranfälligkeit des Systems bemängelten. Insofern haben die Verantwortlichen beim TSV entgegen der eigenen Ansprüche an sich selbst nicht gründlich genug und gehandelt. Die 46er möchten sich für diese Fehler bei allen Beteiligten, allen voran dem München RFC und den TSB Ravensburg Ravens, sowie dem Verband entschuldigen. Unsere internen Abläufe werden nun überarbeitet.

Dennoch hat sich die Abteilungsleitung entschieden, gegen die Strafmaßnahmen der Spielleitenden Stelle Einspruch aus formalen Gründen beim Schiedsgericht des Bayerischen Rugbyverbandes zu erheben. Zum einen hätten beide Schiedsrichter vor den Spielen auf dem Spielberichtsbogen den Einsatz von „beantragten“ Spielern als zu prüfende Unregelmäßigkeit vermerken und von den Spielführern unterzeichnen lassen müssen. Zum anderen ausschlaggebend ist die Tatsache, dass die Spielleitende Stelle bei Feststellung der Verstöße ein Verfahren beim Schiedsgericht des RVBY beantragen hätte müssen. Sie war, unserer Einschätzung nach, nicht für die Strafwertung zuständig. Insofern ist die Strafwertung unzulässig.

Der TSV 1846 Nürnberg sieht daher in der unzulässigen Entscheidung der Spielleitenden Stelle im Hinblick auf deren Höhe eine unzumutbare Härte, eingedenk der Formfehler auf beiden Seiten. Wir hoffen mit der Einleitung eines ordentlichen Verfahrens Klarheit und Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu erreichen, die letztendlich Vereinen, Verband und Schiedsrichtern dabei helfen könnten die strukturellen Bedingungen im bayerischen Rugby zu verbessern. Wir möchten gemeinsam mit dem Rugby Verband Bayern an einer konstruktiven Lösung dieser Fragen arbeiten und hoffen auf eine rasche Klärung.

Auf dem Rasen wird gespielt – und weiter gewonnen

Die 46er schlagen Würzburg mit 46:10 und zeigen weiter ihre Klasse

Nürnberg. Mit dem Frankenderby gegen den Würzburger RK konnte es wohl keine bessere Paarung für das Heimdebut der 46er in der Saison 17/18 der Regionalliga Bayern finden. Auf dem Platz zeigten die 46er wieder ihre Klasse und behielten mit 46:10 (17:3) auch im dritten Auftreten der Saison, spielerisch gesehen, die Oberhand. Mit dem Bonuspunktsieg wurde deutlich, dass unabhängig von den Entscheidungen am grünen Tisch, die Nürnberger Jungs weiter für die Titelverteidigung kämpfen.

Nicht zu stoppen – die bunten Helden der 46er

Gut und konzentriert in die Partie gestartet konnten die Nürnberger das Spiel zunächst nach ihren Vorstellungen gestalten und auch in der 10. Minute mit einem verwandelten Straftritt in Führung gehen. Dann jedoch verletzten sich gleichzeitig Miles (Nr. 10, Schienbeinprellung) und Decker (Nr 3, Platzwunde am Auge) und vor allem die daraufhin notwendige Rochade in der Hintermannschaft brachte das Spielkonzept der Mittelfranken ziemlich durcheinander. Zwar rückte mit Olaf Will ein Experte für die Verbinderposition für Miles auf, jedoch konnte Würzburg diese Phase der Reorganisation nutzen um ihr Spiel druckvoller zu gestalten. Belohnt wurde diese Bemühung mit einem verwandelten Straftritt zum 3:3 Ausgleich in der 20. Minute. Nürnberg machte immer wieder Fehler, vor allem konnten viele Hände im Ruck nicht stillgehalten oder Pässe nicht rechtzeitig an den Mann gebracht werden. Es dauerte bis zur 27. Minute bis Seremaia einen Würzburger Einwurf an deren 22m Marke aus der Luft pflückte, unbeeindruckt der Tackleversuche Richtung Malfeld marschierte und kurz vor selbiger Court bediente, der sich dankbar für den Pass ins Malfeld zum 8:3 fallen ließ. Kahden erhöhte souverän zum 10:3. Dies war der Weckruf, denn in Minute 38. setzt Nachwuchstalent Lorenz Scherf zu einem Wahnsinnsprint an, trug den gerade eroberten Ball vom Mittelpunkt des Feldes unaufhaltsam bis unter die Stangen und brachte Kahden so in optimale Position für die erfolgreiche Erhöhung zum 17:3 Pausenstand.

