Nürnberg überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften

(AG) Am Wochenende 15./16. Juni fand in Karlsruhe die Deutsche Meisterschaft im 7er Rugby der Frauen statt, zum ersten Mal seit drei Jahren wieder mit Nürnberger Beteiligung.

Die 46er mussten im Vorlauf auf das wichtigste Turnier der Saison gleich mehrere personelle Ausfälle verkraften: Franziska Mühlbauer, Lena Jarosch, Lea Mayer und Anke Gülpers fehlten verletzt, die drei u18-Auswahl-Spielerinnen Rosa Ehlert, Pia Aumüller und Pauline Koch standen auch nicht zur Verfügung. Trotzdem konnte der TSV einen starken Kader ins Rennen schicken, zwei der nominierten Spielerinnen – Nicole Price und Lisa Wirth – gaben sogar ihr Debüt für das Nürnberger Team.

An guter Laune mangelt es den 46ern nie – Das Team, die Betreuer und der zahlreiche Support.

Im ersten Gruppenspiel mussten die Nürnbergerinnen gegen den Heidelberger RK ran, der nicht nur als einer der heißen Titelfavoriten galt, sondern das mit der Vize-Meisterschaft später auch bestätigen konnte. Die 46er legten engagiert los, mussten aber leider relativ früh nach einem kleinen Abstimmungsfehler in der Defensive das 0:5 hinnehmen. Wer nun erwartet hatte, dass Heidelberg leichtes Spiel hätte, sah sich getäuscht: Bis zur Pause wurde Nürnberg immer stärker und konnte durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) sogar 7:5 in Führung gehen.
Und selbst als die Favoritinnen in der zweiten Hälfte auf 7:17 davon zogen, gab sich beim TSV keine Spielerin geschlagen und Patrizia Brucklachner (Erhöhung von Emma Gaillot) brachte die spielerische Gleichwertigkeit kurz vor Schluss auch noch aufs Scoreboard. Die denkbar knappe 14:17 Niederlage war zwar ärgerlich, gab den Spielerinnen aber einiges Selbstvertrauen mit auf den Weg.

Maike Chucholowius mit der Spieleröffnung. (Foto: RVBy)

Der Gegner des zweiten Gruppenspiels war der RK 03 Berlin, den die Nürnbergerinnen aus dem Qualifikationsturnier gut kannten – dies hatte Berlin nämlich gewinnen können. Beflügelt von der beeindruckenden Leistung aus dem ersten Spiel ließen die 46er dem vermeintlich stärkeren Gegener Berlin auf dem Platz jedoch keine Chance und fuhren durch Versuche von Emma Gaillot, Maike Chucholowius und Nicole Price einen ungefährdeten, souveränen 15:0-Sieg ein.

Nicole Price war kaum zu stoppen. (Foto: RVBy)

Für das dritte Gruppenspiel gegen den Gastgeber Karlsruher SV rotierte das Trainer-Team die Aufstellung durch, um die Kräfte für den zweiten Tag ein bisschen schonen zu können. Leider zeigte sich diese Veränderung in der Startaufstellung durch fehlende Abstimmung und in der ersten Hälfte ging für den TSV nicht viel zusammen, zur Pause lag man 0:10 hinten. In der zweiten Hälfte jedoch besannen sich die Nürnbergerinnen auf ihre Stärken, verkürzten durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) erst auf 7:10 und nach einem weiteren Versuch des Gastgeber durch Pia Zeitler noch einmal auf 12:15. Die zweite knappe, ärgerliche Niederlage des Tages gegen ein Team, dem man eigentlich auf Augenhöhe begegnet war.

Mit vollem Einsatz gegen Potsdam – die Nürnbergerin Patrizia Brucklachner gibt alles. (Foto: RVBy)

So standen die 46er nach der Vorrunde zwar nur mit einem einzigen Sieg da, waren aber wegen der beiden nur hauchdünnen Niederlagen trotzdem für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert. Dort ging es gegen den USV Potsdam, gegen den man im Qualifikationsturnier vor vier Wochen das Halbfinale verloren hatte. Und auch diesmal zeigte sich Potsdam als die stärkere Mannschaft, Nürnberg fand nie richtig ins Spiel und so war die 0:33-Niederlage am Ende auch in der Höhe verdient.

Gemeinsam kann Gastgeber Karlsruhe bezwungen werden. (Foto: RVBy)

Im folgenden ersten Platzierungsspiel ging es erneut gegen den Gastgeber Karlsruhe, bei dem sich die Nürnbergerinnen für die unglückliche Niederlage vom Vortag revanchieren wollten. Und das gelang überzeugend: Mit druckvoller Defensive und intelligenter Offensive zogen die 46er bis zur Halbzeitpause auf 19:0 davon. Die Versuche kamen von Maike Chucholowius (Erhöhung von Nicole Price) und Pia Zeitler, die einmal ihre unwiderstehliche Geschwindigkeit ausspielen konnte (Erhöhung von Nicole Price) und einmal dem Gegner kurz vor dessen Malfeld den Ball klauen und unbedrängt punkten konnte.
In der zweiten Hälfte spielte der TSV den klaren Vorsprung souverän über die Zeit, auch der Karlsruher Versuch zum 19:7 konnte keine Nervosität mehr auslösen.

Ida Koller mit dem Try-saving-Tackle gegen Germania List. (Foto: RVBy)

Im Spiel um Platz fünf stand Nürnberg dann zum Turnierabschluss dem SC Germania List gegenüber. Inzwischen war der Kader der 46er auf zehn einsatzbereite Spielerinnen geschrumpft und auch von diesen Zehnen waren einige angeschlagen, unter anderem auch Kapitänin Rebeka Jammal. Das Team lieferte der Germania ein spannendes, hartes Spiel und kann trotz der 0:19-Niederlage – die klarer klingt, als sie auf dem Feld anzusehen war – extrem stolz auf den Einsatz und die kämpferische Leistung nicht nur in diesem letzten Spiel, sondern dem ganzen Wochenende sein.

