Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss? – Nicht, wenn es die Nr. 46 trägt

Die 46er dominieren die Münchner Studentenstadt auch in Unterzahl – Auswärtssieg mit 62:05

Von Moritz Knorr

Nürnberg. Ein zu keiner Zeit gefährdeter Auswärtssieg in Erdrutschmanier über die zweite Garde der Münchner Studentenstadt bildet für die 46er den Schlussakt einer turbulenten Vorrunde. Selbst mit 13 Mann waren die Nürnberger mit nichts aufzuhalten und entführten mit dem 62:05 (27:0) fünf Punkte aus der Landeshauptstadt. Weiß, Hill, Miles, Crawford, Manivit und Nymobi mit Versuchen. Vorerst auf Platz 1 der Regionalliga.

Bei Nieselregen und Temperaturen von ungefähr 5 Grad legten die Nürnberger los wie die Feuerwehr und gingen bereits in der dritten Spielminute durch einen verwandelten Straftritt durch Will mit 3:0 in Führung. Keine drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Miles auf 8:0, die Erhöhung gelang nicht. In Spielminute 13 trug sich Connor Hill, sowie in Minute 21 Alex Weiß mit Versuchen auf dem Scoreboard ein. In beiden Fällen gelang die Erhöhung was eine Führung von 22:0 ergab. Nürnberg bestimmte die Partie nach Belieben und war in allen entscheidenden Faktoren einen Schritt wacher als die Münchner. Spielminute 32 brachte einen Dämpfer auf Seiten der Nürnberger, ein Schubser von Thibault Poettoz wurde vom Schiedsrichter als Tätlichkeit aufgefasst, weswegen er dem Nürnberger direkt die Rote Karte zeigte. Wer dachte diese Überzahl würde in die Karten der Münchner spielen sah sich getäuscht, denn Nürnberg legte nochmal einen Gang zu und erhöhte n

Man of the Match Nils Wulff freut sich – nicht nur über das Ergebnis

och vor der Halbzeit wiederum durch Miles auf 27:0.

Im zweiten Durchgang waren keine 3 Minuten gespielt da verließ auch schon Longley wegen einer etwas zu langen Diskussion mit dem Schiedsrichter den Platz mit Gelb für 10 Minuten. Aber auch die doppelte Unterzahl schien den 46ern nichts auszumachen, Crawford erhöhte prompt in seinem letzten Spiel für Nürnberg auf 34:0. In Minuten 51 musste der Münchner Cipriano wegen eines zu hohen Tackles für 10 Minuten auf die Strafbank. In dieser Zeit schafften es die Münchner auf 34:5 zu verkürzen.

Nürnberg stellte im weiteren Verlauf seine Klasse zur Schau und erhöhte durch Manivit, Crawford, Nyombi und Harry Miles auf ein Endergebnis von 62:5. Dieser Sieg war aufgrund der klaren Überlegenheit der Nürnberger auch in dieser Höhe verdient. Nürnberg zeigte ein starkes Angriffsrugby, in welchem es nahezu fehlerfrei agierte und die Fehler der Münchner gedankenschnell und eiskalt ausnutzte. Nun heißt es die Form über die lange Winterpause bringen um auch 2018 weiter aufzuholen. Denn eines muss an dieser Stelle gesagt sein: Dass die Nürnberger mit 10 Minuspunkten am Ende der Vorrunde wieder fast ganz oben stehen, hätten wohl nur die wenigsten gedacht. Die 46er zeigen den Willen und die richtige Leistung um am Ende ihren Titel zu Verteidigen. So kann es weitergehen.

Nächstes Heimspiel: München RFC, 7. April 2018, 15.00 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen

Legionäre im Anmarsch – 46er brauen Zaubertrank

Presseinformation vom Donnerstag, 02. November 2017
Tabellenführer RFC Augsburg zu Gast in Erlenstegen

Nürnberg. Am Samstag um 15.00 Uhr gibt mit dem RFC Augsburg der aktuelle Tabellenführer sein Gastspiel in Erlenstegen. Es treffen dabei die einzigen, auf dem Platz ungeschlagenen Teams der aktuellen Saison aufeinander. Die Legionäre aus der Fuggerstadt können von den Franken am Samstag zwar nicht eingeholt werden, allerdings wollen die 46er ja deutlich unter Beweis stellen dass sie trotz Punktabzug weiterhin an die Titelverteidigung glauben.

