Zweiter Platz zum Saisonauftakt

Am Samstag, den 14.09.2019 starte das 7er-Frauenteam in die neue Saison in der Deutschlandliga Süd-Ost. Das Auftaktturnier fand bei spätsommerlichem Sonnenschein in Leipzig statt. Da nur insgesamt fünf Vereine ein Team stellen konnten – darunter die neue „Spielgemeinschaft des Ostens“ mit dem Kern der Dresdner Mannschaft – wurde das Turnier im Jeder-gegen-Jeden Modus ausgetragen.

Für die Ladies hat die Saison angefangen.

Die Nürnberger Ladies, die erst seit wenigen Wochen von ihrem neuen Coach Ian Dawson trainiert werden, traten selbst nicht mit einem vollen Kader an und hatten vor allem eine Standortbestimmung zum Ziel, da klar war, dass man sich auf dem sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Sommer nicht ausruhen können würde.

Im ersten Spiel gegen den Gastgeber RC Leipzig waren die 46er von Anfang an hellwach, zeigten ihre pfeilschnelle Offensive und ihre kompakte Defensive. Zur Pause lagen die Nürnbergerinnen schon mit 15:0 vorne, hörten in der zweiten Halbzeit aber nicht auf zu spielen und stellten schließlich den klaren 39:0 Endstand her.

Julia Lehner mit dem Comeback nach längerer Pause

Das zweite Spiel war dann der fränkische Dauerbrenner gegen den Würzburger RK, der allein von der Spannung und der spielerischen Qualität beider Mannschaften her sicher eines der Highlights des Turniertages war. Nürnberg schien sich erst komfortabel absetzen zu können, führt bis in die zweite Halbzeit hinein mit 20:0, ehe Würzburg innerhalb weniger Minuten auf 20:14 verkürzen konnte – ein weiterer Versuch hätte also gereicht um den TSVlerinnen den Sieg zu nehmen. Aber das ließen sie nicht zu und setzten sogar noch den Schlusspunkt zum 25:14 Sieg.

Im dritten Spiel gegen den USV Jena begann sich dann bei Nürnberg die Belastung des Turnier-Modus bemerkbar zu machen – Nürnberg war das einzige Team, das zwischen keinem seiner Spiele mehr als 15 Minuten Pause hatte. Die schneller Jenaerinnen schafften es immer wieder die Lücken zu verschließen und die 46er fanden kein Mittel die solide Defensive zu überwinden. Als dann auch noch zwei Stürmerinnen des TSV verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, ging die Ordnung im Spiel verloren und Jena konnte dies zu drei Versuchen nutzen und siegte am Ende verdient mit 0:19.

Sengül Ramadanov mit zwei Stürmer-Versuchen im Turnier

Für das letzte Spiel gegen die SGdO musste Dawson also ein bisschen improvisieren, fand aber für die Personalprobleme sehr gute Lösungen. Obwohl es nach wenigen Sekunden bereits 0:5 für die Piraten stand, wurde das Team nicht nervös, sondern spielte konzentriert seine Stärken aus. Noch einmal alle Kräfte mobilisierend konnten die 46er etliche schöne Spielzüge mit Versuchen veredeln. Der Endstand von 49:5 spiegelt wieder, wie einseitig der Verlauf dieser Partie schlussendlich war.

Nach Turnierende standen sowohl Nürnberg, als auch Jena und Würzburg mit 10 Punkten da und es mussten die Versuchspunkte als entschiedender Faktor herangezogen werden. Hierbei war Jena das stärkste Team mit sowohl den meisten Versuchen als auch den wenigsten Gegenversuchen des Tages. Nürnberg konnte sich dann aufgrund der etwas besseren Defensivleistung gegen Würzburg durchsetzen und belegte am Ende den zweiten Platz.

Ian Dawson mit seinem Fazit: „Für das erste Turnier und nach so kurzer Vorbereitungszeit bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir heute geleistet haben. Ich hab viel Gutes gesehen, das sich sicher bis zum nächsten Turnier noch weiter verbessern lässt. Vor allem aber freue ich mich über die erfolgreichen Comebacks von drei Spielerinnen, die dem Team zuletzt aus unterschiedlichen Gründen gefehlt hatten.“

Die Versuche kamen von:
Pia Zeitler (5)
Maike Chuchulowius (5)
Ida Koller (2)
Patrizia Brucklachner (2)
Nicole Price (2)
Sengül Ramadanov (2)
Julia Lehner (1)
Anke Gülpers (1)

Die Erhöhungskicks kamen von:
Veronika Horn (2)
Anke Gülpers (2)

Kader der 46er:
Patrizia Brucklachner
Maike Chuchulowius
Verena Galster
Anke Gülpers (C)
Veronika Horn
Ida Koller
Julia Lehner
Nicole Price
Sengül Ramadanov
Ina Rasch
Pia Zeitler

Endstand:
1. USV Jena
2. TSV Nürnberg
3. RK Würzburg
4. SG des Ostens
5. RC Leipzig

46er müssen nächstes Heimspiel verschieben – A-Platz mit erheblichen Mängeln nach Sanierung

Leider ist es nun offiziell: Der Heimauftakt für die #46er am Samstag gegen den RC Unterföhring – Rugby in München Land muss verschoben werden. Der Platz muss gesperrt bleiben, damit Nachbesserungen durchgeführt werden können.