Nach zwei Tagen starker Leistung war die Freude über Platz sechs groß. (Foto: RVBy)

Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass die Rugby-Damen des TSV innerhalb des letzten Jahres gleich mehrere Leistungs-Schritte nach vorne gemacht haben und sich ganz zu Recht bestes Bayerisches Team und sechstbestes Team in ganz Deutschland nennen können. Und wenn das Team in der nächsten Saison so zusammen bleiben sollte und von den Verletzungssorgen dieser Saison verschont bleibt, dann wird auch die nächste Deutsche Meisterschaft nicht ohne die 46er entschieden werden.

Dazu Trainer Eduard Holhos: „Es ist irre, wie sich diese Mannschaft in den letzten zwei Jahren, aber insbesondere seit diesem Winter entwickelt hat! Die harte Arbeit hat sich nun ausgezahlt.“

Kapitänin Rebeka Jammal ergänzt lachend: „Und auch das war noch lange nicht unser Maximum. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aus und das obwohl wir viele Mädels dabei haben, die seit nicht mal zwei Jahren Rugby spielen. Mit uns wird auch nächste Saison wieder zu rechnen sein!“

Endstand der Deutschen Meisterschaft:
1. RSV Köln
2. Heiderberger RK
3. USV Potsdam
4. SC Neuenheim
5. SC Germania List
6. TSV 1846 Nürnberg
7. StuSta Rugby
8. Karlsruher SV
9. Flying Wombats Mainz
10. RFC Dortmund
11. RK 03 Berlin
12. Würzburger RK

Kader:
Patrizia Brucklachner
Maike Chucholowius (VC)
Emma Gaillot
Veronika Horn
Mia Huibens
Rebeka Jammal (C)
Ida Koller
Nicole Price
Sengül Ramadanov
Ina Rasch
Lisa Wirth
Pia Zeitler

Trainer-Team:
Eduard Holhos
Ian Dawson

Physio-Team:
Nils Wulff
Linda Mirschberger

Die Damen auf Meisterkurs?

Mit einer grandiosen Mannschaftsleistung in Berlin qualifizieren sich die 46er Damen für die Deutschen Meisterschaften am 15./16. Juni in Karlsruhe

NÜRNBERG Mit Platz 1 in der Tabelle nach dem regulären Ligabetrieb in der Division Süd-Ost durften die Nürnberger Rugby Damen des TSV 1846 auf das Qualifikationsturnier der Deutschen Meisterschaften in Berlin fahren. Um sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, mussten die Mädels in Berlin unter die besten 6 Teams der angereisten 12 Teams Nord- und Ostdeutschlands kommen.

Die Gruppenphase und der erste Tag konnten direkt sehr erfolgreich abgeschlossen werden. Klare Siege gegen die Spielgemeinschaft Bielefeld/Osnabrück mit 43:0 für die Nürnberger Damen und 41:0 gegen die Universitätsmannschaft Hannover Unicorns befeuerten die Mädels für ein spannendes und sehr enges finales Gruppenspiel gegen die Gastgeber und späteren Turniersieger des Berliner Rugby Klubs ’03, in dem man sich nur sehr knapp mit 5:12 Punkten geschlagen geben musste.

Platz Zwei in der Gruppe bedeutete für die Platzierungsspiele, dass die Nürnbergerinnen gegen ihre Mitreisenden aus Würzburg spielen mussten. Die 46er Mädels waren trotz der frühen Stunde hellwach und überrollten die sonst oft auf Augenhöhe spielenden Würzburgerinnen geradezu und zogen mit einem klaren 24:0 Sieg in das Halbfinale ein.

Da somit Platz 4 und die Eintrittskarte für die Deutsche Meisterschaft gesichert war, entschlossen sich die Trainer auch den weniger erfahrenen Spielerinnen im Kader Spielzeit zu geben und experimentierten in der Aufstellung. Trotzdem gelang gegen ein sehr starkes Potsdamer Team ein hochverdienter Versuch, auch wenn man sich schlussendlich 5:24 geschlagen gegeben musste. Im Spiel um Platz 3 gegen SC Germania List aus Hannover spielten die Nürnbergerinnen eine grandiose erste Halbzeit und zeigten Rugby Deutschland, weshalb mit Rugby Franken zu rechnen ist, und führten zur Pause 5:0. Danach führten Verletzungspech und Ermüdungserscheinungen jedoch zu Gegenversuchen, weshalb man am Ende mit dem vierten Platz hochzufrieden war und auf der Heimfahrt ausgelassen mit den ebenfalls qualifizierten Würzburgerinnen (Platz fünf) feiern konnte.

Die 46er erhielten als Team viel Lob und Anerkennung für ihr faires, geschlossenes Spiel. Keine einzelnen Sternchen dominierten das Nürnberger Spiel, sondern eine ganze Milchstraße glänzte als Einheit. Die Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften ist groß und die verbleibende Zeit wird intensiv zur Vorbereitung genutzt werden – die beiden Kapitäninnen Rebeka Jammal und Anke Gülpers führen ein starkes Team nach Karlsruhe.

Die Siegreichen! Links: Trainer Eduard Holhos, rechts: Trainer Alex Michl

Stimmen zum Spiel:

Gülpers: „Für einen Großteil der Mannschaft war das Turnier eine Premiere, sowohl was Qualität der Gegner, als auch die mehrtägige Belastung angeht. Und es war beeindruckend, wie gleichwertig wir auf dem Platz in den Spielen waren. Und jetzt wissen alle, wo der Weg die nächsten vier/fünf Wochen hinzuführen hat. Es war kein Gegner dabei, der klar besser war. Nur erfahrener, ausdauernder und cleverer. Diese Mannschaft ist ja eigentlich immer noch voll in der „Aufbauphase“ und wir zocken dort mit Deutschlands Elite.”