„Wir haben in Regensburg deutlich gewonnen, allerdings auch mindestens 20 Punkte auf dem Feld liegen lassen“ versucht Coach Deon Myburgh den Sieg in der Domstadt realistisch einzuordnen. „Ich glaube, dass wir das noch wesentlich besser machen können und müssen, allein schon meinen Nerven zuliebe.“ Myburgh´s Zaubertrank heißt Fitness und Kontrolle. Und das haben die 46er in dieser Woche im Training zu spüren bekommen. „Der Titel des sog. ‚extended Warm-up‘ war z.B. die Untertreibung des Jahrhunderts“ reflektiert Teamchef und Spieler Mathias Dirleweanger die anstrengenden Trainingswochen. „Aber wir sehen viele Fortschritte in unserem Spiel, das wollen wir am Samstag zu 100% zeigen.“

Die Gäste zeigen sich bisher allerdings ebenso in Topform und wollen sicherlich den Titelverteidiger auf Distanz halten. Aus bisher vier Spielen gingen die Legionäre immer mit Bonuspunkt als Sieger hervor und stehen mit 20 Punkten ganz oben in der Regionalliga.

Ein absolutes Top-Spiel erwartet also alle Beteiligten, vom Spieler bis zum Fan, am Samstag in Erlenstegen. Und am Ende werden Franken wieder erheblichen Wiederstand geleistet haben. Bestimmt. Nicht um sonst hat man auch ein Paar Gallier im Team. Das reicht in der Regel um das römische Imperium zu schlagen. Allons-y, 46er!

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

BITTE GEÄNDERTE KICKOFF-ZEIT BEACHTEN!

TSV 1846 Nürnberg vs. RFC Augsburg

04.10.17, 15:00 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen,

Weißenseestr. 30

Favoriten ärgern sich auf hohem Niveau – 46er schlagen RC Regensburg mit 33:15

Alexander Weiß dreht weiter auf, Regensburg verzweifelt an fränkischer Verteidigung

von Martin Deinzer

Nürnberg. In einem Phasenweise ruppigen Spiel schaffen es die 46er Mitfavorit RC Regensburg im eigenen Wohnzimmer, dem Stadion am Weinweg, mit 33:15 (20:5) zu schlagen. In einem phasenweise ruppigen Spiel verzweifelten die Gastgeber ein ums andere Mal an einer effektiv Verteidigenden und topfitten Nürnberger Mannschaft. Und nicht zuletzt an zwei Versuchen von Alexander Weiß. Die Mitgereisten Fans wurde so Zeuge wie sich die 46er der Tabellenspitze nähern und den Konkurrenten immer näher auf die Pelle rückt.