Weiterhin unbespielbar – der A-Platz der Waldsportanlage

„Durch Probleme an der Beregnungsanlage konnte mit der Wässerung nach der Ansaat erst recht spät begonnen werden“, erklärt Abteilungsleiter Matthias Dirlewanger. „Die Bereiche an den Rohrleitungen und den Sprinklern haben sich mehrmals gesenkt und mussten jetzt das zweite mal aufgefüllt werden, was zu kahlen sandigen Stellen um diese Bereiche geführt hat. Auch besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko durch die freiliegenden Abdeckungen.“
Da man jetzt nochmal nachsähen musste ist der Platz bis auf weiteres seitens der Baufirma gesperrt. Im Juni hatte die Spezialfirma begonnen eine automatische Beregnunganlage zu installieren und den Platz von Grund auf neu anzulegen. Das Investitionsvolumen im Rahmen der Gesamtsanierung des Waldsportplatzes liegt bei rund 55.000 Euro.

„Wir haben in den letzten Tagen fieberhaft versucht eine Lösung zu finden, doch hier steht die ausführende Firma in der Pflicht. Das kann man leider nicht in Eigenleistung regeln. Wir sind sehr enttäuscht das der vereinbarte Termin nicht gehalten werden konnte und hoffen dann im Oktober (5.10, RFC Augsburg) einen Top Rugbyplatz bieten zu können.“

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Sportfreunden aus Unterföhring, die einer Verlegung des Spiels auf den 23. November 2019 zugestimmt haben. Wir bitten unsere Fans und Gäste um Verständnis für diese Maßnahme.

TRAINERSUCHE!!

UPDATE:

Danke an alle, die sich bei uns gemeldet haben! Wir können stolz verkünden, dass ab September 2019 Ian Dawson die Damenmannschaft trainiert! Auf eine erfolgreiche neue Saison!

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Ab sofort suchen die Damen für die kommende Saison eine/n motivierte/n Trainer/in, die/der Bock hat mit diesem ambitionierten, sympathisch verrückten Team zu arbeiten! Für Details bitte eins der Bilder anklicken. Wenn du dich angesprochen fühlst… Meld dich einfach bei uns!

Nürnberg überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften

(AG) Am Wochenende 15./16. Juni fand in Karlsruhe die Deutsche Meisterschaft im 7er Rugby der Frauen statt, zum ersten Mal seit drei Jahren wieder mit Nürnberger Beteiligung.

Die 46er mussten im Vorlauf auf das wichtigste Turnier der Saison gleich mehrere personelle Ausfälle verkraften: Franziska Mühlbauer, Lena Jarosch, Lea Mayer und Anke Gülpers fehlten verletzt, die drei u18-Auswahl-Spielerinnen Rosa Ehlert, Pia Aumüller und Pauline Koch standen auch nicht zur Verfügung. Trotzdem konnte der TSV einen starken Kader ins Rennen schicken, zwei der nominierten Spielerinnen – Nicole Price und Lisa Wirth – gaben sogar ihr Debüt für das Nürnberger Team.

An guter Laune mangelt es den 46ern nie – Das Team, die Betreuer und der zahlreiche Support.

Im ersten Gruppenspiel mussten die Nürnbergerinnen gegen den Heidelberger RK ran, der nicht nur als einer der heißen Titelfavoriten galt, sondern das mit der Vize-Meisterschaft später auch bestätigen konnte. Die 46er legten engagiert los, mussten aber leider relativ früh nach einem kleinen Abstimmungsfehler in der Defensive das 0:5 hinnehmen. Wer nun erwartet hatte, dass Heidelberg leichtes Spiel hätte, sah sich getäuscht: Bis zur Pause wurde Nürnberg immer stärker und konnte durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) sogar 7:5 in Führung gehen.
Und selbst als die Favoritinnen in der zweiten Hälfte auf 7:17 davon zogen, gab sich beim TSV keine Spielerin geschlagen und Patrizia Brucklachner (Erhöhung von Emma Gaillot) brachte die spielerische Gleichwertigkeit kurz vor Schluss auch noch aufs Scoreboard. Die denkbar knappe 14:17 Niederlage war zwar ärgerlich, gab den Spielerinnen aber einiges Selbstvertrauen mit auf den Weg.

Maike Chucholowius mit der Spieleröffnung. (Foto: RVBy)

Der Gegner des zweiten Gruppenspiels war der RK 03 Berlin, den die Nürnbergerinnen aus dem Qualifikationsturnier gut kannten – dies hatte Berlin nämlich gewinnen können. Beflügelt von der beeindruckenden Leistung aus dem ersten Spiel ließen die 46er dem vermeintlich stärkeren Gegener Berlin auf dem Platz jedoch keine Chance und fuhren durch Versuche von Emma Gaillot, Maike Chucholowius und Nicole Price einen ungefährdeten, souveränen 15:0-Sieg ein.