Jamal: „Wir Nürnbergerinnen sind ein Team, das sich stets weiterentwickelt und an sich arbeitet. Es kommen neue, talentierte Mädels dazu und das Spielniveau steigt, sodass wir am Wochenende mit Teams aus Berlin und Hannover mithalten können. Am wichtigsten, schönsten und beeindruckendsten für mich als Kapitänin ist aber immer noch der Nürnberger Teamspirit. Als Einheit können wir so mit viel Herz jede Herausforderung meistern.“

Edi Holhos Betreut die Damen zusammen mit Alex Michl.

Trainer Eduard Holhos: „Wir haben unglaublich talentierte Mädels in unserem Team, aber was mich dieses Wochenende besonders stolz gemacht hat, waren weniger die tollen Einzelleistungen, sondern vielmehr der immer präsente und spürbare Mannschaftsgeist. Es wurde für einander gekämpft und miteinander gespielt. Außerdem fand ich wichtig, dass wir zeigen konnten, dass wir zu den besten Teams dieser Divisionen Deutschlands gehören – wir haben mit unserem Kampfgeist bewiesen, dass wir zu Recht zur Deutschen Meisterschaft fahren, indem wir zum Beispiel gegen den Turniersieger RK03 nur mit viel Pech ganz knapp verloren haben.“

Alexander Michl: „Wir sind ganz enorm stolz auf die Leistung unseres Teams. Alle Athletinnen haben an beiden Tagen dieses enorm anstrengenden Qualifikationsturniers in Berlin großartige individuelle Leistungen gezeigt. Außerdem ist es gelungen, umzusetzen was wir uns in vielen langen harten Trainingseinheiten erarbeitet hatten. Defensiv wie offensiv hat das Team die taktischen Vorgaben diszipliniert erfüllt. Am Ende des Turniers ging uns nach den vielen Verletzungen natürlich der Atem aus und die voll besetzten Ersatzbänke entschieden die Spiele zugunsten der Gegner. Sonst wäre eine bessere Platzierung als „nur“ der vierte Rang nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich gewesen. Unseres Erachtens dürfen wir uns mit Recht zu den besten Mannschaften Deutschlands zählen. Bei den Deutschen Meisterschaften in 4 Wochen wollen wir nun einen Platz unter den ersten sechs, was angesichts der Ausfälle kein leichtes Unterfangen sein wird, belegen.“

 

Mit Disziplin zum ersehnten Auswärtssieg beim HTV

Die 46er schlagen den direkten Tabellennachbarn Heidelberger TV mit 7:10 – Nürnberg nun Fünfter der 2. Rugby Bundesliga

Nürnberg. Spannung und Nervenkitzel – im Kino äußerst reizvoll, auf dem Rugbyplatz nur bedingt ein Genuss. Doch gehen wichtige Punkte im Abstiegskampf weit über den Wohlfühlfaktor. Und so boten die direkten Tabellenkontrahenten ihrem Publikum zwar keinen Augenschmaus, aber dennoch ein packendes Ringen um den Sieg. Mit dem besseren Ende für aufopferungsvoll verteidigende Franken.

Geschlossen auf’s Feld, geschlossen gewinnen

Das Wetter trug seinen Teil zu dem Thriller bei, wurde der Platz des HTV phasenweise ordentlich mit Nass von oben gesegnet. Beide Teams hatten wahrlich nichts zu verschenken und setzten jeden Tackle ohne Kompromisse, jeden Durchbruch mit voller Energie. Doch schon in Minute Acht gaben die Gastgeber einen leichtfertigen Penalty nahe der eigenen 22 weg und Kahden setzte den Ball zur 0:3 Führung zwischen die Stangen der Turner.

Sechzehn Minuten später wurde es dann hitzig, Heidelbergs Burger und Nürnbergs Court bekamen sich nach einem körperlichen offenen Gedränge in die Haare und durften beide mit Gelb zehn Minuten abkühlen. Den Platz auf dem Feld nutzten allerdings die 46er direkt beim Wiederanpfiff, ein schneller Pass auf Kachmer und der Speedster ist für die überrumpelte Heidelberger Verteidigung nicht zu halten. Er legt den Ball auf der gegenüberliegenden Malfeldseite in der 25. Minute zum 0:8 ab. Kahden erhöht sicher zum 0:10. Mit einer top Defensivleistung, geschlossenen Reihen und effektiven Tacklings schafften es die Nürnberger Jungs die Führung in die Pause zu bringen.

In Halbzeit Zwei kamen die Heidelberger besser ins Spiel, schafften auch den ein oder anderen Durchbruch, wurden aber entweder von einer flinken Rückraumverteidigung eingefangen oder verloren unter Druck den Ball unglücklich. Einzig in den Gedrängen konnte der HTV eine signifikante Dominanz zeigen. Dennoch dauerte es bis weit in die Halbzeit hinein bis die Gastgeber sich mal für einen geordneten Spielaufbau in der Nürnberger 22m-Zone festbissen. Aber auch hier stand die Nürnberger Wand und verhinderte einen Gegenversuch. Eine weitere gelbe Karte gegen Heidelberg konnten die 46er nicht in Punkte umsetzen, das bisher absolut disziplinierte und dem Matchplan folgende Spiel verlor durch die Wechsel etwas an Effektivität, wurde aber zu keinem Zeitpunkt zerfahren wie zuletzt. Nur Sekunden vor dem Schlusspfiff eroberten die Heidelberger noch ein Gedränge und belohnten sich mit einem hart erkämpften Trostversuch.