Beide Teams boten ein Faires und ansehnliches Spiel

In Halbzeit Zwei konnten die 46er den Schwung mitnehmen und spielten nun nach Belieben ihre Version von schnellem Angriffsrugby. In der 43. Minute gab es mal wieder einen Big Mans Try: Prop und „Man of the Match“ Alexander Weiß brach von der Würzburger 5 Meterlinie wie eine Abrißbirne in die Verteidigungslinie und landete mit Wucht zum 22:3 im Malfeld der Residenzstädter. Nur kurze Zeit später war es dann Seremaia der mit zwei Versuchen in Reihe brillierte (27:3,57. Minute/32:3, 63. Minute). Scherf setzte in Minute 68 Sean Porta auf Linksaußen in Szene und dieser bringt Nürnberg auf 37:3 und Kahden erhöht mit dem Kick auf 39:3. Ein Aufbäumen der Würzburger gab es dann doch nochmal, in der 70. Minute kämpften sie sich Meter um Meter an die Nürnberger Endzone heran und wurden mit einem erhöhten Versuch zum 39:10 belohnt. In der 76. Minute geht Porta nochmal über die linke Außenbahn, legt den Versuch und Kahden erhöht zum 46:10 Endstand.

„Man of the Match“ Alexander Weiß gönnte den Fans und dem Team einen Frontrow Versuch

„Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir in der Lage sind Spiele nach unseren Plänen zu gestalten und uns aber auch immer wieder selbst aus Zwischentiefs ziehen können“, bewertet Kapitän Olaf Will die Mannschaftsleitung positiv. Nun gilt es sich für das nächste Spiel vorzubereiten und wieder den Bonuspunkt fest im Blick zu haben. Denn nur so kann den Spielern egal sein welchen Ausgang die Causa Spielerpässe der letzten Woche am Grünen Tisch nimmt. Denn gespielt und gewonnen wird auf dem Rasen, nicht im Konferenzraum.
Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

 

Nächstes Heimspiel:
RFC Bad Reichenhall, 14. Oktober 2017, 14.30 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen

RUGBY.IS.BACK.IN.TOWN! – Frankenderby zum Heimauftakt

Am Samstag, 14.30 Uhr, gibt es endlich wieder Nürnbergs härtesten Teamsport live für die #NbgRugbyFamily. Und was eignet sich besser als das legendäre #Frankenderby gegen den Würzburger Rugby Klub 2012 e.V.!
Normalerweise gibt es an dieser Stelle lockere Sprüche über lokale Rivalitäten. Doch manchmal gibt´s wichtigeres als Pre-Match Geplänkel. Nämlich dann wenn die Solidarität der gesamten Rugbyfamilie gefragt ist. Für einen Würzburger Sportsfreund ist die Abschiebung in den Irak wohl unvermeidlich geworden (siehe Post unten). Der WRK, und auch wir, verlieren nicht einfach nur einen Spieler sondern ein Mitglied der Familie an eine ungewisse Zukunft. Um dem Sportsfreund den Neustart fern der neuen unterfränkischen Heimat wenigstens zu erleichtern, sammeln die Würzburger Jungs und Mädels Spenden. #Die46er haben gestern spontan beschlossen sich dieser Aktion nicht nur mit warmen Worten sondern auch tatkräftig zu anzuschließen. Der Erlös aus der üblichen Spendenbox wird deshalb an die Sportsfreunde aus Würzburg weiter gegeben. Wir hoffen das sich die #NbgRugbyFamily rege beteiligt. Bei aller Konkurrenz auf dem Platz, und die wird es garantiert auch morgen geben, soll Solidarität nicht an Vereinsgrenzen Halt machen!
Also morgen Kind und Kegel eingepackt, Freunde abgeholt und auf zum Waldsportplatz nach Erlenstegen. Was wir behalten werden sind die Tabellenpunkte!

Wir sind #Die46er! Wir sind #heissaufRUGBY!
#morethanjustasport #asylrettetleben #heimspiel #Frankenpower

Besondere Umstände beim Würzburger RK:vorherige Woche haben wir erfahren, dass die Klage gegen die Abschiebung unseres…

Posted by Würzburger Rugby Klub 2012 e.V. on Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wegen fehlenden Spielerpässen – Rugby Verband Bayern wertet alle bisherigen Spiele gegen Nürnberg

Nürnberg. Am Mittwochnachmittag informierte der Bayerische Rugby Verband den die 46er um per Mail über die Entscheidung der technischen Leitung, die beiden bisher bestrittenen Spiele der Regionalligasaison wegen Verstößen gegen die Spielordnung mit jeweils 50:00 gegen die Franken zu werten. Laut Passstelle und technischer Leitung seien in jedem der beiden Spiele je ein Spieler ohne gültigen Spielerpass eingesetzt worden. Der RVBy veröffentlichte eine Stunde später eine Meldung auf seiner Facebookseite. Gegen die Entscheidung kann binnen 14 Tagen Einspruch erhoben werden.