Nicole Price war kaum zu stoppen. (Foto: RVBy)

Für das dritte Gruppenspiel gegen den Gastgeber Karlsruher SV rotierte das Trainer-Team die Aufstellung durch, um die Kräfte für den zweiten Tag ein bisschen schonen zu können. Leider zeigte sich diese Veränderung in der Startaufstellung durch fehlende Abstimmung und in der ersten Hälfte ging für den TSV nicht viel zusammen, zur Pause lag man 0:10 hinten. In der zweiten Hälfte jedoch besannen sich die Nürnbergerinnen auf ihre Stärken, verkürzten durch Nicole Price (Erhöhung von Emma Gaillot) erst auf 7:10 und nach einem weiteren Versuch des Gastgeber durch Pia Zeitler noch einmal auf 12:15. Die zweite knappe, ärgerliche Niederlage des Tages gegen ein Team, dem man eigentlich auf Augenhöhe begegnet war.

Mit vollem Einsatz gegen Potsdam – die Nürnbergerin Patrizia Brucklachner gibt alles. (Foto: RVBy)

So standen die 46er nach der Vorrunde zwar nur mit einem einzigen Sieg da, waren aber wegen der beiden nur hauchdünnen Niederlagen trotzdem für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert. Dort ging es gegen den USV Potsdam, gegen den man im Qualifikationsturnier vor vier Wochen das Halbfinale verloren hatte. Und auch diesmal zeigte sich Potsdam als die stärkere Mannschaft, Nürnberg fand nie richtig ins Spiel und so war die 0:33-Niederlage am Ende auch in der Höhe verdient.

Gemeinsam kann Gastgeber Karlsruhe bezwungen werden. (Foto: RVBy)

Im folgenden ersten Platzierungsspiel ging es erneut gegen den Gastgeber Karlsruhe, bei dem sich die Nürnbergerinnen für die unglückliche Niederlage vom Vortag revanchieren wollten. Und das gelang überzeugend: Mit druckvoller Defensive und intelligenter Offensive zogen die 46er bis zur Halbzeitpause auf 19:0 davon. Die Versuche kamen von Maike Chucholowius (Erhöhung von Nicole Price) und Pia Zeitler, die einmal ihre unwiderstehliche Geschwindigkeit ausspielen konnte (Erhöhung von Nicole Price) und einmal dem Gegner kurz vor dessen Malfeld den Ball klauen und unbedrängt punkten konnte.
In der zweiten Hälfte spielte der TSV den klaren Vorsprung souverän über die Zeit, auch der Karlsruher Versuch zum 19:7 konnte keine Nervosität mehr auslösen.

Ida Koller mit dem Try-saving-Tackle gegen Germania List. (Foto: RVBy)

Im Spiel um Platz fünf stand Nürnberg dann zum Turnierabschluss dem SC Germania List gegenüber. Inzwischen war der Kader der 46er auf zehn einsatzbereite Spielerinnen geschrumpft und auch von diesen Zehnen waren einige angeschlagen, unter anderem auch Kapitänin Rebeka Jammal. Das Team lieferte der Germania ein spannendes, hartes Spiel und kann trotz der 0:19-Niederlage – die klarer klingt, als sie auf dem Feld anzusehen war – extrem stolz auf den Einsatz und die kämpferische Leistung nicht nur in diesem letzten Spiel, sondern dem ganzen Wochenende sein.

Nach zwei Tagen starker Leistung war die Freude über Platz sechs groß. (Foto: RVBy)

Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass die Rugby-Damen des TSV innerhalb des letzten Jahres gleich mehrere Leistungs-Schritte nach vorne gemacht haben und sich ganz zu Recht bestes Bayerisches Team und sechstbestes Team in ganz Deutschland nennen können. Und wenn das Team in der nächsten Saison so zusammen bleiben sollte und von den Verletzungssorgen dieser Saison verschont bleibt, dann wird auch die nächste Deutsche Meisterschaft nicht ohne die 46er entschieden werden.

Dazu Trainer Eduard Holhos: „Es ist irre, wie sich diese Mannschaft in den letzten zwei Jahren, aber insbesondere seit diesem Winter entwickelt hat! Die harte Arbeit hat sich nun ausgezahlt.“

Kapitänin Rebeka Jammal ergänzt lachend: „Und auch das war noch lange nicht unser Maximum. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aus und das obwohl wir viele Mädels dabei haben, die seit nicht mal zwei Jahren Rugby spielen. Mit uns wird auch nächste Saison wieder zu rechnen sein!“

Endstand der Deutschen Meisterschaft:
1. RSV Köln
2. Heiderberger RK
3. USV Potsdam
4. SC Neuenheim
5. SC Germania List
6. TSV 1846 Nürnberg
7. StuSta Rugby
8. Karlsruher SV
9. Flying Wombats Mainz
10. RFC Dortmund
11. RK 03 Berlin
12. Würzburger RK

Kader:
Patrizia Brucklachner
Maike Chucholowius (VC)
Emma Gaillot
Veronika Horn
Mia Huibens
Rebeka Jammal (C)
Ida Koller
Nicole Price
Sengül Ramadanov
Ina Rasch
Lisa Wirth
Pia Zeitler

Trainer-Team:
Eduard Holhos
Ian Dawson

Physio-Team:
Nils Wulff
Linda Mirschberger

Die Damen auf Meisterkurs?