„Es war ein Arbeitssieg, wir haben in Halbzeit Eins und Zwei kontinuierlich kämpfen müssen, die Heidelberger haben es uns schwer gemacht. Wir ihnen aber auch“ fasst Kapitän Nils Wulff das ausgeglichene Kräfteverhältnis zusammen. „Gegen Unterföhring müssen wir eine Defensive wie heute abliefern, im Angriff müssen wir schauen, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit ein bisschen kreativer werden.“

Der wichtige Sieg hievt den TSV nun an Heidelberg und Unterföhring vorbei auf Platz 5 der 2. Rugby Bundesliga. Eine sehr gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. Ein Sieg im Nachholspiel gegen den RC Unterföhring Ende Mai würde die 46er aller Abstiegssorgen entledigen. Die kommenden Spiele gegen den bärenstarken RC Rottweil (11.5., 15.00 Uhr, Waldsportplatz Nürnberg) und den längst der Liga enteilten SC Neuenheim (18.5., Neuenheim) werden genutzt, um weiter am Spielkonzept zu arbeiten.

Aber man hat gestern deutlich gemacht in diese Liga zu gehören, der Beweis folgt.

Punkte:

8‘            Penalty 00:03     Kahden

25‘          Try         00:08     Kachmer

26‘          Conv.    00:10     Kahden

80‘          Try         05:10     Heidelberg

80‘          Conv.    07:10     Heidelberg

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

ACHTUNG! LETZTES HEIMSPIEL DER SAISON 18/19

11.05.19, 15:00 Uhr, TSV 1846 Nürnberg vs. RC Rottweil

Waldsportplatz Nürnberg, Weißenseestr. 30

2 x Nürnberg reist nach Heidelberg

Die 46er treffen am Samstag in der Stadt am Neckar auf den Heidelberger TV

Nürnberg. Heidelberg galt bisher nicht unbedingt als die Top-Destination für Nürnberger Wochenendausflügler. Doch diesen Samstag machen sich nicht nur die Mannschaft und Fans der Nürnberg Falcons (Basketball) auf den Weg zum dritten Play-off Match bei den MLP Academics. Auch die 46er fahren über A6 nach Westen, auf sie wartet das Rückspiel beim Heidelberger TV (Sa, 13.00 Uhr). Es wird also ziemlich fränkisch in Heidelberg.

Voll reinhängen! Jedes Tackling muss gegen den HTV sitzen

Vielleicht bringen sich ja auch die Fans der Falcons beim Kampf um den ovalen Ball in Siegeslaune. Denn auch wenn der HTV das weitaus routiniertere Team ist, so gibt doch den 46er das knappe 00:15 des Hinspiels Hoffnung. Über lange Strecken konnten unsere Nürnberger Jungs mehr als mithalten. Durchaus möglich also, dass wenn man noch eine Schippe drauflegt, wichtige Punkte im Abstiegskampf ausgerechnet in der Rugbyhauptstadt entführt werden können. Sturmtalent Alex Weiß: „Wir haben viel aus den Spielen seitdem mitgenommen, der Sieg gegen Stuttgart hat neue Motivation gegeben. Wir sind bereit“.

Ein Sieg beim HTV und man könnte die Heidelberger in der Tabelle überholen, nur 2 Punkte trennen die beiden Mannschaften. Dafür kann es nur ein gutes Omen sein, wenn zwei der Gründungsmitglieder des „Sportbündnisses Bundesliga“ (SBB) am selben Tag in derselben Stadt zu solch wichtigen Spielen antreten. Ganz viele Daumen werden gegenseitig gedrückt. Und Heidelberg bei einem Doppelsieg zur Feiermeile der Franken.

Info zum Sportbündnis Bundesliga:

Im „Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg“ sind derzeit 11 Bundesliga-Vereine aus dem Großraum Nürnberg als Vollmitglieder versammelt um sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen, und um über diese Zusammenarbeit für eine größere öffentliche Wahrnehmung zu arbeiten:

Nürnberg Falcons (2. Liga, Basketball), Hockey Gesellschaft Nürnberg (HGN, 2. Liga), Nürnberger Hockey- und Tennis-Club (1. Liga, Nürnberger HTC), Raiffeisen Wölfe Lauf (2. Liga, Baseball), SV Schwaig Volleyball (2. Liga), TSV 1846 Nürnberg (2. Liga, Rugby), TV 1879 Hilpoltstein (2. Liga, Tischtennis), TSV Freystadt Badminton (1. Liga), KIA Metropol Baskets Schwabach (2. Liga, Basketball Damen), Johannis Grizzlys (1. Liga Herren, Ringen) und Futsal Nürnberg (Regionalliga). Hinzu kommt als Gastmitglied der Yacht-Club Noris e.V. (Segeln). Mehr Infos zum SBB gibt es unter www.sportbuendnis-bundesliga.de

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Der Winterschlaf ist vorbei!

Die 46er bereiten sich auf die Rückrunde vor!

Die Herren testen am 16. März gegen RC Dresden und VfB Ulm, während die Damen heute schon in Würzburg unter Wettkampfbedingungen testen. Am 23. März startet dann die Rückrunde der 2. Rugby Bundesliga mit dem Bayern Derby gegen den München RFC auf dem Waldsportplatz.

Bald müssen die Nürnberger Rugbyfans nicht mehr in die ferne Schweifen um ihren Lieblingssport zu genießen. Egal ob CrossFit, Theorieeinheiten oder unerschrockenes Schneetraining – alle drei Teams der 46er haben in der langen Winterpause keinen Rost ansetzen lassen. Nun kommen die ersten Vorbereitungsspiele bevor die Punkterunden weitergehen.

Die Damen testen heute bei einem Vorbereitungsturnier in Würzburg gegen den RK Würzburg, TuS Rugby Fürstenfeldbruck, SG 2018 Hochspeyer e.V Rugby und München Rugby Football Club.

Die Damen wollen ihre Tabellenführung verteidigen!

Die Erste Herren testen in einem Mini-Turnier gegen den RC Dresen aus der 2. Liga Ost und den VfB Ulm aus der Bayerischen Verbandsliga. Die Zweite Herren misst sich am Sonntag, den 31.3. Um 14.30 Uhr gegen die Rugby-Mannschaft der Universität Nizza. Beide Vorbereitungstermine steigen auf dem Waldsportplatz.)

