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Starker Start in die neue Saison

46er-Ladies belegen bei ihrem Heimturnier den zweiten Platz

(AG) Am Samstag, den 8. September fand das vom TSV 1846 Nürnberg ausgetragene erste Turnier der Deutschland-Liga Süd-Ost im olympischen 7er-Rugby statt. Bei strahlendem Sonnenschein hatten im heimischen Waldstadion außer den Gastgeberinnen selbst noch fünf weitere Teams aus Nord-Bayern, Sachsen und Thüringen eine Mannschaft gemeldet.

Franziska Mühlbauer war von Würzburg nicht zu stoppen.

Während viele der Mannschaften für die 46er völlig unbekannt waren, ging es im ersten Spiel gleich gegen die stärkste fränkische Mannschaft der letzten Saison, den Würzburger RK, dessen Kader von einigen Spielerinnen aus Bayreuth ergänzt wurde. Wer nun aber erwartet hatte, ein von Würzburg dominiertes Spiel zu sehen, musste sich verwundert die Augen reiben. Von einer überragenden Defensiv-Arbeit ausgehend waren es nämlich die TSVlerinnen, die das Geschehen bestimmten und durch einen Versuch von Franziska Mühlbauer zur Halbzeit 5:0 führten. Von diesem Zwischenergebnis bestätigt, setzten die Nürnbergerinnen in der zweiten Halbzeit noch einen drauf und führten durch weitere Versuche von Mühlbauer und Pia Aumüller mit 15:0, ehe Würzburg auf 15:7 verkürzen konnte. Am verdienten Sieg änderte das allerdings nichts mehr.

„Wir wissen schon länger, dass das Team zu so einer Leistung in der Lage ist, wir haben es nun endlich mal in einem Turnier zeigen können,“ erklärt das Trainergespann Michl/Beazley/Holhos nach dem Spiel die geringe Überraschung über das Geschehene.

Die Nürnbergerinnen hatten gegen Würzburg alles im Griff.

Im zweiten Vorrundenspiel ging es dann gegen die Spielgemeinschaft Dresden/Erfurt/Halle, gegen die der TSV zuvor noch nie gespielt hatte. Entsprechend konzentriert und aufmerksam gingen die Nürnbergerinnen also in dieses Spiel, in dem ein Sieg den Einzug ins Halbfinale sichern würde. Innerhalb weniger Minuten zogen die 46er durch drei Versuche von Ida Koller und einem von Franziska Mühlbauer auf 24:0 davon (Erhöhungen von Anke Gülpers), ehe durch diverse Wechsel der Rhythmus im Team etwas verloren ging. Als dann aber die Gegner auf 24:7 verkürzen konnten, legte die Kapitänin Rebeka Jammal noch einmal nach, und mit der erfolgreichen Erhöhung von Veronika Horn war der klare 31:7 Endstand hergestellt.

Ida Koller und Rebeka Jammal lassen den Gegnerinnen keine Chance.

Im Halbfinale warteten dann die Bambergerinnen, die dem TSV aus der letzten Saison noch gut bekannt waren. In einem intensiven, harten Spiel machte Nürnberg früh klar, wer den Platz als Sieger verlassen würde, und führte zur Halbzeit deutlich mit 19:5. Obwohl Bamberg auch in der zweiten Hälfte noch einmal punkten konnte, wurde es bis zum Abpfiff zum 31:10-Endstand nie wirklich gefährlich für die Nürnbergerinnen. Die Versuche kamen von Ida Koller (3x), Franziska Mühlbauer und Mia Huibens, die Erhöhungen von Anke Gülpers.

Sengül Ramadanov geht entschlossen ins Spiel gegen Bamberg.

Das Turnier endete dann mit derselben Paarung, mit der es begonnen hatte, dem fänkischen Derby zwischen Würzburg und Nürnberg. Und dieses Spiel sollte sich zur knappsten und spannendsten Begegnung des ganzen Tages entwickeln. Nürnberg ging mit dem Selbstbewusstsein des Vorrundensiegs auf den Platz, Würzburg mit dem unbedingten Willen auf Revanche. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend von der anderen absetzen und so konnten Koller und Gülpers zweimal eine Würzburger Führung wieder ausgleichen, ehe den Unterfränkinnen der „Lucky Punch“ gelang und sie am Ende mit nur einem Versuch mehr (10:17 Endstand) siegreich waren.
Obwohl für den TSV also nur der zweite Platz blieb, ist er aktueller Tabellenführer in der Liga, da sich die Spielgemeinschaft Würzburg/Bayreuth die Punkte für den Turniersieg teilen musste.

Finale auf Augenhöhe gegen Würzburg/Bayreuth.

