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46er für Bayern – Nürnberg wieder stark in Auswahlteams vertreten

Nürnberg (md) Der TSV 1846 ist nicht nur Bayerischer Meister, sondern stellt auch immer mehr Talente für die Bayerischen Auswahlmannschaften zur Verfügung. Egal ob Deutsche Landesverbandsmeisterschaft der Herren im olympischen 7er oder im Jugendbereich, überall sind 46er erste Wahl für die Landestrainer. 

Will und Gabedava für Bayern in Hamburg

Wer die beiden Spielmacher der 46er beim Meisterschaftsfinale vermisst hat sei unbesorgt. Beide waren für die Bayerische 7er Auswahl bei den Deutschen Meisterschaften der Landesverbände. Unter den wachsamen Augen von 7er-Bundestrainer Vuyo Zangqa und dessen Co-Tainer Clemens von Grumbkow konnten die Bajuwaren einen herrvoragenden 4. Platz belegen. Insgesamt 12 Landesverbände waren angetreten, am Ende sicherte sich Baden-Würtemberg verdient den Titel in der olympischen 7er-Variante.

Die bayerische 7er-Auswahl mit Olaf Will (vorne, 3. v.r.) und Kote Gabedava (4 v.r, stehend). Foto: RVBy

U18-Damen bei Abschlussturnier in Unterföhring – Vorbereitung auf Meisterschaft

Neben den 46er-Ladies  waren auch einige unserer U18 Mädels  als Teil des Bayern U18W Kaders am 16.06.18 beim Turnier in Unterföhring am Start.
Pia Aumüller und Rosa Ehlert haben für Bayern die Hakler und Flügel Positionen besetzt, leider konnte bei diesem Turnier Pauline Koch nicht mitspielen (Fingerverletzung). Trotzdem hat sie selbstlos die Mädels durchgehend mit Wasser versorgt und die Linienrichter-Verpflichtungen übernommen, um den spielenden Mädels etwas Kraft zu sparen.
Ehlert überzeugte vor allem durch effektive und blitz-schnelle Angriffsaktionen, während Pia Aumüller eine sehr dominante Verteidigungsleistung brachte.
Beide haben einiges für die Auswahl geleistet und das Spiel gegen ihren eigenen Klub hat natürlich besonders viel Spaß gemacht! Ein sehr gelungener Tag mit viel Rugbyfreude!

Die 46er-Ladies mit dem Nachwuchs der Bayerischen Auswahl. Foto: Hull

Für die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände wurden für den U18 Kader der Damen Rosa Ehlert, Pauline Koch und Lucie Wittenberg von Landestrainer Peter Hull nominiert. Pia Aumüller ist aufgrund einer schulischen Veranstaltung leider verhindert.

7er Landesverbandsmeisterschaft U16 und U18 in Regensburg

Auch bei den jungen Herren der Schöpfung gibt es wieder erfreuliches zu berichten. Für die Landesverbandsmeisterschaft der Herren U16 am 30.6. in Regensburg wurde wieder Carl Heydenreich von Landestrainer Ian Dawson nominiert und Nontari Tsakalidis hält sich als Ersatz bereit.

Für die U18 Herren vertreten Levi Schuler und Markus Pesker die 46er und Nils Gröschner steht als Ersatz zur Verfügung.

Wir gratulieren allen nominierten Spielerinnen und Spielern, wünschen den Teams viel Erfolg und vor allem viel Vergnügen.

Nürnberg ist #heissaufRUGBY

 

Eine junge 46erin spielt für Deutschland – Pia Aumüller beim Olympic Hope Turnier

Im polnischen Krakau fand am letzten August-Wochenende das Olympic Hope Turnier für Nachwuchsmannschaften statt, und erstmals trat dabei auch eine weibliche U16-Mannschaft für den Deutschen Rugby Verband (DRV) an. Mittendrin: Pia Aumüller vom TSV 1846 Nürnberg. Die 15-jährige Schülerin, die erst seit Anfang dieses Jahres Rugby spielt, hat uns ein paar Fragen zu diesem Event beantwortet.