Rückrunde 2. Rugby Bundesliga Herren

23.03.2019 14:00 TSV 1846 Nürnberg – München RFC

30.03.2019 15:00 StuSta München – TSV 1846 Nürnberg

06.04.2019 15:00 RC Unterföhring – TSV 1846 Nürnberg

13.04.2019 15:00 TSV 1846 Nürnberg – Stuttgarter RC

27.04.2019 13:00 Heidelberger TV – TSV 1846 Nürnberg

11.05.2019 15:00 TSV 1846 Nürnberg – RC Rottweil

18.05.2019 16:00 SC Neuenheim – TSV 1846 Nürnberg

Die Herren müssen zwar Gas geben um den Abstieg zu vermeiden, doch noch ist alles offen! Foto: Fat Robot Photohraphy

Rückrunde Deutsche 7er-Liga Damen

Sa. 23.03.2019 – Turnier 4 in Leipzig

Sa. 27.04.2019 – Turnier 5 in Bayreuth

Sa. 11.05./So.12.05. – Qualifikation Süd/West

Sa. 11.05./So.12.05. – Pokal Süd/West

Sa. 15.06./So.16.06. – DM Finalturnier

Das Beste kommt zum Schluss – 46er empfangen Tabellenführer Neuenheim

TSV 1846 Nürnberg will gegen den SCN nochmal alles geben

Nürnberg „Schmerzen als Gewissheit… geringe Aussicht auf Erfolg… worauf warten wir noch?“. Ja, Gimli, Gloins Sohn aus Tolkiens „Herr der Ringe“ würde hervorragend in die erste Reihe der 46er passen. Nicht nur ist er optisch und technisch (gefährlich auf der kurzen Strecke, keine Scheu vor Körperkontakt der heftigen Art) mit denselben Eigenschaften ausgerüstet, sondern auch die Einstellung würde sich nahtlos in die Stimmung in Erlenstegen einfügen. Denn der Gegner am nächsten Samstag ist der Schrecken der 2. Rugby Bundesliga, das Top-Team des SC Neuenheim.

„Wir lernen noch in dieser Liga und wollen uns von Woche zu Woche verbessern“, sagt Coach Deon Myburgh in Erwartung des unzweifelhaft schwersten Spiels in dieser Saison. Und gerade dieser Gegner wird einiges ins Nürnberger Lehrbuch schreiben können. Doch es geht nicht ums Resignieren, sondern darum realistische Ziele zu setzten. „Wir wollen unsere Verteidigung besser Organisieren als gegen Rottweil und wenn wir einen sauberen Ball bekommen ihn auch nutzen“, Myburgh weiter.
Eines ist absolut gewiss: Den Nürnberger Rugbyfans wird zum Abschluss der Hinrunde ein Spektakel geboten, dass ihnen warm ums Herz werden lässt. Nicht nur wegen des Glühweins und Punsches den es am Samstag am Waldsportplatz gibt. Mit den Heidelbergern kommt wirklich Rugby der nationalen Spitzenklasse in die Noris. „Das Team ist schon sehr heiß und bereit an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Da wird eine große Fanbase mit viel Lärm nochmal einen extra Schub geben“ hofft Kapitän Nils Wulff. Am Ende des „Herrn der Ringe“ sind Mut und Freundschaft ja auch der Schüssel zum Erfolg der Helden.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

17.11.18 14:00 Uhr TSV 1846 Nürnberg vs. SC Neuenheim
Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

Erster Turniersieg der Saison

Damen bauen ihre Tabellenführung aus

(AG) Am Samstag, den 10. November stand für die Damen des TSV 1846 Nürnberg in Würzburg das letzte Liga-Turnier des Jahres an. Erstmals diese Saison konnte die Mannschaft dabei keinen vollständigen Kader von 12 Spielerinnen anmelden. Das lag zum einen an mehreren kurzfristigen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, zum anderen daran, dass die junge Flügelspielerin Rosa Ehlert mit der u18-Nationalmannschaft in Holland war.
Doch auch diese Tatsache änderte nichts am Nürnberger Hunger auf den ersten Turniersieg in der neuen Liga und der Überzeugung dieses Ziel an diesem Tag erreichen zu können.

Im ersten Spiel geht es nur mit vereinten Kräften.

Die Vorrunde begann für die 46er gegen den FC Eintracht Bamberg etwas holprig. Die engagiert kämpfenden Bambergerinnnen standen defensiv gut und setzten immer wieder offensive Nadelstiche gegen die TSV-Mädels, die einige Minuten brauchten um sich auf dem Platz zu finden. Dann brach Sengül Ramadanov mit ihrem Versuch den Bann und Ida Koller und Lea Mayer (Erhöhungskick von Anke Gülpers) vervollständigten das 19:7 Endergebnis. Das für die Nürnbergerinnen fast traditionell schwere erste Spiel war damit geschafft.

Gegen Erfurt/Halle/Leipzig kommt die Offensive in Fahrt.

Nach nur zwanzig Minuten Verschnaufpause richtete sich der Blick dann schon auf das nächste Spiel gegen die Spielgemeinschaft Erfurt/Halle/Leipzig. Viel Zeit das erste Spiel aufzuarbeiten hatte das Team nicht gehabt, dennoch zeigten es sich deutlich verbessert. Die Offensive kombinierte gefällig und die Nürnberger Spielmacherin Maike Chuchulowius konnte viele schöne Spielzüge einleiten – zwei davon krönte sie selbst mit Versuchen. Die anderen beiden Versuche steuerten Pia Zeitler und Neuzugang Emma Gaillot (Erhöhungskick von Anke Gülpers) bei. Einzig die Defensive war noch nicht so solide wie gewünscht und so fiel das 22:15 Endergebnis für die Nürnbergerinnen unerfreulich knapp aus.

Lea Mayer lässt der Jenaerin keine Chance.