Nach Darstellung des Verbandes wurde im Spiel gegen den Münchner RFC II ein Spieler ohne gültige Lizenz, im Spiel gegen die TSB Ravens Ravensburg ein Spieler mit verspätet beantragter Lizenz eingesetzt. Laut Spielordnung führen beide Verstöße zu einer automatischen 50:00 Wertung für den Gegner, so der Sachverhalt nicht eindeutig zu Gunsten des TSV geklärt werden kann.

Mannschaft und Vereinsführung sind von den Vorwürfen und Entscheidungen sehr überrascht und versuchen nun den Sachverhalt zu klären. Bisher scheint es eine Kette von Fehlern gegeben zu haben, die zum Einsatz der wohl nicht spielberechtigten Spieler geführt haben. Die Verantwortlichen werden nun versuchen genau nachzuvollziehen in welchen Bereichen diese Fehler gemacht wurden. Sollte sich herausstellen, dass ein eindeutiges Fehlverhalten des TSV vorliegt, wird die Entscheidung selbstverständlich akzeptiert. Allerdings behält sich der TSV vor, von der Möglichkeit des Einspruches Gebrauch zu machen, falls sich eine andere Einschätzung der Lage ergeben sollte. Beide Spieler versichern den Meldevorgang schon vor Saisonbeginn durchgeführt zu haben. Der TSV 1846 betont ausdrücklich, dass weder von Seiten der Spieler, des Vereins oder des Verbandes vorsätzlich gehandelt wurde, sondern sicher unbeabsichtigte Fehler auf der einen oder anderen Seite die Ursache sind.

„Das ist leider nicht der erste Rückschlag für den TSV in diesem Jahr. Egal wie die Geschichte ausgeht, ich bin zuversichtlich, dass wir uns wieder aufrappeln und auf und neben dem Platz weiterhin alles geben. Ich sehe sowas als eine Herausforderung und zugleich als Motivation in sportlicher wie in organisatorischer Hinsicht noch mehr Gas zu geben. Wir werden mit allen Beteiligten diese Sache ordentlich klären und uns dann wieder auf die sportlichen Aspekte konzentrieren. Fehler passieren, wir sind alle keine Profis.“ bezieht Abteilungsleiter Patrick Sohr Stellung.

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Lange fahrt, dünne Bank – trotzdem Bonuspunkt Die 46er gewinnen in Ravensburg mit 33:00

Ravensburg. Im zweiten Spiel der Regionalliga Saison reisten die Herren des TSV 1846 Nürnberg zu den Liganeulingen und schwäbischen Gästen im bayerischen Rugby, den TSB Ravens Ravensburg. Mit einer kaum vorhandenen Ersatzbank musste Deon Myburgh ein bisschen kreativ werden, konnte aber eine schlagkräftige Truppe aufs Feld führen. Am Ende behielten die Routiniers bei sauber kämpfenden Gastgebern die Oberhand.

Bisher eher für gemütliche und familienfreundliche Brettspiele und Puzzles in lockerer Runde bekannt, macht sich Ravensburg nun auch im Rugby langsam einen Namen. Die TSB Ravens starten als Aufsteiger aus der Verbandsliga in ihre erste Regionalligasaison in Bayern. Zum Auftakt ließen sich die Raben nicht lumpen, boten „Count Zeppelin Drums and Pipes“ und ein umfangreiches kulinarisches Angebot auf und zeigten Gästen und Fans das Rugby Ravensburg rockt. Die 46er hatten nach der knapp dreieinhalb stündigen Anfahrt erst mal ihre Knochen zu sortieren und einen Matchplan auszubaldowern. Denn kurzfristig musste man wegen verschiedener Ausfälle die Aufstellung kreativ gestalten. Für den erkrankten Hendrik Lagarde rückte Alessandro Amella vom Flügel ins die zweite Gedrängereihe und Harry Miles übernahm die Verbinderposition für den beruflich verhinderten Olaf Will.

Die Ravensburger Liganeulinge kochten groß auf – würden sie auch groß Aufspielen?

