Knapp daneben ist auch nur ein Bonuspunkt – 46er in Neckarsulm nur bedingt erfolgreich

NÜRNBERG In einer stets engen Partie ringen die Herren des TSV 1846 dem Bundesligaabsteiger Neckarsulmer SU einen Defensiven Bonuspunkt ab, sind aber mit der kappen 17:16 (7:8) Niederlage nicht wirklich zufrieden. Denn das Spiel war stets offen und der Sieg nicht unerreichbar. Dennoch gab es mit den überragenden Debuts von Pilartz, van der Molen und Lindsay auch Grund für eine optimistische Perspektive.

Sichtlich überrollt gaben sich die ambitionierten Gastgeber der aus der Bundesliga abgestiegenen Neckarsulmer Sportunion. Die 46er spielten kraft voll und dynamisch auf, brachen immer wieder gezielt in den Rücken der Defense ein und gingen auch prompt nach fünf gespielten Minuten durch Moritz Dietz. Doch die folgende Erhöhung misslang Rico Kahden, Wind und Position waren dann nicht wirklich hilfreich. Auch später sollte es beiden Teams nicht immer gelingen die sich bietenden Chancen vom Kickingtee zu nutzen. Neckarsulm beschloss in der Folge dann doch noch angemessene Gegenwehr zu leisten und konterte weitere fünf Minuten später mit einem erhöhten Versuch zum 7:5. Die letzten Punkte zur Halbzeitpause setzte Kahden mit einem Straftritt zum 7:8 zwischen die Pfosten.

Im zweiten Durchgang nutzten die Schwaben dann eine Gelbüberzahl, Cristin musste 10 Minuten abkühlen, setzten die gut positionierten Nürnberger weiter unter Druck und belohnten sich mit dem erhöhten Versuch in der 50. Minute. Kahden verkürzte in Minute 60 per Penalty zum 14:11, doch die NSU tat es ihm in der 60. Minute zum 17:11 gleich. Ein erhöhter Versuch musste her, doch nur einer der beiden Wünsche konnte von Xavier Sermonat in der 68. Minute mit dem erfolgreichen Versuch erfüllt werden. Kahden gelang wiederum aus schwieriger Position nicht die wichtige 2-Punkte Erhöhung. Neckarsulm rettete den knappen 17:16 Spielstand mit viel Mühe über die Zeit und so kosteten am Ende vor allem die fehlenden Erhöhungen den durchaus verdienten Sieg.

„Es war ein unglaublich enges und physisches Spiel gegen eine unheimlich starke Truppe“ ordnete Kapitän Harry Miles nach dem Spiel das Geschehene ein. „Aber wir haben sehr strukturiert gespielt und konnten uns im Vergleich zum letzten Spiel gegen München stark verbessern. Unglücklicherweise haben wir nicht alle Chancen vom Kickingtee nutzen können und das rächt sich in der Bundesliga direkt“. Für Miles war die Performance der drei Neuen ein Faktor zur guten Leistung. Allen voran Pfeiler Sam Lindsay konnte als Spieler des Tages überzeugen. „Wenn wir den Ball hatten konnten wir schnell viel Boden gewinnen. Doch wir hatten verdammt viele Straftritte gegen uns was uns den Sieg kostete, das müssen wir bis Samstag unbedingt abstellen“.

Am nächsten Samstag wartet mit dem RC Rottweil ein weiteres Topteam auf die 46er, diesmal steigt das Spiel allerdings auf dem Waldsportplatz in Nürnberg wo man auf große Unterstützung der eigenen Fans hofft. Das Hinspiel gestalteten die Nürnberger Jungs sehr schwierig für die Favoriten und lieferten eine weit bessere Leistung als der Endstand (44:24) bei Nachholtermin im Oktober vermuten ließ.

Punkte
Versuche: Dietz (5), Sermonat (5)
Erhöhungen: —
Penatys: Kahden (6)
Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.
16.11.19, 2. Rugby Bundesliga: TSV 1846 Nürnberg vs RC Rottweil

Tabelle und Ergebnisdienst: http://rugbyweb.de/index.php?league=BL2S

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