Der Gegner im Halbfinale war der USV Jena, der an diesem Tag stark aufgespielt und in der Vorrunde den Gastgeber Würzburger RK an den Rande einer Niederlage gebracht hatte. Der TSV war also gewarnt und ging gut vorbereitet in diese Partie. Die Defensive stand wie ein Mauer und ließ die Jenaerinnen im gesamten Spiel nur ein einziges mal in die eigene Hälfte vordringen. Der 20:0 Sieg durch Versuche von Emma Gaillot (2x), Pia Zeitler und Lea Mayer war genau so souverän und ungefährdet, wie das Ergebnis es vermuten lässt.

Der Dauerbrenner im Finale – Nürnberg gegen Würzburg

Also standen sich im Finale wieder einmal der TSV 1846 und der Würzburger RK gegenüber – es hat in dieser Saison noch keine andere Final-Paarung gegeben. In der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften gute Aktionen und die Spielanteile waren relativ gleichmäßig verteilt, jedoch konnte nur Würzburg das auch in Zählbares umsetzten. Der 0:12 Rückstand aus Nürnberger Sicht zur Pause spiegelte daher das Spielgeschehen nicht ganz zutreffend wieder.

„Im letzten Finale lagen wir gegen Würzburg zur Pause vorne und haben am Ende unglücklich verloren. Wir waren fest davon überzeugt, dass uns solch ein Comeback heute auch gelingen kannwird Coach Eduard Holhos nach dem Sieg sagen.

Nürnberg dreht das Spiel gegen Würzburg.

Und dieses Selbstvertrauen war den Nürnbergerinnen anzumerken: Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nur Sekunden, ehe ein einfacher Spielzug den Ball zu Ida Koller beförderte, die unaufhaltsam bis ins gegnerische Malfeld vordringen konnte (Erhöhung von Anke Gülpers). Und auch als ein weiterer Würzburger Versuch den Abstand von fünf wieder auf zwölf Punkte vergrößerte, ließen sich die 46er nicht verunsichern. Nur kurze Zeit später war es Pia Zeitler, die auf dem Flügel allen Gegnerinnen enteilen und erneut für Nürnberg punkten konnte. Als dann gegen Ende der Begegnung die Nürnberger Kapitänin Anke Gülpers wenige Meter vor dem Malfeld bei der schnellen Ausführung eines Strafkicks behindert wurde und der Schiedsrichter auf gelbe Karte und Strafversuch entschied, war das Spiel nun auch auf dem Papier absolut ausgeglichen, es stand 19:19. Unmittelbar nach dem folgenden Ankick war die reguläre Spielzeit abgelaufen und der Schiedsrichter sagte die letzte Aktion an. Nürnberg – zu diesem Zeitpunkt in Ballbesitz – wartete geduldig und schließlich tat sich der Unterzahl geschuldet in der Würzburger Defensive eine Lücke auf, die Anke Gülpers ausnutzen konnte um mit dem Schlusspfiff den Versuch zu legen, der den 26:19 Finalsieg für Nürnberg perfekt machte. Wie viel den 46ern dieser Erfolg bedeutet, dem sie diese Saison schon so oft so nah waren, ließ sich an den ausgelassenen Jubel-Szenen nach dem Spiel ablesen.

So sehen Sieger aus! Die #NbgRugbyFamily

Mit diesem Erfolgserlebnis verabschiedet sich die Mannschaft nun in die wohlverdiente Winterpause. Erst am 23. März nächsten Jahres wird die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen um in den letzten beiden Turnieren die Teilnahme am Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft auszuspielen.

Endergebnis:
1. TSV 1846 Nürnberg
2. Würzburger RK
3. USV Jena
4. FC Eintracht Bamberg
5. RC Dresden
6. SG Erfurt/Halle-Leipzig
7. BTS 1861 Bayreuth

Kader:
Maike Chucholowius, Emma Gaillot, Anke Gülpers (C), Veronika Horn, Mia Huibens, Ida Koller, Lea Mayer, Franziska Mühlbauer, Sengül Ramadanov, Pia Zeitler

46er verteidigen ihre Tabellenführung

Erneuter zweiter Platz in der 7er-Liga Süd/Ost

(AG) Am Samstag, den 13. Oktober reisten die Damen des TSV 1846 zu den Erfurt Oaks um dort den zweiten Spieltag der 7er Deutschlandliga Süd/Ost zu absolvieren. Obwohl unter der Woche etliche Spielerinnen angeschlagen oder verletzt ausgefallen waren, konnte das Trainerteam einen starken Kader aufstellen, der sich den Finaleinzug als Ziel gesetzt hatte.

Gegen Dresden muss es der Wille richten – Pia Aumüller ist auf und davon.

Im ersten Spiel gegen Dresden schien den 46ern die Anreise noch ein bisschen in den Knochen zu stecken, denn sie taten sich lange schwer ein flüssiges Zusammenspiel zu entwickeln. Hektik und viele Ballverluste gestalteten das Spiel unnötig schwer. Dann jedoch zeigte sich die offensive Klasse der Nürnbergerinnen und der 26:5 Sieg durch Versuche von Maike Chuchulowius (2x), Pia Aumüller und Pia Zeitler, sowie drei Erhöhungskicks von Anke Gülpers, war letztlich ungefährdet und verdient.

Zufrieden waren die Trainer mit der gezeigten Leistung trotzdem nicht. „Natürlich ist es das Wichtigste das Spiel überhaupt erst einmal zu gewinnen, von daher war das ein erfolgreicher Start,“ ließen sie die Mannschaft wissen: „aber wir müssen unser spielerisches Potenzial noch viel besser auf den Platz bringen.

Pia Zeitler erzielt gegen Bamberg/Bayreuth die ersten Punkte .