Die 46er waren stets Herren der Lage – was Regensburg oft verzweifeln ließ

Auf dem bisher ungeschlagenen RC Regensburg lasten die Erwartungen an den Bundesligaabsteiger, auf Nürnberg der Malus des amtierenden Bayerischen Meisters, Aufstiegsverweigerers und des eigentlich bisher Ungeschlagenen aber auf dem Papier von ganz unten kommenden Verfolgers. Beide Teams hatten also einiges zu verlieren und wollten in diesem Spiel ihre Qualität und Dominanz beweisen. Schon vor Anpfiff wurde der ein oder andere böse Blick getauscht und es herrschte eine ungewohnt angespannte Atmosphäre. Doch Nürnberg ließ sich in keinster Weise vom Verbalgeplänkel der Gastgeber beeindrucken und startete wach und effektiv in die Partie. Schon in der 3. Minute zeigte Alexander Weiß nach einem Penalty von der Regensburger 5m Linie was man nicht darf wenn er den Ball in Händen hält, nämlich nur einen Verteidiger in seinem Laufweg postieren. Zack, Bumm, drüber, rein und ablegen. Um es kurz zu machen (5:0, Kahden 7:0). Doch Regensburg kontert, zeigt nun seine Klasse und spielt 8. Minute einen sehnlichen Angriff über die Mitte, bindet etliche Nürnberg und schafft es rechtzeitig den Flügel zu bedienen um Messmer zum 7:5 in Position zu bringen. In Minute 10 und 21 zieht Nürnberg mit erfolgreichen Penaltys auf 5:13 davon. Immer wieder merkte man den Gastgebern an, dass sie mit solch einer Nürnberger Dominanz nicht rechneten, sie bekamen kaum einen Fuß auf den Boden und kompensierten ein ums andere Mal mit Härte an der Grenze zur Legalität. Weiß sah sich in der 24 Minute genötigt der Regensburger Verteidigung durch einen Versuch (17:5, Kahden erh. Auf 20:5) Nachhilfe in Grundlinienverteidigung zu geben, in dem er wieder direkt unter den Stangen und wieder nur gegen einen Verteidiger ins Malfeld einbricht (Zack, Bumm, drüber, rein usw).

In Durchgang Zwei marschierte Nürnberg weiter davon, wenn auch nicht mit den so dringend benötigten Versuchen. Kahden mit einem Penalty zum 5:23 in der 45. Minute, Will mit einem Kick tief in die Regensburger Hälfte. Doch sein Marsch fand ein jähes Ende in einem den Laufweg blockierenden Regensburger, der Nürnberger Routinier weiß sich nur mit einem Schubser zu helfen und muss für 10 Minuten raus. Hätte man auch andersrum Pfeifen können. Regensburg nutzt den Penalty um auf 8:23 zu verkürzen. Die 46er bekommen prompt ebenfalls einen Penalty wegen Ballhaltens und Kahden nutzt die Chance in Minute 60 zum 8:26. Regenburg kommt nun besser in Spiel und bekommt den Ball öfter unter Kontrolle. Allerdings schlägt auch die Stunde des späteren „Man oft he Match“ Connor Hill, der mit seinen Blitztackles einen Angriff nach dem anderen ins Stocken bringt. Kleine Nadelstiche die Regenburg immer wieder zu Fehlern zwingen, sie zur Weißglut trieben.

Das Gelbfestival ging weiter, kaum war Nürnberg wieder komplett setzte sich wieder ein Gastgeber zum Abkühlen auf die Bank wegen eines Tacklings gegen Spieler ohne Ball. In der 70. Minute fanden die Nürnberger dann doch noch einmal den Weg ins Malfeld der Oberpfälzer und Nyombi brachte Versuch Nummer 3 auf die Tafel. Kahden erhöhte zum 8:33. Den Vierten, erhöhten, Versuch des Spiels legten allerdings in der 75. Minute die kämpfenden Gastgeber nach einem wunderbaren Spielzug via 4 Stationen über die rechte Seite. In der letzten Minute vereitelten sie gerade nochmal einen Überraschungsangriff durch Tackling ins Aus und beendeten so diese ruppige, aber unterhaltsame Partie mit Rugby auf angemessen hohem Niveau. Beide Teams haben ihre Ansprüche auf eine Führungsrolle unterstrichen, wobei Nürnberg die klar souveränere und taktisch ausgereiftere Performance zeigte. Für das kommende Heimspiel gegen Tabellenführer RFC Augsburg am 4. November auf dem Waldsportplatz verspricht somit ein absoluter Leckerbissen für Rugbyfreunde zu werden. Denn die Schwaben werden sicherlich Versuchen ihre Visitenkarte in der Noris zu hinterlassen.

Die hervorragende Linienverteidigung der 46er war kaum zu knacken… Foto: U. Geyer

Doch die wohl fitteste Nürnberger Mannschaft aller Zeiten wird ihre Serie wohl nicht so ohne weiteres reißen lassen. Wir sind gespannt.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!