Mit einer grandiosen Mannschaftsleistung in Berlin qualifizieren sich die 46er Damen für die Deutschen Meisterschaften am 15./16. Juni in Karlsruhe

NÜRNBERG Mit Platz 1 in der Tabelle nach dem regulären Ligabetrieb in der Division Süd-Ost durften die Nürnberger Rugby Damen des TSV 1846 auf das Qualifikationsturnier der Deutschen Meisterschaften in Berlin fahren. Um sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, mussten die Mädels in Berlin unter die besten 6 Teams der angereisten 12 Teams Nord- und Ostdeutschlands kommen.

Die Gruppenphase und der erste Tag konnten direkt sehr erfolgreich abgeschlossen werden. Klare Siege gegen die Spielgemeinschaft Bielefeld/Osnabrück mit 43:0 für die Nürnberger Damen und 41:0 gegen die Universitätsmannschaft Hannover Unicorns befeuerten die Mädels für ein spannendes und sehr enges finales Gruppenspiel gegen die Gastgeber und späteren Turniersieger des Berliner Rugby Klubs ’03, in dem man sich nur sehr knapp mit 5:12 Punkten geschlagen geben musste.

Platz Zwei in der Gruppe bedeutete für die Platzierungsspiele, dass die Nürnbergerinnen gegen ihre Mitreisenden aus Würzburg spielen mussten. Die 46er Mädels waren trotz der frühen Stunde hellwach und überrollten die sonst oft auf Augenhöhe spielenden Würzburgerinnen geradezu und zogen mit einem klaren 24:0 Sieg in das Halbfinale ein.

Da somit Platz 4 und die Eintrittskarte für die Deutsche Meisterschaft gesichert war, entschlossen sich die Trainer auch den weniger erfahrenen Spielerinnen im Kader Spielzeit zu geben und experimentierten in der Aufstellung. Trotzdem gelang gegen ein sehr starkes Potsdamer Team ein hochverdienter Versuch, auch wenn man sich schlussendlich 5:24 geschlagen gegeben musste. Im Spiel um Platz 3 gegen SC Germania List aus Hannover spielten die Nürnbergerinnen eine grandiose erste Halbzeit und zeigten Rugby Deutschland, weshalb mit Rugby Franken zu rechnen ist, und führten zur Pause 5:0. Danach führten Verletzungspech und Ermüdungserscheinungen jedoch zu Gegenversuchen, weshalb man am Ende mit dem vierten Platz hochzufrieden war und auf der Heimfahrt ausgelassen mit den ebenfalls qualifizierten Würzburgerinnen (Platz fünf) feiern konnte.

Die 46er erhielten als Team viel Lob und Anerkennung für ihr faires, geschlossenes Spiel. Keine einzelnen Sternchen dominierten das Nürnberger Spiel, sondern eine ganze Milchstraße glänzte als Einheit. Die Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften ist groß und die verbleibende Zeit wird intensiv zur Vorbereitung genutzt werden – die beiden Kapitäninnen Rebeka Jammal und Anke Gülpers führen ein starkes Team nach Karlsruhe.

Die Siegreichen! Links: Trainer Eduard Holhos, rechts: Trainer Alex Michl

Stimmen zum Spiel:

Gülpers: „Für einen Großteil der Mannschaft war das Turnier eine Premiere, sowohl was Qualität der Gegner, als auch die mehrtägige Belastung angeht. Und es war beeindruckend, wie gleichwertig wir auf dem Platz in den Spielen waren. Und jetzt wissen alle, wo der Weg die nächsten vier/fünf Wochen hinzuführen hat. Es war kein Gegner dabei, der klar besser war. Nur erfahrener, ausdauernder und cleverer. Diese Mannschaft ist ja eigentlich immer noch voll in der „Aufbauphase“ und wir zocken dort mit Deutschlands Elite.”

Jamal: „Wir Nürnbergerinnen sind ein Team, das sich stets weiterentwickelt und an sich arbeitet. Es kommen neue, talentierte Mädels dazu und das Spielniveau steigt, sodass wir am Wochenende mit Teams aus Berlin und Hannover mithalten können. Am wichtigsten, schönsten und beeindruckendsten für mich als Kapitänin ist aber immer noch der Nürnberger Teamspirit. Als Einheit können wir so mit viel Herz jede Herausforderung meistern.“

Edi Holhos Betreut die Damen zusammen mit Alex Michl.