Die Rugby-Damen ließen sich das nicht zweimal sagen und zeigten im zweiten Spiel gegen die SG Bamberg/Bayreuth, was die Trainer von ihnen gefordert hatten: Nach einer minutenlangen ununterbrochenen Ballbesitzphase gelang Pia Zeitler der erste Versuch für die Nürnberger ehe die SG kurz vor der Halbzeitpause ausgleichen konnte. Nach Wiederanpfiff war dann deutlich zu sehen, dass die Nürnbergerinnen in der ersten Halbzeit viel weniger Kraft investieren mussten als die Gegnerinnen und in der zweiten Halbzeit noch einen Gang hochschalten konnten. Vor allem Maike Chuchulowius war nicht zu stoppen und steuerte innerhalb weniger Minuten drei Versuche bei, ehe Ida Koller den 29:7 Endstand (zwei Erhöhungskicks von Anke Gülpers) herstellte.

Anke Gülpers sichert mit ihren Erhöhungskicks den Einzug ins Halbfinale.

Dann wurde es kurz noch einmal spannend, da Nürnberg nach den beiden Vorrundenspielen punktgleich mit dem USV Jena war und die Spielpunkt-Differenz zur Ermittelung des Gruppensiegers bemüht werden musste. Hauchdünn – mit lediglich zwei Erhöhungskicks mehr – gewann Nürnberg dieses Rechenspiel und wurde mit der vermeintlich leichteren Halbfinalpartie belohnt.

„Big Push“ gegen den Gastgeber aus Erfurt – Sengül Ramadanov steuert das Gedränge.

Im Halbfinale gegen den Gastgeber SG Erfurt/Halle zeigte sich die Mannschaft dann noch einmal verbessert und ließ von Anfang an keine Zweifel an der spielerischen und taktischen Überlegenheit aufkommen. Zwei Stürmer-Versuche von Sengül Ramadanow und Pia Aumüller und drei Versuche aus der Hintermannschaft von Maike Chuchulowius (2x) und Ida Koller zum 33:10 Endstand sind Zeugnis jener mannschaftlichen Geschlossenheit, die es so schwer macht die 46er vom Punkten abzuhalten. Die vier Erhöhungskicks kamen von Anke Gülpers.

Würzburg kann die quirligen Nürnbergerinnen erst in der zweiten Halbzeit stoppen.

Das Finale war dann eine Wiederauflage des Finals vom ersten Turnier – es ging erneut gegen den Würzbuger RK, der bislang in dieser Saison die einzige Mannschaft ist, die die Nürnbergerinnen besiegen konnte. Die TSVlerinnen gingen hochkonzentriert ins Spiel und konnten die Unterfränkinnen in den ersten Minuten mit ihrem Schwung überraschen. Aus einer stabilen Defensive heraus gelangen Pia Zeitler zwei Versuche, die mit einem verwandelten Erhöhungskick von Anke Gülpers die zwischenzeitliche 12:0 Führung für Nürnberg bedeuteten. Dann jedoch ließen bei den 46ern die Kräfte nach und die Defensive bekam die individuell starken Würzburgerinnen nicht mehr in den Griff. Bei Abpfiff der Partie stand es 12:26 gegen den TSV und Würzburg sicherte sich verdient den Turniersieg.

Da wächst ein Team zusammen, das viel vorhat.

Ein Trostpflaster für die Nürnbergerinnen ist, dass sie in der Tabelle trotzdem noch mit sechs Punkten Vorsprung auf Platz Eins stehen. Die wiederholt starken Leistungen gegen den Favoriten aus Würzburg sind zudem ein Fingerzeig, dass ein Turniersieg diese Saison nicht außerhalb der Möglichkeiten liegt. Die nächste Chance dazu bietet sich am 10. November, wenn der nächste Spieltag beim Würzburger RK ausgetragen wird.

Endergebnis:
1. Würzburger RK
2. TSV 1846 Nürnberg
3. USV Jena
4. SG Erfurt/Halle
5. RC Leipzig
6. SG Bamberg/Bayreuth
7. RC Dresden

Kader:
Pia Aumüller, Celina Celik, Maike Chuchulowius, Marie Dalmasso, Rosa Ehlert, Rachel Grovenor, Anke Gülpers (C), Mia Huibens, Pauline Koch, Ida Koller, Sengül Ramadanov, Pia Zeitler

Die Studenten kommen – 46er empfangen Tabellenzweiten aus München

TSV 1846 Nürnberg empfängt am Samstag Studentenstadt Rugby München

Nürnberg Alle Welt pilgert in diesen Tagen auf das Oktoberfest in der Landeshauptstadt, auch „Wies´n“ genannt. Doch für ein bestimmtes Rugbyteam fährt der Bus in die andere Richtung. Das 3. Bayernderby in Folge verschlägt die Münchner StuSta nach Nürnberg-Erlenstegen. Die 46er müssen gegen den letztjährigen Zweitligameister alles in die Waagschale werfen, wollen sie nach der Niederlage von vor zwei Wochen wieder Tabellenpunkte sammeln.

Im letzten Jahr erst in der Relegation zur 1. Rugby Bundesliga gescheitert sind die Herren aus München Freimann auch in diesem Jahr ganz oben dabei. Allerdings eher in der Rolle des Verfolgers der Über-Mannschaft aus Neuenheim. Gefährlich für Nürnberg: Die StuSta will unbedingt mit dem Primus auf Tuchfühlung bleiben und darf sich eigentlich keinen Ausrutscher in der Noris leisten.
Allerdings werden die „Nämbercher Jungs“ sicherlich keine Geschenke verteilen, denn zuhause sind die 46er immer noch ungeschlagen und werden ihre Stärke zeigen. Kapitän Nils Wulff will genau das, nämlich „Zähne zeigen“. „Wir wollen auf unserem Platz das Spiel vorgeben und die Konzentration hochhalten. Dann ist alles drin, denn stark sind wir.“

Zuvor wird die Zweite ihr Heimdebut geben. Zu Gast um 13.00 Uhr wird der VfB Ulm sein.  Die 46er wollen hier nun die ersten Punkte in der neuen, eingleisigen Verbandsliga holen.