46erin Pia Aumüller spielt für Deutschland Foto: Privat

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Nominierung! Das war sicher ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst, oder?

Ja! So ein internationales Turnier zu spielen ist einfach mega  aufregend und spannend: All die Mädels aus ganz Deutschland kennen zu lernen, mit den besten Spielerinnen meiner Altersstufe zusammen zu trainieren und sich an anderen Nationalmannschaften messen – natürlich macht das richtig Spaß! Das war ein super Wochenende für mich!

Ihr habt nur zweimal zusammen trainieren können, bevor es ernst wurde. Ist das nichtschwierig, sich so schnell aneinander gewöhnen zu müssen?

Ja klar, nach so kurzer Zeit ist man noch nicht voll eingespielt. Aber ich fand es gut, wie sehr wir uns im Team nach so kurzer Zeit schon vertraut haben. Ich würde sagen, dass es uns gelungen ist eine Mannschaft zu werden und uns gut zu verkaufen. Aber auch klar dass man in den Spielen manchmal gemerkt hat, dass sich die anderen Teams einfach besser kennen, sich besser verstehen. Da kann man nach nur zwei Trainingseinheiten nicht ganz mithalten.

Du sprichst es an: ihr habt alle vier Spiele verloren. Wart ihr trotzdem zufrieden?

Wir waren sehr zufrieden mit unserer Leistung. Gerade in den ersten beiden Spielen waren wir stark, haben sogar zwischenzeitlich geführt. Am Ende haben wir beide Male sehr unglücklich verloren, weil die Gegner in letzter Sekunde noch punkten konnten. Es ging uns eh nicht so sehr um die Ergebnisse. Wir haben im Training den Schwerpunkt auf unsere Defensive gelegt und das hat im Spiel meist gut geklappt. Trotzdem macht man immer mal wieder kleine Fehler und die wurden von unseren Gegnerinnen sofort ausgenutzt.

Ihr seid trotz der Niederlagen dritte geworden und habt eine Medaille erhalten. Bekommt die einen Ehrenplatz in deinem Zimmer?

Natürlich! Die werde ich zu meinen Feuerwehrabzeichen hängen.

Die U16 des Deutschen Rugby Verbandes – 3. beim Olympic Hope Turnier in Krakau Foto: German Rugby Supporters

In einem Kader sind zwölf Spielerinnen, immer nur sieben stehen gleichzeitig auf dem Feld. Wie geht das auf?

Es war von Anfang an abgesprochen, dass jede Spielerin gleich viel Spielzeit bekommt. Das ist der Vorteil an einem Turnier mit mehreren Begegnungen. Ich zum Beispiel war jedes Mal die zweite Hälfte auf dem Platz. Wenn man es gewöhnt ist zu starten und Spiele ganz zu machen, fühlt sich das erstmal schon ein bisschen komisch an, weil man denkt, dass man nicht so viel machen kann. Aber auch in nur einer Halbzeit kann man an seine Grenzen gehen. Und da die Partien alle innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums angesetzt waren, hat sich die Belastung gut auf alle Spielerinnen verteilt.

Zum Thema Grenzen: Du hast dich am Fuß verletzt und trotzdem weitergespielt?

Ach, das war nichts Großes. Auf dem Platz blendet man so was einfach vollständig aus. Da geht es nur drum, alles zu geben für die Mannschaft!

Letzte Frage: Wie fühlt es sich an, mit dem Adler auf der Brust zu spielen?

Einfach Stolz, dass man das machen darf. Man versucht eine gute Leistung zu zeigen und der Aufgabe zu genügen. Man repräsentiert schließlich in dem Moment den Deutschen Rugby und das ist schon eine Ehre, der man sich tatsächlich bewusst ist, wenn man das Trikot anzieht.

Danke für deinen Bericht und viel Erfolg in der kommenden Saison!

Die Fragen stelle Anke Gülpers