Trainer Eduard Holhos: „Wir haben unglaublich talentierte Mädels in unserem Team, aber was mich dieses Wochenende besonders stolz gemacht hat, waren weniger die tollen Einzelleistungen, sondern vielmehr der immer präsente und spürbare Mannschaftsgeist. Es wurde für einander gekämpft und miteinander gespielt. Außerdem fand ich wichtig, dass wir zeigen konnten, dass wir zu den besten Teams dieser Divisionen Deutschlands gehören – wir haben mit unserem Kampfgeist bewiesen, dass wir zu Recht zur Deutschen Meisterschaft fahren, indem wir zum Beispiel gegen den Turniersieger RK03 nur mit viel Pech ganz knapp verloren haben.“

Alexander Michl: „Wir sind ganz enorm stolz auf die Leistung unseres Teams. Alle Athletinnen haben an beiden Tagen dieses enorm anstrengenden Qualifikationsturniers in Berlin großartige individuelle Leistungen gezeigt. Außerdem ist es gelungen, umzusetzen was wir uns in vielen langen harten Trainingseinheiten erarbeitet hatten. Defensiv wie offensiv hat das Team die taktischen Vorgaben diszipliniert erfüllt. Am Ende des Turniers ging uns nach den vielen Verletzungen natürlich der Atem aus und die voll besetzten Ersatzbänke entschieden die Spiele zugunsten der Gegner. Sonst wäre eine bessere Platzierung als „nur“ der vierte Rang nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich gewesen. Unseres Erachtens dürfen wir uns mit Recht zu den besten Mannschaften Deutschlands zählen. Bei den Deutschen Meisterschaften in 4 Wochen wollen wir nun einen Platz unter den ersten sechs, was angesichts der Ausfälle kein leichtes Unterfangen sein wird, belegen.“

 

Mit Disziplin zum ersehnten Auswärtssieg beim HTV

Die 46er schlagen den direkten Tabellennachbarn Heidelberger TV mit 7:10 – Nürnberg nun Fünfter der 2. Rugby Bundesliga

Nürnberg. Spannung und Nervenkitzel – im Kino äußerst reizvoll, auf dem Rugbyplatz nur bedingt ein Genuss. Doch gehen wichtige Punkte im Abstiegskampf weit über den Wohlfühlfaktor. Und so boten die direkten Tabellenkontrahenten ihrem Publikum zwar keinen Augenschmaus, aber dennoch ein packendes Ringen um den Sieg. Mit dem besseren Ende für aufopferungsvoll verteidigende Franken.

Geschlossen auf’s Feld, geschlossen gewinnen

Das Wetter trug seinen Teil zu dem Thriller bei, wurde der Platz des HTV phasenweise ordentlich mit Nass von oben gesegnet. Beide Teams hatten wahrlich nichts zu verschenken und setzten jeden Tackle ohne Kompromisse, jeden Durchbruch mit voller Energie. Doch schon in Minute Acht gaben die Gastgeber einen leichtfertigen Penalty nahe der eigenen 22 weg und Kahden setzte den Ball zur 0:3 Führung zwischen die Stangen der Turner.

Sechzehn Minuten später wurde es dann hitzig, Heidelbergs Burger und Nürnbergs Court bekamen sich nach einem körperlichen offenen Gedränge in die Haare und durften beide mit Gelb zehn Minuten abkühlen. Den Platz auf dem Feld nutzten allerdings die 46er direkt beim Wiederanpfiff, ein schneller Pass auf Kachmer und der Speedster ist für die überrumpelte Heidelberger Verteidigung nicht zu halten. Er legt den Ball auf der gegenüberliegenden Malfeldseite in der 25. Minute zum 0:8 ab. Kahden erhöht sicher zum 0:10. Mit einer top Defensivleistung, geschlossenen Reihen und effektiven Tacklings schafften es die Nürnberger Jungs die Führung in die Pause zu bringen.

In Halbzeit Zwei kamen die Heidelberger besser ins Spiel, schafften auch den ein oder anderen Durchbruch, wurden aber entweder von einer flinken Rückraumverteidigung eingefangen oder verloren unter Druck den Ball unglücklich. Einzig in den Gedrängen konnte der HTV eine signifikante Dominanz zeigen. Dennoch dauerte es bis weit in die Halbzeit hinein bis die Gastgeber sich mal für einen geordneten Spielaufbau in der Nürnberger 22m-Zone festbissen. Aber auch hier stand die Nürnberger Wand und verhinderte einen Gegenversuch. Eine weitere gelbe Karte gegen Heidelberg konnten die 46er nicht in Punkte umsetzen, das bisher absolut disziplinierte und dem Matchplan folgende Spiel verlor durch die Wechsel etwas an Effektivität, wurde aber zu keinem Zeitpunkt zerfahren wie zuletzt. Nur Sekunden vor dem Schlusspfiff eroberten die Heidelberger noch ein Gedränge und belohnten sich mit einem hart erkämpften Trostversuch.

„Es war ein Arbeitssieg, wir haben in Halbzeit Eins und Zwei kontinuierlich kämpfen müssen, die Heidelberger haben es uns schwer gemacht. Wir ihnen aber auch“ fasst Kapitän Nils Wulff das ausgeglichene Kräfteverhältnis zusammen. „Gegen Unterföhring müssen wir eine Defensive wie heute abliefern, im Angriff müssen wir schauen, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit ein bisschen kreativer werden.“

Der wichtige Sieg hievt den TSV nun an Heidelberg und Unterföhring vorbei auf Platz 5 der 2. Rugby Bundesliga. Eine sehr gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. Ein Sieg im Nachholspiel gegen den RC Unterföhring Ende Mai würde die 46er aller Abstiegssorgen entledigen. Die kommenden Spiele gegen den bärenstarken RC Rottweil (11.5., 15.00 Uhr, Waldsportplatz Nürnberg) und den längst der Liga enteilten SC Neuenheim (18.5., Neuenheim) werden genutzt, um weiter am Spielkonzept zu arbeiten.

