Keine Rugby Bundesliga 2020 – 46er müssen wohl bis März 2021 warten

NÜRNBERG Am Wochenende, und damit nur vier Wochen vor dem geplanten Restart des organisierten Spielbetriebs, hat der Rugby-Bundesliga-Ausschuss (RBA) mit Blick auf die deutlich steigenden Zahlen der Corona-Infektionen, damit verbundenen Unsicherheit und der teils sehr unterschiedlichen Verordnungen der einzelnen Bundesländer beschlossen, die Bundesliga-Saison nicht mehr in diesem Jahr starten zu lassen. Stattdessen wird der Start für März avisiert.

Das meldet der Deutsche Rugby Verband. Für die 46er bedeutet diese Hiobsbotschaft, kurz nach der Veröffentlichung eines vorläufigen Spielplans vor 2 Wochen durch den RBA, einen herben Rückschlag. Gerade erst war man mit dem neuem Coach Peter Smutna in die Vorbereitung gestartet und durfte kürzlich auch wieder beginnen mit Kontakt zu trainieren.
„Aus sportlicher Sicht ist es extrem schade für die Spieler, die sich seit Wochen vorbereiten“, versucht Abteilungsleiter Matthias Dirlewanger der Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Doch sehe man auch den Sicherheitsaspekt und sieht „die Schutzfunktion für Spieler und deren Umfeld. Mindestens genauso schwer wird es aus organisatorischer Sicht. Es wird viel Arbeit, da mit den Sponsoren und Partnern, wie etwa Physios und Busunternehmen gesprochen werden muss.“ Bisher habe man die Krise ganz gut abfedern können, doch nun „wird es sicherlich eng werden wenn in gar kein Spielbetrieb mehr stattfindet.“ Die kürzlich beschlossene Sonderumlage von jeweils zehn Euro pro Mitglied für 2020 und für 2021, für die 46er knapp 1800 Euro pro Jahr, komme dann noch oben drauf. „Es wird eng werden, aber wir verlieren jetzt nicht die Nerven.“
Die Spieler hoffen nun das wenigsten ein lokaler Spielbetrieb organisiert werden kann, der DRV hat dazu ausdrücklich ermuntert. Sandro Egerer, Spieler im Bundesligakader, setzt hier vor allem auf die Verbandsliga „um etwas geregelten Spielbetrieb zu bekommen. Ansonsten schauen wir, dass wir Freundschaftsspiele spielen können um „drin“ zu bleiben und die Ideen von Peter Smutna rein kriegen und umsetzen“.
Inwieweit diese Entscheidung Auswirkungen auf den bayerischen Spielbetrieb haben wird, liegt in der Verantwortung des Bayerischen Rugby Verbandes (RVBy). Eine Entscheidung diesbezüglich wird in den kommenden Tagen erwartet.

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