„Wir sind froh, dass wir im Sommer mit einem fast unveränderten Kader weiterarbeiten konnten,“ erklärt Rebeka Jammal den massiven Leistungssprung ihrer Mannschaft: „Es ist hervorragend zu sehen, dass wir von keiner einzelnen Spielerin abhängig sind, sondern als Mannschaft zusammenspielen und auf dem Platz viele Optionen haben.“

Um diese Entwicklung fortzusetzen, die Stärken weiter auszubauen und an den Schwächen zu arbeiten hat das Team nun wieder fünf Wochen Zeit, ehe der nächste Turniertag am 13. Oktober in Erfurt stattfinden wird.

Die Kapitänin führt ihre Mannschaft zum zweiten Platz.

Kader des TSV 1846 Nürnberg:
Pia Aumüller, Verena Galster, Anke Gülpers, Veronika Horn, Mia Huibens, Rebeka Jammal (C), Pauline Koch, Ida Koller, Lea Mayer, Franziska Mühlbauer, Sengül Ramadanov, Anna-Chiara Thum

Ergebnis des Turniertags:
1. SG Würzburger RK/BTS 1861 Bayreuth
2. TSV 1846 Nürnberg
3. RC Leipzig
4. FC Eintracht Bamberg
5. USV Jena
6. SG SSV Erfurt Oaks/RC Dresden/Halle

Vorbericht Damen-Spieltag in Nürnberg

(AG) Am Samstag, den 8. September ist es endlich so weit und die Damen eröffnen die Saison 2018/19 mit dem ersten Liga-Turnier der Deutschen 7er-Rugby Liga Süd-Ost im heimischen Waldstadion.

Die Sommerpause der TSV-Ladies war kurz und die Vorbereitung hart. Jetzt richtet sich der Blick auf die anstehende Saison in der Süd-Ost-Staffel, die aufgrund der zunehmenden Anzahl an Frauen-Teams in Deutschland im Sommer neu gegründet wurde. Antreten werden insgesamt vier Teams aus Bayern und jeweils zwei aus Thüringen und Sachen.

Damit der Auftakt gut gelingt, hatte das Trainerteam Michl/Beazley/Holhos am Sonntag eine zusätzliche Einheit angesetzt, in der das mannschaftliche Zusammenspiel im Fokus stand. Unermüdlich arbeiteten sich die 46er den Platz rauf und runter, auf der Suche nach dem perfekten Timing von Laufwegen und Pässen.

Es ist nie leicht vor dem ersten Spiel einer neuen Saison den eigenen Leistungsstand korrekt einzuschätzen, vor allem wenn man gegen viele der Liga-Gegner noch nie gespielt hat,“ antwortet Michl auf die Frage nach seinen Erwartungen für den Samstag: „Aber die Mädels haben die letzten Einheiten gut trainiert und man merkt, dass wir im Vergleich zur letzten Saison deutlich eingespielter sind.

Während das Team im Sommer 2017 einen massiven personellen Umbruch durchleben musste, konnten diesmal fast alle etablierten Spielerinnen gehalten werden. Die Mannschaft kennt sich also und kann auf der Entwicklung der letzten Monate aufbauen. „Wir können am Samstag einen großen Schritt nach vorne machen und hoffen den Zuschauern eine gute Leistung anbieten zu können,“ gibt die wiedergewählte Kapitänin Rebeka Jammal zu Protokoll und ergänzt augenzwinkernd „Wir sind bereit!

Das Teilnehmerfeld:
Würzburger Rugby Klub
TSV 1846 Nürnberg Rugby
Rugby Bayreuth
FC Eintracht Bamberg
Rugby Leipzig
Rugby Dresden
Erfurt Oaks Rugby/Halle Rugby
USV Jena Rugby

Der Anpfiff des ersten Spiels wird um 11:00 Uhr sein, der Eintritt zum Waldstadion ist frei und für das leibliche Wohl der Zuschauer ist gesorgt! Der TSV freut sich auf zahlreiche Besucher!

Dritter Platz bei der Bayerischen 7er Meisterschaft

Zum Saisonabschluss ein Podestplatz für die Rugby-Damen des TSV

Die diesjährige Bayerische Meisterschaft im olympischen 7er Rugby fand am Samstag den 14. Juli auf dem Gelände des RC Meteors Nördlingen statt. Das Teilnehmerfeld der Damen bestand aus fünf Mannschaften, die den 46ern aus der Deutschlandliga Süd gut bekannt sind – mit Ausnahme des Teams aus Bayreuth. Der Gastgeber selbst konnte leider kein Damenteam anmelden.

Immer den Support dabei: Pia Aumüller und Mia Huibens zeigen, wie mans macht.