Zum ersten Mal wird es auch das neue Multi-Ticket des „Sportbündnis Bundesliga – Großraum Nürnberg“ geben. Für 10 Euro erhält der Käufer jeweils einmal freien Eintritt zu Heimspielen der insgesamt 9 Partnervereine, z.B. den Nürnberg Falcons (Basketball) oder dem NHTC Nürnberg (Hockey).

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

29.09.18 15:00 Uhr TSV 1846 Nürnberg vs. StuSta Rugby München
Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

Neues „Sportbündnis“ möchte die Sportszene im Großraum Nürnberg weiter beleben

Gründung „Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg“ (SBB) – 46er sind dabei!

(Großraum Nürnberg). Zum 13. September 2018 gründete sich das „Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg“ (SBB). Dieses neue Bündnis besteht derzeit aus Vertretern neun hochklassig spielender Vereine – 1. oder 2. Bundesliga ihrer jeweiligen Sportart −, die sich die Aufgabe gestellt haben, ihren Spitzensport stärker in der Öffentlichkeit, den Medien und für weitere Ehrenamtliche zu etablieren.

Nach der Initialsitzung am 25. Januar 2018 – eingeladen hatten damals die Zweitliga-Volleyballer des SV Schwaig −, entwickelte sich nach mehreren Treffen ein unabhängiger Verbund engagierter Vertreter ihrer jeweiligen Sportart.

Das SBB ist derzeit kein eingetragener Verein, sondern ein freundschaftlicher Kreis ohne wirtschaftlichen Ehrgeiz −, wenn auch mit ambitioniertem Hintergrund. Sprecher ist zunächst für ein Jahr Thomas Lappe vom SV Schwaig Volleyball; seine Stellvertreter sind Markus Mende (Nürnberg Falcons BC) sowie Anke Schwenk (Hockey-Gesellschaft Nürnberg).

Beim Pressegespräch am 13. September 2018 im Nürnberger Restaurant „Zum Spießgesellen“ stellte sich das SBB (mittels mehrerer Vereins-Vertreter) erstmals der Öffentlichkeit vor. Tenor, so die Anwesenden: „Wir stehen dafür, alle Sportarten gleichrangig zu betrachten. Wir können und möchten nicht anderen Disziplinen etwas wegnehmen, sondern unseren Neues hinzufügen. Und wir möchten die hiesige Sportszene weiter beleben helfen – allein schon damit, dass wir untereinander ein Netzwerk bilden.“

Vereine haben mehr als lokale Bedeutung
Der neue Verbund – Motto: „Leidenschaft für Leistung“ – konzentriert sich hauptsächlich auf höherklassige Vereine der Region, die trotz ihrer tollen Arbeit und ihres Unterhaltungswertes nicht ständig im Fokus der Medien stehen.

Die Vereine sind durchaus unterschiedlich, aber gerade das macht den Reiz des SBB aus: den Abwechslungsreichtum der hiesigen Sportszene abzubilden. Die Partner haben genug zu bieten, und das längst nicht nur lokal.

Das Bündnis führt zwar keinen Kampf gegen mediale Windmühlenflügel − doch es will dafür arbeiten, dass eben auch andere Disziplinen mehr Beachtung erhalten. Zumal diese Vereine einen prägnanten Teil des in der Großregion (auch) betriebenen, leistungsorientierten Breitensports darstellen. Sie bilden, neben den Premiumanbietern der Region, den soliden sportlichen Mittelstand.

Die vier Hauptziele des SBB sind:

1. Sportszene beleben I: Die Kommunikation und Synergien untereinander stärken – voneinander lernen, z.B. beim Sponsoring und der Öffentlichkeits¬arbeit, um für alle eine Win-Win-Situation zu schaffen.
2. Sportszene beleben II: Die mediale Aufmerksamkeit für die Partner deutlich erhöhen, nicht nur in der lokalen Berichterstattung. „Wir verdienen alle viel mehr, auch regionale und überregionale Resonanz“, betont Anke Schwenk, 2. Stellv. Sprecherin (HGN).
3. Sportszene beleben III: Die Zuschauerzahlen steigern.
4. Sportszene beleben IV: Die Interessen der beteiligten Sportarten und Vereine zu vertreten. Markus Mende, stellvertretender SBB-Sprecher, sagt dazu: „Wir sind gerne Ansprechpartner u.a. für Politik, Sportstättenbau und -ent¬wicklung, Kultur und Soziales.“

Eine so genannte „Präambel“ fasst das Anliegen des SBB zusammen.

Die neun Gründungsmitglieder des SBB sind :
TV Eibach e.V. 1903 (Damen 1. Liga, Faustball)
Falcons Nürnberg BC (2. Liga, Basketball),
Hockey-Gesellschaft Nürnberg (HGN, Regional- bzw. 2. Liga),
Nürnberger Hockey- und Tennis-Club (1. Liga, Nürnberger HTC),
Raiffeisen Wölfe Lauf (2. Liga, Baseball),
SV Schwaig Volleyball (2. Liga),
TSV 1846 Nürnberg (2. Liga, Rugby),
TV 1879 Hilpoltstein (2. Liga, Tischtennis)
TSV Freystadt Badminton (1. Liga)

Damit steht das SBB stellvertretend für derzeit neun Vereine − darunter drei Erstligisten − mit insgesamt über 2.000 Aktiven, die in der letzten Saison zusammen rund 30.000 Fans anlockten. In diesen Klubs sind derweil fünf Olympioniken sowie 13 Nationalspieler engagiert (darunter Welt- bzw. Europameister). Die Vereine bzw. deren Abteilungen zeigen sich in 20 Sporthallen und auf sieben bemerkenswerten Sportanlagen.

Ab sofort bei den Heimspielen: Das Multiticket!

Eine erste, ganz Konkrete Kooperation wird das Multiticket für 10 € sein. Mit ihm könnt ihr neun verschiedene Sportarten mit einem Ticket besuchen. Der Erlös bleibt beim jeweiligen Verein!