Aber man hat gestern deutlich gemacht in diese Liga zu gehören, der Beweis folgt.

Punkte:

8‘            Penalty 00:03     Kahden

25‘          Try         00:08     Kachmer

26‘          Conv.    00:10     Kahden

80‘          Try         05:10     Heidelberg

80‘          Conv.    07:10     Heidelberg

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

ACHTUNG! LETZTES HEIMSPIEL DER SAISON 18/19

11.05.19, 15:00 Uhr, TSV 1846 Nürnberg vs. RC Rottweil

Waldsportplatz Nürnberg, Weißenseestr. 30

2 x Nürnberg reist nach Heidelberg

Die 46er treffen am Samstag in der Stadt am Neckar auf den Heidelberger TV

Nürnberg. Heidelberg galt bisher nicht unbedingt als die Top-Destination für Nürnberger Wochenendausflügler. Doch diesen Samstag machen sich nicht nur die Mannschaft und Fans der Nürnberg Falcons (Basketball) auf den Weg zum dritten Play-off Match bei den MLP Academics. Auch die 46er fahren über A6 nach Westen, auf sie wartet das Rückspiel beim Heidelberger TV (Sa, 13.00 Uhr). Es wird also ziemlich fränkisch in Heidelberg.

Voll reinhängen! Jedes Tackling muss gegen den HTV sitzen

Vielleicht bringen sich ja auch die Fans der Falcons beim Kampf um den ovalen Ball in Siegeslaune. Denn auch wenn der HTV das weitaus routiniertere Team ist, so gibt doch den 46er das knappe 00:15 des Hinspiels Hoffnung. Über lange Strecken konnten unsere Nürnberger Jungs mehr als mithalten. Durchaus möglich also, dass wenn man noch eine Schippe drauflegt, wichtige Punkte im Abstiegskampf ausgerechnet in der Rugbyhauptstadt entführt werden können. Sturmtalent Alex Weiß: „Wir haben viel aus den Spielen seitdem mitgenommen, der Sieg gegen Stuttgart hat neue Motivation gegeben. Wir sind bereit“.

Ein Sieg beim HTV und man könnte die Heidelberger in der Tabelle überholen, nur 2 Punkte trennen die beiden Mannschaften. Dafür kann es nur ein gutes Omen sein, wenn zwei der Gründungsmitglieder des „Sportbündnisses Bundesliga“ (SBB) am selben Tag in derselben Stadt zu solch wichtigen Spielen antreten. Ganz viele Daumen werden gegenseitig gedrückt. Und Heidelberg bei einem Doppelsieg zur Feiermeile der Franken.

Info zum Sportbündnis Bundesliga:

Im „Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg“ sind derzeit 11 Bundesliga-Vereine aus dem Großraum Nürnberg als Vollmitglieder versammelt um sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen, und um über diese Zusammenarbeit für eine größere öffentliche Wahrnehmung zu arbeiten:

Nürnberg Falcons (2. Liga, Basketball), Hockey Gesellschaft Nürnberg (HGN, 2. Liga), Nürnberger Hockey- und Tennis-Club (1. Liga, Nürnberger HTC), Raiffeisen Wölfe Lauf (2. Liga, Baseball), SV Schwaig Volleyball (2. Liga), TSV 1846 Nürnberg (2. Liga, Rugby), TV 1879 Hilpoltstein (2. Liga, Tischtennis), TSV Freystadt Badminton (1. Liga), KIA Metropol Baskets Schwabach (2. Liga, Basketball Damen), Johannis Grizzlys (1. Liga Herren, Ringen) und Futsal Nürnberg (Regionalliga). Hinzu kommt als Gastmitglied der Yacht-Club Noris e.V. (Segeln). Mehr Infos zum SBB gibt es unter www.sportbuendnis-bundesliga.de

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.


Der Winterschlaf ist vorbei!

Die 46er bereiten sich auf die Rückrunde vor!

Die Herren testen am 16. März gegen RC Dresden und VfB Ulm, während die Damen heute schon in Würzburg unter Wettkampfbedingungen testen. Am 23. März startet dann die Rückrunde der 2. Rugby Bundesliga mit dem Bayern Derby gegen den München RFC auf dem Waldsportplatz.

Bald müssen die Nürnberger Rugbyfans nicht mehr in die ferne Schweifen um ihren Lieblingssport zu genießen. Egal ob CrossFit, Theorieeinheiten oder unerschrockenes Schneetraining – alle drei Teams der 46er haben in der langen Winterpause keinen Rost ansetzen lassen. Nun kommen die ersten Vorbereitungsspiele bevor die Punkterunden weitergehen.

Die Damen testen heute bei einem Vorbereitungsturnier in Würzburg gegen den RK Würzburg, TuS Rugby Fürstenfeldbruck, SG 2018 Hochspeyer e.V Rugby und München Rugby Football Club.

Die Damen wollen ihre Tabellenführung verteidigen!