So ging es gleich im ersten Spiel gegen Fürstenfeldbruck, gegen die die TSV-Damen in der Liga oft knapp verloren hatte. Es war zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem sich keine der beiden Mannschaften offensiv entscheidend durchsetzen konnte. Die Nürnbergerinnen hielten lange einen hohen Druck aufrecht und drängten die Gegnerinnen weit in deren Hälfte zurück. Dann jedoch befreiten sich die Fürstenfeldbruckerinnen mit einem schnellen Konter und gingen in Führung. In der zweiten Halbzeit mussten die 46er zwei weitere Versuchen nach ähnlichem Muster hinnehmen, ehe sie in der Schlussphase noch einmal zurückschlugen und sich durch Celina Celik auf die Punkte-Tafel bringen konnten. Am Ausgang des Spiels änderte das jedoch nichts mehr und Nürnberg unterlag mit 5:15.

Auch wenn sie hier defensiv gefragt ist, kann Rosa Ehlert vor allem offensiv mit drei Versuchen glänzen.

Der zweite Gegner war die Mannschaft der Studentenstadt aus München, die in diesem Jahr in der Liga ungeschlagen geblieben war und auch für die Bayerische Meisterschaft die Favoritenrolle innehatte. Es war also klar, dass es schwer werden würde, hier eine gute Leistung zu zeigen. Kampflos ergaben sich die Nürnbergerinnen jedoch keineswegs, und so gelang auch in dieser Partie ein Nürnberger Versuch durch Anke Gülpers, der aufblitzen ließ, dass man mit schnellem, einfachen Spiel auch gegen einen so überlegenen Gegner Nadelstiche setzen kann. Das Ergebnis fiel mit 7:49 trotzdem eindeutig aus und war auch in der Höhe nicht unverdient.

Mannschaftliche Geschlossenheit gegen den MRFC

Für das dritte Spiel des Tages hatten sich die TSVlerinnen viel vorgenommen, wartete doch mit dem MRFC ein Team, gegen das man in der Liga oft gute Leistungen gezeigt hatte. Die 46er ließen dem guten Willen auch reichlich gute Taten folgen und dominierten das Spielgeschehen vom Anpfiff weg. Die Offensive zeigte deutlich mehr Zielstrebigkeit und Spielfreude als noch in den ersten beiden Spielen und die Defensive ließ keinerlei Lücken erkennen. Der hohe 38:0 Sieg war am Ende auf eine geschlossene Mannschaftsleistung und ununterbrochenen, konzentrierten Druck zurückzuführen. Die Versuche kamen von Pia Aumüller, Celina Celik, Rosa Ehlert (2x) und Anke Gülpers (2x), die Erhöhungen von Veronika Horn und Anke Gülpers.

Die gute Stimmung wurde allerdings kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit massiv getrübt durch einen heftigen Zusammenprall und eine daraus resultierende Kopfverletzung einer Münchnerin, die vom anwesenden Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Die ganze Nürnberger Rugby Family wünscht dir an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung und wir hoffen, dass wir dich bald wieder auf dem Platz sehen werden!

„Don’t touch me!“ – Veronika Horn kämpft sich mit dem Ball durch die gegnerischen Reihen.

Aufgrund der Ergebnisse der anderen Spiele war zu diesem Zeitpunkt klar, dass es für den TSV im letzten Spiel des Tages um den dritten Platz gehen würde. Die Gegnerinnen aus Bayreuth nehmen derzeit nicht am regulären Ligabetrieb teil, waren den Nürnbergerinnen also weitgehend unbekannt. Dementsprechend konzentriert und entschlossen gingen die 46er ins Spiel um sich nicht überraschen zu lassen. Die Offensive war nun warmgelaufen und so konnten ein ums andere mal die flinken Flügelspielerinnen Rosa Ehlert und Lucie Wittenberg ins gegnerische Malfeld vordringen. Weitere Versuche von Celina Celik und Anke Gülpers und insgesamt vier Erhöhungskicks von Veronika Horn und Anke Gülpers komplettierten den ungefährdeten 38:7-Sieg. So sicherte sich das Team den dritten Platz und damit zugleich die wettbewerbsübergreifend beste Endplatzierung in dieser Saison.

Lucie Wittenberg auf Pia Aumülle: das Passspiel läuft!

Damit starten die Damen des TSV 1846 Nürnberg in ihre wohlverdiente Sommerpause bevor die Vorbereitung auf die neue Liga-Saison wieder losgeht.

Für die 46er im Einsatz:
Pia Aumüller, Celina Celik, Rosa Ehlert, Verena Galster, Anke Gülpers, Veronika Horn, Mia Huibens, Pauline Koch, Lea Mayer, Lucie Wittenberg, Pia Zeitler und Julia Oppel (Gastspielerin vom Würzburger RK)

Endergebnis Bayerische 7er-Meisterschaft der Damen:
1. Studentenstadt München
2. TuS Fürstenfeldbruck
3. TSV 1846 Nürnberg
4. München Rugby Football Club
5. Rugby Bayreuth

(AG)