Doch nach wenigen Minuten im Spiel zeigte sich, dass die 46er durchaus in der Lage sind in unterschiedlicher Formation ansehnliches und sicheres Rugby auf den Platz zu bringen. Außendreiviertel Lorenz Scherf bracht halblinks durch und tauchte in Minute `6 zum ersten Mal ins Ravensburger Malfeld, und Rico Kahden besorgte mit der gelungenen Erhöhung den Rest zum 0:7. Harry Miles gelang ein fast identischer Versuch in der 15. Minute und Kahden zeigte wiederum einen sehr sicheren Fuß. Ravensburg spielte gut mit, musste allerdings in der 19. Minute auf ihren Schlussspieler Manuel Merath wegen einer Verletzung an den Rippen verzichten, für ihn kam Christoph Hagmann ins Spiel. Die Nr. 8 der 46er, Onisimo Nayato, konnte nach einem schnell gespielten Strafkick via Crawford auf der rechten Spielfeldseite durchbrechen (Erhöhung d. Kahden, 0:21). Im Allgemeinen schienen die 46er die Erkenntnisse aus dem letzten Spiel gut genutzt zu haben, denn die Mannschaft konzentrierte sich im ersten Durchgang auf kurze, kraftvolle Durchbrüche und schnellen Support, als weite Vorstöße mit wenig Aussicht auf schnelle Unterstützung. Die Franken blieben immer kontrolliert und setzten ihren Matchplan mit jedem Schritt und jeder Finte ganz bewusst um. In der 37. Minute las Gedrängehalb Kote Gabedava die Raben präzise und nach mehreren „Pick and Go´s“ bis auf 5 Meter vor dem Ravensburger Malfeld bewegte sich Gabedava blitzschnell hinter dem Ruck nach rechts entgegen der kollektiven Laufrichtung der Ravens nach links und tauchte unbedrängt unter die Malstangen zum 00:26 und Kahden erhöhte sicher zum 00:28 Halbzeitstand. Ravensburg wurde lediglich einmal gefährlich als sie nach einem Lineout an der Nürnberger 5 Meter Marke ein klassisches Massenmaul ansetzten und mit roher Kraft versuchten den Ball über die Linie zu bringen. Die Nürnberger ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und warteten am sich öffnenden Paket schon auf den Ballträger um ihn überhaupt nicht erst ins eigene Malfeld zu lassen.

Konnte man im ersten Durchgang eine kreative und spritzige Spielgestaltung bei den 46ern erkennen, zeigte sich in Halbzeit Zwei wiederum ein ähnliches Bild wie schon eine Woche zuvor in München. Die Nürnberger Jungs stellten das aktive Spiel ein, verloren den Biss nach vorne und verwalteten eher das Ergebnis denn weiter eigene Akzente zu setzten. Der sehr guten eigenen Fitness und der mangelnden Spielerfahrung des Gegners ist es wohl geschuldet, dass Nürnberg trotzdem nie ernsthaft in Bedrängnis geriet. Ravensburg bleib weitgehend geduldig, versuchte Spielerisch Land zu gewinnen, wurde aber immer wieder von energisch verteidigenden Franken an zählbarem Erfolg gehindert. Ein sehr ansehnlicher Durchbruch auf der rechten Seite konnte nur noch durch ein Ausputzertackling von Schlussspieler Kahden kurz vor dem Malfeld gestoppt werden. Matthias Dirlewanger konnte einen von Sean Porta nur Zentimeter vor dem Ravensburger Malfeld aus dem Ruck präsentierten Ball im Fallen nicht kontrolliert ablegen und vergab die bis dahin einzige realistische Chance der Franken im zweiten Durchgang. In der 64. Minute wurde jedoch die ohne hin nur noch mit zwei ausgewechselten Spielern besetze Bank gefordert, als Dirlewanger wieder auf´s Feld musste um Kahden, welcher sich eine Platzwunde über dem Auge zuzog, für den Rest der Partie zu ersetzen. Die Gastgeber konnten sich nach dieser Verletzungsunterbrechung nicht schnell genug wieder konzentrieren und Lorenz Scherf lief zum zweiten Mal ins Malfeld zum 00:33 Endstand ein.

Euer ‚Man of the Match‘: Alessandro Amella wurde zum Lock befördert – und machte seine Sache gut!

Alles in allem wieder eine sehr ansehnliche Partie der 46er, allerdings muss man in den folgenden Spielen auch die zweite Halbzeit spielerisch gestalten können um am Ende auch gegen besser organisierte Teams zu bestehen. „Wir wollten unsere Kräfte sinnvoll einteilen um dann zum Schluss nochmal aufzudrehen“, sagte Kapitän Nils Wulff nach dem Spiel. „Wir werden die nächsten Tage aber weiter an der Fitness arbeiten um gegen Würzburg die 80 Minuten volle Kraft durchzuspielen.“

 

Am 7. Oktober empfangen die 46er zum Heimauftakt die Unterfranken vom Würzburger RK auf dem Erlenstegener Waldsportplatz. Dann präsentiert man sich auch endlich dem heimischen Publikum, vielleicht nicht mit Drums and Pipes, aber dafür hoffentlich wieder mit einem Sieg und vielen Tabellenpunkten.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

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