Die Erste Herren testen in einem Mini-Turnier gegen den RC Dresen aus der 2. Liga Ost und den VfB Ulm aus der Bayerischen Verbandsliga. Die Zweite Herren misst sich am Sonntag, den 31.3. Um 14.30 Uhr gegen die Rugby-Mannschaft der Universität Nizza. Beide Vorbereitungstermine steigen auf dem Waldsportplatz.)

Rückrunde 2. Rugby Bundesliga Herren

23.03.2019 14:00 TSV 1846 Nürnberg – München RFC

30.03.2019 15:00 StuSta München – TSV 1846 Nürnberg

06.04.2019 15:00 RC Unterföhring – TSV 1846 Nürnberg

13.04.2019 15:00 TSV 1846 Nürnberg – Stuttgarter RC

27.04.2019 13:00 Heidelberger TV – TSV 1846 Nürnberg

11.05.2019 15:00 TSV 1846 Nürnberg – RC Rottweil

18.05.2019 16:00 SC Neuenheim – TSV 1846 Nürnberg

Die Herren müssen zwar Gas geben um den Abstieg zu vermeiden, doch noch ist alles offen! Foto: Fat Robot Photohraphy

Rückrunde Deutsche 7er-Liga Damen

Sa. 23.03.2019 – Turnier 4 in Leipzig

Sa. 27.04.2019 – Turnier 5 in Bayreuth

Sa. 11.05./So.12.05. – Qualifikation Süd/West

Sa. 11.05./So.12.05. – Pokal Süd/West

Sa. 15.06./So.16.06. – DM Finalturnier

Das Beste kommt zum Schluss – 46er empfangen Tabellenführer Neuenheim

TSV 1846 Nürnberg will gegen den SCN nochmal alles geben

Nürnberg „Schmerzen als Gewissheit… geringe Aussicht auf Erfolg… worauf warten wir noch?“. Ja, Gimli, Gloins Sohn aus Tolkiens „Herr der Ringe“ würde hervorragend in die erste Reihe der 46er passen. Nicht nur ist er optisch und technisch (gefährlich auf der kurzen Strecke, keine Scheu vor Körperkontakt der heftigen Art) mit denselben Eigenschaften ausgerüstet, sondern auch die Einstellung würde sich nahtlos in die Stimmung in Erlenstegen einfügen. Denn der Gegner am nächsten Samstag ist der Schrecken der 2. Rugby Bundesliga, das Top-Team des SC Neuenheim.

„Wir lernen noch in dieser Liga und wollen uns von Woche zu Woche verbessern“, sagt Coach Deon Myburgh in Erwartung des unzweifelhaft schwersten Spiels in dieser Saison. Und gerade dieser Gegner wird einiges ins Nürnberger Lehrbuch schreiben können. Doch es geht nicht ums Resignieren, sondern darum realistische Ziele zu setzten. „Wir wollen unsere Verteidigung besser Organisieren als gegen Rottweil und wenn wir einen sauberen Ball bekommen ihn auch nutzen“, Myburgh weiter.
Eines ist absolut gewiss: Den Nürnberger Rugbyfans wird zum Abschluss der Hinrunde ein Spektakel geboten, dass ihnen warm ums Herz werden lässt. Nicht nur wegen des Glühweins und Punsches den es am Samstag am Waldsportplatz gibt. Mit den Heidelbergern kommt wirklich Rugby der nationalen Spitzenklasse in die Noris. „Das Team ist schon sehr heiß und bereit an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Da wird eine große Fanbase mit viel Lärm nochmal einen extra Schub geben“ hofft Kapitän Nils Wulff. Am Ende des „Herrn der Ringe“ sind Mut und Freundschaft ja auch der Schüssel zum Erfolg der Helden.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

17.11.18 14:00 Uhr TSV 1846 Nürnberg vs. SC Neuenheim
Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

Erster Turniersieg der Saison

Damen bauen ihre Tabellenführung aus

(AG) Am Samstag, den 10. November stand für die Damen des TSV 1846 Nürnberg in Würzburg das letzte Liga-Turnier des Jahres an. Erstmals diese Saison konnte die Mannschaft dabei keinen vollständigen Kader von 12 Spielerinnen anmelden. Das lag zum einen an mehreren kurzfristigen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, zum anderen daran, dass die junge Flügelspielerin Rosa Ehlert mit der u18-Nationalmannschaft in Holland war.
Doch auch diese Tatsache änderte nichts am Nürnberger Hunger auf den ersten Turniersieg in der neuen Liga und der Überzeugung dieses Ziel an diesem Tag erreichen zu können.

Im ersten Spiel geht es nur mit vereinten Kräften.

Die Vorrunde begann für die 46er gegen den FC Eintracht Bamberg etwas holprig. Die engagiert kämpfenden Bambergerinnnen standen defensiv gut und setzten immer wieder offensive Nadelstiche gegen die TSV-Mädels, die einige Minuten brauchten um sich auf dem Platz zu finden. Dann brach Sengül Ramadanov mit ihrem Versuch den Bann und Ida Koller und Lea Mayer (Erhöhungskick von Anke Gülpers) vervollständigten das 19:7 Endergebnis. Das für die Nürnbergerinnen fast traditionell schwere erste Spiel war damit geschafft.

Gegen Erfurt/Halle/Leipzig kommt die Offensive in Fahrt.

Nach nur zwanzig Minuten Verschnaufpause richtete sich der Blick dann schon auf das nächste Spiel gegen die Spielgemeinschaft Erfurt/Halle/Leipzig. Viel Zeit das erste Spiel aufzuarbeiten hatte das Team nicht gehabt, dennoch zeigten es sich deutlich verbessert. Die Offensive kombinierte gefällig und die Nürnberger Spielmacherin Maike Chuchulowius konnte viele schöne Spielzüge einleiten – zwei davon krönte sie selbst mit Versuchen. Die anderen beiden Versuche steuerten Pia Zeitler und Neuzugang Emma Gaillot (Erhöhungskick von Anke Gülpers) bei. Einzig die Defensive war noch nicht so solide wie gewünscht und so fiel das 22:15 Endergebnis für die Nürnbergerinnen unerfreulich knapp aus.

Lea Mayer lässt der Jenaerin keine Chance.

Der Gegner im Halbfinale war der USV Jena, der an diesem Tag stark aufgespielt und in der Vorrunde den Gastgeber Würzburger RK an den Rande einer Niederlage gebracht hatte. Der TSV war also gewarnt und ging gut vorbereitet in diese Partie. Die Defensive stand wie ein Mauer und ließ die Jenaerinnen im gesamten Spiel nur ein einziges mal in die eigene Hälfte vordringen. Der 20:0 Sieg durch Versuche von Emma Gaillot (2x), Pia Zeitler und Lea Mayer war genau so souverän und ungefährdet, wie das Ergebnis es vermuten lässt.

Der Dauerbrenner im Finale – Nürnberg gegen Würzburg

Also standen sich im Finale wieder einmal der TSV 1846 und der Würzburger RK gegenüber – es hat in dieser Saison noch keine andere Final-Paarung gegeben. In der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften gute Aktionen und die Spielanteile waren relativ gleichmäßig verteilt, jedoch konnte nur Würzburg das auch in Zählbares umsetzten. Der 0:12 Rückstand aus Nürnberger Sicht zur Pause spiegelte daher das Spielgeschehen nicht ganz zutreffend wieder.

„Im letzten Finale lagen wir gegen Würzburg zur Pause vorne und haben am Ende unglücklich verloren. Wir waren fest davon überzeugt, dass uns solch ein Comeback heute auch gelingen kannwird Coach Eduard Holhos nach dem Sieg sagen.

Nürnberg dreht das Spiel gegen Würzburg.

Und dieses Selbstvertrauen war den Nürnbergerinnen anzumerken: Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nur Sekunden, ehe ein einfacher Spielzug den Ball zu Ida Koller beförderte, die unaufhaltsam bis ins gegnerische Malfeld vordringen konnte (Erhöhung von Anke Gülpers). Und auch als ein weiterer Würzburger Versuch den Abstand von fünf wieder auf zwölf Punkte vergrößerte, ließen sich die 46er nicht verunsichern. Nur kurze Zeit später war es Pia Zeitler, die auf dem Flügel allen Gegnerinnen enteilen und erneut für Nürnberg punkten konnte. Als dann gegen Ende der Begegnung die Nürnberger Kapitänin Anke Gülpers wenige Meter vor dem Malfeld bei der schnellen Ausführung eines Strafkicks behindert wurde und der Schiedsrichter auf gelbe Karte und Strafversuch entschied, war das Spiel nun auch auf dem Papier absolut ausgeglichen, es stand 19:19. Unmittelbar nach dem folgenden Ankick war die reguläre Spielzeit abgelaufen und der Schiedsrichter sagte die letzte Aktion an. Nürnberg – zu diesem Zeitpunkt in Ballbesitz – wartete geduldig und schließlich tat sich der Unterzahl geschuldet in der Würzburger Defensive eine Lücke auf, die Anke Gülpers ausnutzen konnte um mit dem Schlusspfiff den Versuch zu legen, der den 26:19 Finalsieg für Nürnberg perfekt machte. Wie viel den 46ern dieser Erfolg bedeutet, dem sie diese Saison schon so oft so nah waren, ließ sich an den ausgelassenen Jubel-Szenen nach dem Spiel ablesen.

So sehen Sieger aus! Die #NbgRugbyFamily

Mit diesem Erfolgserlebnis verabschiedet sich die Mannschaft nun in die wohlverdiente Winterpause. Erst am 23. März nächsten Jahres wird die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen um in den letzten beiden Turnieren die Teilnahme am Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft auszuspielen.

Endergebnis:
1. TSV 1846 Nürnberg
2. Würzburger RK
3. USV Jena
4. FC Eintracht Bamberg
5. RC Dresden
6. SG Erfurt/Halle-Leipzig
7. BTS 1861 Bayreuth

Kader:
Maike Chucholowius, Emma Gaillot, Anke Gülpers (C), Veronika Horn, Mia Huibens, Ida Koller, Lea Mayer, Franziska Mühlbauer, Sengül Ramadanov, Pia Zeitler